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NRW: Tierschutz macht schrecklichen Fund – übler Verdacht steht im Raum

Auf Facebook teilt ein Tierschutzverein aus NRW regelmäßig Beiträge zu seinen Schützlingen. Ein Post schockiert die Follower nun.

Hagen – Haustiere sind für viele Menschen nicht nur die besten Freunde, sondern auch echte Familienmitglieder. Andere sind mit ihnen allerdings schlichtweg überfordert, weshalb einige Fellnasen auch vor den Tierheimen des Ruhrgebiets ausgesetzt werden.

StadtHagen
RegierungsbezirkArnsberg
OberbürgermeisterErik O. Schulz

NRW: Tierschutz macht schrecklichen Fund öffentlich – „einfach nur traurig“

Solche Fälle gibt es regelmäßig, wie ein Tierschutz aus NRW weiß: „Wieder ein Tier vor dem Tierheim der Stadt Hagen ausgesetzt“, heißt es auf der offiziellen Facebook-Seite des Vereins zu dem Fund.

Bei dem Tier soll es sich um ein Widderkaninchen handeln, welches sich nach Angaben in einem „erbärmlichen Zustand“ befunden haben soll. Die Krallen seien viel zu lang, das Kaninchen viel zu dick und unter dem Bauch habe sich Kot und Urin verklebt (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Deshalb wird vermutet, dass das Tier in seinem zu Hause keinen Auslauf hatte und dauerhaft in einem kleinen Käfig eingesperrt war. Eine Nutzerin hat bereits einen Verdacht, wie es dazu kommen konnte, und kommentiert unter dem Beitrag: „Bestimmt wieder als Kinderspielzeug angeschafft“.

Eine andere Userin kommt zum Entschluss „Einfach nur traurig“, während einer anderen bei dem Anblick offenbar nur noch schlecht wird. „Man kann nur noch kotzen. Was um Himmels willen ist mit den Menschen los?“, wütet sie unter dem Post. Ende letztes Jahres wurde in NRW bereits ein Hund über einen Tierheim-Zaun geworfen.

NRW. Tierschutz macht schrecklichen Fund öffentlich und sucht nach Zeugen

Auch der Tierschutzverein ist fassungslos und fragt in seinem Post „Wer kennt das Tier beziehungsweise wer kann Hinweise zu ihm geben? Hat jemand vielleicht beobachtet, wie es ausgesetzt wurde?“. Mögliche Hinweise werden nach Angaben vertraulich behandelt, und können dem Tierheim der Stadt Hagen oder dem Tierschutzverein übermittelt werden. Auch im Großraum Werne wurde aktuell ein Hund ausgesetzt, der für Trubel sorgt und nicht eingefangen werden kann, wie wa.de berichtet.

Zu dem Kaninchen fragt eine Nutzerin, ob es nicht der falsche Ansatz sei, öffentlich nach einem Halter zu suchen. Sie schreibt weiter „Das ist immer noch besser, als die Tiere irgendwo im Nirgendwo auszusetzen“. Die Userin ist der Meinung, dass die Strategie nach hinten losgehen kann und Besitzer dadurch in Zukunft ihre Tiere im schlimmsten Fall im Wald oder an anderen Orten aussetzen.

Ein Kaninchen wurde vor einem Tierheim ausgesetzt.

Der Tierschutz ist allerdings der Meinung, dass man dem Ganzen nachgehen müsse, „weil es eine Straftat ist und diese Leute ein Tierhalteverbot bekommen sollten“. Der Verein ist ganz klar der Meinung: „Wer so handelt und ein Tier in dem Zustand einfach ‚abstellt‘, sollte keine Tiere mehr halten“. Nun bleibt allerdings erstmal zu hoffen, dass sich der Zustand des Kaninchens schnell bessert. Ob der Besitzer ausfindig gemacht werden kann, ist bislang unklar.

Rubriklistenbild: © IMAGO/KH

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