Fund an einer Tankstelle

Tierquälerei: Polizei in NRW rettet Hunde dank Zeugin aus Transporter

Zeugin hilft Polizei einen illegalen Hundetransport in Leverkusen aufzudecken.
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Zeugin hilft Polizei einen illegalen Hundetransport in Leverkusen aufzudecken.

Dank einer Zeugin konnte die Polizei in NRW einen Hundetransport in Leverkusen aufdecken. Die Tiere waren in enge und vollgekotete Käfige eingesperrt. 

  • Die Polizei Köln rettet insgesamt 25 Hunde aus einem Kleintransporter in Leverkusen
  • Zwei Männer transportierten die Hunde in kleinen Käfigen unter übelsten Bedingungen. 
  • Eine aufmerksame Zeugin brachte die Beamten auf die Spur der Tierquälerei

Leverkusen - Mit einer Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz müssen sich jetzt zwei Männer (48 und 56 Jahre) aus Bulgarien auseinandersetzen. Sie haben am Samstag (25. April) insgesamt 25 Hunde in einem Kleintransporter unter übelsten Bedingungen transportiert. 

Tierquälerei in Leverkusen: Männer transportieren 25 Hunde in kleinen Käfigen von Bulgarien aus 

Eine Zeugin hatte die Polizei Köln (alle Artikel im Ressort NRW von RUHR24.de) gerufen. Sie hatte einen weißen Kleintransporter beobachtet, in dem zahlreiche Hunde in Käfigen saßen. Nach Informationen der Polizei habe diese einen sehr warmen und stark nach Exkrementen riechenden Laderaum vorgefunden. 

Zeugin hilft Polizei einen illegalen Hundetransport in Leverkusen aufzudecken.

In diesem Laderaum seien zahlreiche Hunde in teils viel zu kleinen Käfigen gewesen. Die Hunde haben sehr verstört gewirkt. Die Polizei zog bei dieser Tierquälerei das Veterinäramt Leverkusen hinzu. 

Leverkusen: Männer arbeiten angeblich für ehrenamtlichen Verein - Hunde sollten in die Niederlande 

Tierausweise, die Herkunfts- und Impfbescheinigungen sowie die Transportgenehmigungen aus Bulgarien legten die Männer nach anfänglichen Kommunikationsschwierigkeiten aufgrund fehlender Sprachkenntnisse vor. 

Sie gaben an, für einen ehrenamtlichen Verein in Bulgarien zu arbeiten, der angeblich Straßenhunde an interessierte Privatpersonen verschenken würde. 

Das von den Beamten hinzugezogene Veterinäramt stellte die 25 Hunde sicher. Jedes Tier wurde in einem Tierheim rund um Leverkusen untergebracht. Schon im vergangenen Jahr konnte die Polizei illegale Hundetransporte aufdecken. 

Polizei deckt immer wieder illegale Hundetransporter auf - auch rund um Dortmund 

Im August 2019 fanden Polizeibeamte in der Nordstadt in Dortmund verwahrlost Hundewelpen. Auch in diesem Fall gab eine Zeugin den Hinweis. Im Juli 2019 stoppte die Polizei einen Welpen-Transport auf der A1 bei Dortmund, in dem die Hunde teils bis zu 20 Stunden ohne Wasser und Futter ausharren mussten.  

Tierquälerei in Leverkusen: Hunde frei - Männer gegen Sicherheitsleistung auch 

Aufgrund der Strafanzeige wegen des Verdachts des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz mussten die beiden Fahrer vor ihrer Entlassung eine sogenannte Sicherheitsleistung zahlen. 

"Die tritt immer dann in Kraft, wenn ausländische Fahrer gegen Gesetze verstoßen. In vielen Fällen wäre eine direkte Festnahme nicht gerechtfertigt", so ein Sprecher der Polizei Köln gegenüber RUHR24. 

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