Ist Einkaufen möglich?

Einkaufen in Holland? Welche Corona-Regeln beim Shopping-Trip in die Niederlande gelten

Einkaufen in Holland: Besonders für viele Menschen aus NRW ist das ein lieb gewonnenes Vergnügen. In Corona-Zeiten ist allerdings alles anders. Aber es ist möglich.

Dortmund/Amsterdam – Zum Einkaufen über die Grenze nach Holland: Für viele Menschen aus NRW ist das an den Wochenenden oder an Feiertagen in Deutschland Tradition. Venlo, Roermond, Winterswijk – die Liste der grenznahen Shopping-Gelegenheiten ist lang. Doch in Corona-Zeiten gelten andere Regeln.

LandNiederlande
Einwohner17,28 Millionen (2019)
HauptstadtAmsterdam

Einkaufen in Holland: Shoppen ist trotz Corona möglich

Denn wie auch in Deutschland ist das öffentliche Leben in den Niederlanden (Stand Mitte Februar) massiv eingeschränkt. An Shopping in Modegeschäften ist derzeit nicht wirklich zu denken.

Einkaufen kann man in den Niederlanden derzeit lediglich in Geschäften für lebensnotwendige Dinge. Dazu gehören etwa:

  • Supermärkte,
  • Drogerien,
  • Apotheken,
  • Optiker,
  • Reparatur- und Wartungswerkstätten (Baumärkte nur Abholung).

Wer also gerne in niederländischen Supermärkten einkauft, der hat dazu theoretisch die Gelegenheit – unter bestimmten Bedingungen. Die Grenzen sind offen. In Venlo ist vielen NRW-Besuchern etwa der Supermarkt „2 Brüder“ bekannt.

Einkaufen in Holland ohne Quarantäne: NRW-Nachbarland bietet 24-Stunden-Regelung

Und tatsächlich: Laut aktuellen Bestimmungen ist dort ein Besuch aus Deutschland ohne Quarantäne möglich. Wer innerhalb von 24 Stunden aus den Niederlanden nach Deutschland zurückkehrt, braucht keine Maßnahmen zu ergreifen. Das Unternehmen wirbt mit der Ausnahme in der Corona-Einreiseverordnung von NRW sogar auf seiner Homepage.

Nach der nordrhein-westfälischen Einreiseverordnung sind grenzüberschreitende Kurzaufenthalte bis zu 24 Stunden ohne Testpflicht erlaubt. Das gilt im Übrigen auch für Kurzaufenthalte in Belgien und Luxemburg. Alles über 24-Stunden-Aufenthalte hinaus – etwa ein mehrtägiger Urlaub in Holland – erfordert eine mehrtägige Quarantäne.

„Kleiner Grenzverkehr“ zu NRW: 24-Stunden-Aufenhalt ohne Quarantäne in den Niederlanden möglich

In den Niederlanden gibt es zwar keine Zeitbegrenzung für den „kleinen Grenzverkehr“, doch innerhalb einer 30-Kilometer-Zone gilt weiterhin Reisefreiheit ohne Testpflicht. Bei Symptomen einer Covid-19-Erkrankung gilt diese Ausnahme selbstverständlich nicht.

Von der Testpflicht befreit sind Reisende mit Auto, Motorrad oder Fahrrad sowie Fußgänger. Für den öffentlichen Nahverkehr besteht ebenfalls keine Testpflicht. Bei Zug- oder Busreisen gilt die Testpflicht nur dann, wenn die Reise weiter als 30 Kilometer in das Landesinnere der Niederlande führt (hier mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de lesen).

Maastricht, Venlo oder Arnheim: NRW-Grenzstädte können für 24 Stunden besucht werden

Fahrten in Grenzstädte wie Maastricht, Venlo oder Arnheim sind damit möglich, teilt die NRW-Landesregierung mit. Grundsätzlich keiner Testpflicht unterliegen zudem Grenzpendler zur Arbeit oder zum Studium, ebenso wenig wie zum Beispiel Lkw-Fahrer.

Zu beachten gilt, dass in holländischen Supermärkten allerdings die Pflicht zum Tragen einer Maske herrscht. Restaurants sind in den Niederlanden derzeit geschlossen – auch solche, die sich in geöffneten Supermärkten befinden.

Shopping in Holland: Mit „Click & Collect“ ist selbst das in Corona-Zeiten möglich

Mit den oben genannten Beschränkungen ist „normales“ Shoppen in Modeboutiquen in den Niederlanden also genauso schlecht möglich, wie derzeit in Deutschland.

Doch es gibt ein kleines Schlupfloch: den Click & Collect Service. Seit dem 10. Februar bieten ihn auch niederländische Shopping-Center an, wie jenes in Roermond. Kunden können virtuell einkaufen, sich sogar per Video beraten lassen und die Ware dann vor Ort im Shop im Roermond an einem vereinbarten Termin abholen.

Welches Geschäft „Click & Collect“ anbietet, lässt sich im Einzelfall über die jeweilige Homepage herausfinden. Grundsätzlich gilt aber derzeit bei allen Schlupflöchern wohl: Wer nicht unbedingt verreisen muss, der sollte zu Hause bleiben. Und „Click & Collect“ bieten auch viele heimische Händler vor der Haustür an.

Rubriklistenbild: © Daniel Naupold/dpa

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