Insasse forderte Hubschrauber

JVA Münster: Täter stirbt bei Geiselnahme - Angestellte war in Lebensgefahr

Einsatzkräfte stehen nach der beendeten Geiselnahme auf dem Gelände der JVA Münster. Foto: Bernd Thissen/dpa
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Einsatzkräfte stehen nach der beendeten Geiselnahme auf dem Gelände der JVA Münster. Foto: Bernd Thissen/dpa

In der JVA Münster hat es am Freitagmorgen (16. Oktober) einen Polizei-Großeinsatz gegeben. Eine Geiselnahme steckte dahinter.

Update, Freitag (16. Oktober), 14.10 Uhr: Münster/NRW - Die Polizei Münster hat nun eine offizielle Pressemitteilung zu der Geiselnahme in der JVA Münster veröffentlicht. Demnach habe der Täter, ein 40-jähriger Insasse, gegen 6.20 Uhr eine 29-jährige Angestellte mit einem aus einer Rasierklinge gefertigten gefährlichen Gegenstand bedroht und die Frau als Geisel genommen.

JustizvollzugsanstaltJVA Münster
AnstaltsleitungCarsten Heim
Haftplätze600
Mitarbeiter270

Geiselnahme in der JVA Münster: Mann forderte Hubschrauber, um fliehen zu können

Der Mann forderte einen Hubschrauber, um aus der JVA zu fliehen. Die Polizei setzte Spezialeinheiten ein und nahm Kontakt mit dem Täter auf. Trotz intensiver Kommunikationsversuche sei es jedoch nicht gelungen, den 40-Jährigen von der Bedrohung abzubringen.

Bei den Verhandlungsversuchen bedrohte der Täter immer wieder seine Geisel mit dem gefährlichen Gegenstand auch im Bereich des Halses und kündigte an, sie zu töten. „Er machte dabei einen psychisch unberechenbaren Eindruck“, heißt es vonseiten der Polizei Münster.

Geiselnahme in der JVA Münster: Geisel war in lebensgefährlicher Situation

Aufgrund der lebensgefährlichen Situation für die Geisel erfolgte gegen 9.20 Uhr dann der Zugriff durch Kräfte der Spezialeinheiten. Die Beamten setzten dabei die Schusswaffe ein. Die Geisel konnte mit leichten Verletzungen am Hals befreit werden. Der Täter erlag noch vor Ort seinen Verletzungen durch den Schusswaffengebrauch.

In der JVA Münster hat es am Freitag eine Geiselnahme gegeben.

Die Polizei hat aus Neutralitätsgründen eine Ermittlungskommission beim Polizeipräsidium Dortmund eingerichtet, um die näheren Umstände des Zugriffs zu klären.

Update, Freitag (16. Oktober), 11.48Uhr: Mittlerweile gibt es mehr Informationen über den Häftling, der heute Morgen in der JVA Münster eine Geisel in seine Gewalt genommen hat.

Geiselnahme in der JVA Münster: Täter stand kurz vor der Entlassung

Der Insasse, der während des Einsatzes von der Polizei erschossen wurde, wäre in gut drei Wochen entlassen worden. Das sagte eine Sprecherin des Justizministeriums der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Die Entlassung des Deutschen war demnach für den 10. November vorgesehen. Laut Ministerium handelte es sich bei der Geisel um eine Bedienstete.

Update, Freitag (16. Oktober), 10.05 Uhr: Der Polizeieinsatz in der JVA Münster ist mittlerweile wieder beendet. Gegen 8 Uhr am Morgen ließen die Polizeibeamten die Gartenstraße in Münster wegen einer Geiselnahme weiträumig sperren. Wie die Polizei via Twitter mitteilte, soll ein Insasse in dem Gefängnis tatsächlich eine andere Person bedroht haben. Ob es sich dabei um einen anderen Häftling oder etwa einen Bediensteten handelte, ist bislang nicht bekannt.

Geiselnahme in der JVA Münster: Einsatz beendet - Täter kommt ums Leben

Um kurz vor 10 Uhr dann Entwarnung von den Einsatzkräften in Münster: Die Geisel konnte unverletzt befreit werden. Der Täter ist laut Polizeiangaben bei dem Einsatz jedoch ums Leben gekommen. Wie der Westfälische Anzeiger berichtet, soll die Polizei den mutmaßlichen Geiselnehmer erschossen haben. Eine Sprecherin des nordrhein-westfälischen Justizministeriums bestätigte dies. Weitere Infos sollen nun folgen.

Erstmeldung, Freitag (16. Oktober), 9.49 Uhr: Großer Polizeieinsatz am Morgen in der Justizvollzugsanstalt Münster. Der Grund: In dem Gefängnis soll es aktuell eine Geiselnahme geben. Laut Informationen der Bild soll ein Insasse eine oder sogar mehrere Personen in seiner Gewalt haben und sie bedrohen.