Angeklagter machte Fotos vom Toten

Iserlohn: Grausame Messerattacke auf offener Straße - Mann betrachtete Frau als sein Eigentum

Im August 2019 kam es am Bahnhof in Iserlohn zu einem brutalen Messerangriff, bei der zwei Menschen getötet wurden. Heute (11. Februar) beginnt der Prozess in Hagen.

  • Im August 2019 soll ein Mann in Iserlohn zwei Menschen auf offener Straße erstochen haben. 
  • Bei den Opfern handelte es sich um die von dem Angeklagten getrennt lebende Frau und ihren neuen Lebensgefährten. 
  • Heute (11. Februar) beginnt für den mutmaßlichen Täter in Hagen der Prozess.

Iserlohn - Im August 2019 kam es in Iserlohn zu der Tat, die schockierte. Ein 43-Jähriger soll auf seine von ihm getrennt lebende Ehefrau und ihren neuen Lebensgefährten eingestochen und sie getötet haben. Dann habe er von dem Mann, der im Sterben lag Fotos gemacht und diese verschickt. 

Nach Messerstecherei in Iserlohn: Anklage wegen zweifachen Mordes 

Am Schwurgericht in Hagen beginnt heute (11. Februar) der Prozess um die tödliche Messerattacke in Iserlohn. Dem Angeklagten wird zweifacher Mord vorgeworfen. 

Die Tat in Iserlohn sorgte im August 2019 bundesweit für Aufsehen. Am Mittag des 17. August kam die erste Meldung der Polizei. Darin hieß es, dass es in der Iserlohner Innenstadt, am Bahnhof, eine Auseinandersetzung gegeben habe. Bei einemMesserangriff sollen demnach zwei Menschen gestorben sein.

Schon zu diesem Zeitpunkt ging die Polizei von einer Beziehungstat aus, wusste aber nicht in welchem Verhältnis der mutmaßliche Täter zu den Opfern tatsächlich stand. Das klärte sich jedoch schnell auf, wodurch sich auch die Annahme der Beziehungstat bestätigte. 

Messerstecherei in Iserlohn: Erst stach er auf sie ein, dann machte er Fotos 

Bei der 32-jährigen Frau, die der heute 44-jährige Angeklagte, erstochen haben soll, handelt es sich um seine Ehefrau, die jedoch getrennt von ihm lebte. Sie war zum Tatzeitpunkt mit ihrem neuen Lebensgefährten unterwegs, dem 23-Jährigen, der das zweite Opfer war.

Der mutmaßliche Angeklagte aus Bergisch-Gladbach soll die beiden zunächst auf offener Straße in Iserlohn erstochen haben und daraufhin Fotos von dem im Sterben liegenden 23-Jährigen gemacht haben. Die habe er daraufhin verschickt. Beim Eintreffen der Polizei habe der Tatverdächtige Kosovare am Boden gesessen und sich ohne Widerstand von der Polizei festnehmen lassen. Der Mann soll seine Frau als sein Eigentum betrachtet haben und dann beschlossen haben, sie zu töten.

Hagen: Prozess nach Messerattacke in Iserlohn beginnt 

Bei der Tat soll die 32-jährige Frau zudem noch ihre zwei Monate alte Tochter dabei gehabt haben. Es ist das gemeinsame Kind mit dem Angeklagten. Das Mädchen blieb bei der Messerstecherei unverletzt. 

Kurze Zeit nach der Tat gestand der Mann. Nun ist er wegen zweifachen Mordes angeklagt und hat sich vor Gericht zu verantworten. Knapp sechs Monate nach der Messerstecherei beginnt für ihn heute der Prozess vor dem Hagener Schwurgericht.

Im März kam es in Hagen zu einer Strafanzeige gegen eine Frau. Sie attackierte ihren Ex-Mann. Und das, weil er mit seiner neuen Lebenspartnerin zusammen war. mit dpa-Material

Rubriklistenbild: © Markus Klümper / dpa

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