Wintereinbruch in Deutschland

Eisige Kälte in NRW: Nach Schnee und Eisregen wird es noch kälter

Das Wochenende brachte NRW Schnee und Eisregen. Was jetzt gefroren ist, wird auch in den nächsten Tagen nicht tauen. Es bleibt frostig. Mehr noch: Die Kälte zieht nochmal kräftig an.

Dortmund/NRW – Eis auf den Straßen, Schnee auf den Dächern und frostige Kälte: Ein heftiger Wintereinbruch hat NRW fest im Griff. Wie RUHR24.de* berichtet, zeigten schon am Montag (8. Februar) die Thermometer in Dortmund -6 Grad. Doch wer nun hofft, die Eisschichten auf Fenstern und Gehwegen könnten in den kommenden Tagen wieder schmelzen, hofft vergebens: Es soll noch kälter werden.

BundeslandNRW
Fläche4.435 Quadratkilometer
LageMittlerer Westen von Deutschland

Winter-Wetter in NRW: Schnee, Eis und klirrende Kälte

Während der Westen über glatte Straßen schlittert, dürften die Menschen andernorts in Deutschland bei Bildern zum Schneechaos in NRW und dem Blick aus dem Fenster verwundert den Kopf schütteln.

Denn während beispielsweise in Hamburg bei Temperaturen knapp unter null Grad nicht eine Schneeflocke vom Himmel fiel, ächzt ganz NRW aktuell unter Schnee, Eis und deutlich niedrigeren Temperaturen. Doch auch der Norden bleibt nicht gänzlich vom Schnee verschont. In Hamburg soll es am Dienstag so weit sein. Schon jetzt ist der Wind eisig.

Im Westen setzte schon am Sonntag der Eisregen vielen Städten ordentlich zu. Und auch zum Wochenanfang waren die Straßen vielerorts weiterhin spiegelglatt, Fensterscheiben vereist.

Das Wetter in Deutschland zeigt sich aktuell von ganz unterschiedlichen Seiten. Das Land durchzieht ein breiter Streifen aus Schnee und Eis. Vom Ruhrgebiet im Westen bis nach Berlin und Dresden im Osten zeigt sich der Winter von seiner härtesten Seite, mit viel Schnee und Eis. Im Norden ist es kalt, aber bisweilen schneefrei. Im Süden sind die Temperaturen milder.

Wetter/Kälte in NRW: Schnee und Eis bleiben über das Wochenende hinaus

Und so soll es auch die ganze Woche bleiben. Während im Süden Deutschlands weiterhin milde Temperaturen erwartet werden, sollen in NRW die Temperaturen noch einmal sinken. Von aktuell rund sechs Grad unter null, könnten die Temperaturen um weitere drei Grad sinken.

Am Dienstag soll es laut kachelmannwetter.de in Dortmund -9 Grad am Tag werden. Nachts könnten die Temperaturen auf bis zu -17 Grad fallen (mehr News aus dem Ruhrgebiet* auf RUHR24.de).

Die tiefsten Temperaturen werden in NRW Samstagnacht (13. Februar) erwartet: Minus 19 Grad könnten dann auf dem Thermometer stehen. Wenngleich der Deutsche Wetterdienst (dwd) in den kommenden Tagen nur noch leichten Schneefall für NRW erwartet, wird alles, was jetzt als Schnee und Eis auf den Straßen liegt dem Westen also mindestens bis zum Wochenende erhalten bleiben. Doch auch dann steigen die Temperaturen kaum über Null grad (mehr News aus NRW* auf RUHR24.de)

Kälte in NRW trifft auf wärmere Luft aus dem Süden: Schnee ist die Folge

Schuld an der klirrenden Kälte ist ein kräftiges Hoch über Nordeuropa, welches mit östlicher Strömung sehr kalte arktische Polarluft nach Deutschland* lenkt. Dass es der arktik-Luft gelingt, so weit in den Süden vorzustoßen, hängt mit einem Phänomen zusammen, welches in diesem Jahr besonders heftig ausfällt: dem Polarwirbel-Split.

Normalerweise bewegt sich der Luftwirbel in der Region über dem Nordpol. Kommt es wie in diesem Jahr aber zu einem „Ausbruch“, teilt sich laut dwd der Wirbel und kann sich wie jetzt Richtung Süden verlagern.

Trifft die kalte Luft aus dem Norden gleichzeitig auf warme Luft aus dem Süden und Südwesten wie es derzeit der Fall ist, kann das vor allem an den Fronten zu extremen Schneefällen führen. Aus diesem Grund fällt aktuell vor allem in der Grenzlage zwischen dem milden Süden und dem eisigen Norden viel Schnee. *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

Rubriklistenbild: © Matthias Bein/dpa