Mulmiges Gefühl

Kitas nicht wirklich geschlossen: Enger Kontakt trotz Corona - Erzieherinnen sind in Sorge

Eine Erzieherin hat ein Kind auf dem Schoß. Auch in Coronazeiten lässt sich direkter Kontakt zu Kindern nicht vermeiden.
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Es bleibt ein mulmiges Gefühl: Viele Erzieherinnen setzen in der Kita die Maske auf. Auf direkte Nähe lässt sich aber nicht verzichten.

Anders als es klingt, sind Kitas im aktuellen Corona-Lockdown keineswegs geschlossen. Die Erzieher haben große Sorgen - aus vielen Gründen.

NRW - Dass die Kitas in NRW im Corona-Lockdown geschlossen sind, das stimme so einfach nicht. Das betonen Kita-Mitarbeiter aktuell immer wieder. Wie etwa Zahlen aus der NRW-Stadt Hamm von Dienstag dieser Woche zeigen, sind dort von rund 6600 Kita-Kindern 1900 in den Einrichtungen betreut worden. Das entspricht einer Quote von 29 Prozent. Die Erzieherinnen sind in Sorge, wie wa.de* berichtet. Erst recht seit kürzlich im nahen Kamen eine Erzieherin im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion gestorben ist.

Zum einen fehlen den Kita-Mitarbeitern konkrete Vorgaben der Politik - denn letztlich liege die Entscheidung, ob ein Kind derzeit in die Kita geht, bei den Eltern. Zum anderen sei es so gut wie unmöglich, eine Distanz zu den Kindern zu wahren. Dass die Mitarbeiter im Umgang mit ihnen keine Masken tragen sollen - das ist ohnehin längst Geschichte. Wie wa.de* berichtet ist der Ablauf in den Kindertagesstätten zudem weit entfernt von der Normalität. - wa.de* ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks