Beim Karneval in Köln

Unbekannter schnürt Karnevalisten mit Kabelbindern den Hals ab

In Köln wurde am gestrigen Montag (11. August) pünktlich um 11.11 Uhr die neue Karnevalsaison eingeläutet. Ein Unbekannter sorgte für Aufregung, als er mit einem Kabelbinder auf einen 22-Jährigen Karnevalisten losging. 

  • In Köln wurde am Montag wieder kräftig Karneval gefeiert. 
  • Ein Unbekannter sorgte allerdings mit Kabelbindern für Unruhe.
  • Sogar die Polizei musste deshalb ausrücken.

Karneval in Köln: Unbekannter schnürt Karnevalisten mit Kabelbindern den Hals ab

 

Ein Fall der sprachlos macht, ereignete sich am Montagmorgen in Köln, als ein Unbekannter einem 22-jährigen Karnevalisten von hinten einen Kabelbinder um den Hals gelegt und fest zugezogen hat. Das Plastikband wurde dabei so festgezogen, dass die Durchblutung des Kopfes eingeschränkt war.

Ein Arzt im Sanitätszelt musste den 22-Jährigen anschließend befreien, wie die Polizei zu Protokoll gab. Im laufe der polizeilichen Ermittlungen stellte sich später heraus, dass es noch weitere ähnliche Fälle zu Beginn des Karneval in Köln gegeben hat. Diese wurden von Zeugen allerdings nicht als so gravierend dargestellt. 

Nach Attacke mit Kabelbindern an Karneval: Polizei Köln sucht Zeugen

Die Polizei Köln stellte jedoch klar, dass es sich dabei um eine ernst zunehmende Straftat handelt, die von gefährlicher Körperverletzung bis hin zu einem versuchten Tötungsdelikt gewertet werden könne. Weitere Opfer und Zeugen werden gebeten, sich bei den Beamten zu melden.

Darüber hinaus musste die Polizei in Köln zum Karnevalsstart auch in vielen weiteren Fällen eingreifen. Zwei junge Männer stehen zum Beispiel im Verdacht, Baustoffreste von einem Hochhaus geworfen und damit einen Passanten verletzt zu haben. Einer der "Klumpen" traf einen 18-jährigen Karnevalisten, der dabei leicht verletzt wurde. Die Polizisten nahmen zwei 17 und 19 Jahre alte Männer fest, die sich in dem Haus befanden.

Karneval in Köln: 82 Platzverweise ausgesprochen

Bis zum späten Abend wurden insgesamt 82 Platzverweise ausgesprochen und sieben Menschen festgenommen, so die Karnevalsbilanz des Kölner Polizei. Es soll unter anderem 29 Körperverletzungsdelikte gegeben haben. Gegen mehrere betrunkene Nutzer von E-Scootern wurden Straf- oder Ordnungswidrigkeits-Anzeigen erstattet. Mehrfach wurde laut Polizei zudem das Lkw-Fahrverbot missachtet.

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