Stufenplan greift

NRW-Nachbar Holland streicht fast alle Corona-Regeln

Seit dem 26. Juni haben die Niederlande ihre Corona-Regeln massiv gelockert. Urlauber aus NRW dürfte das angesichts der Sommerferien freuen.

Den Haag/Dortmund – Kurz vor dem Start der NRW-Sommerferien lässt Holland fast alle Corona-Regeln fallen. Zwar breitet sich auch dort die Delta-Mutation des Coronavirus aus, doch die Regierung folgt nach wie vor strikt ihrem seit Monaten feststehenden Öffnungsplan, der am 26. Juni in die vierte Phase gegangen ist.

LandNiederlande
RegierungssitzDen Haag
HauptstadtAmsterdam

Corona-Regeln in Holland aktuell: Seit dem 26. Juni viele Lockerungen im NRW-Nachbarland

Diese Öffnungsphase setzt im Prinzip auf eine Basis-Regel: Wo immer es geht, wird 1,5 Meter Abstand zu anderen Menschen gehalten. Doch ganz so einfach ist es dann doch nicht. So gibt es an manchen Stellen noch die Maskenpflicht. Und zwar:

  • Im öffentlichen Personenverkehr,
  • an Bahnhöfen und Flughäfen,
  • an weiterführenden Schulen.

Damit gilt etwa in Supermärkten und anderen Geschäften sowie in der Gastronomie keine Maskenpflicht mehr. In geschlossenen Räumen gibt es beim NRW-Nachbarn aber, je nach Größe der Fläche, eine maximale Besucheranzahl.

Doch auch davon gibt es eine Ausnahme. Erbringen Besucher den Nachweis, dass sie geimpft, getestet oder genesen sind, dürfen Innen- und Außenräume sogar zu 100 Prozent ausgelastet werden. Die Niederländer nennen diesen Nachweis „Corona-Ticket“.

NRW-Nachbarn Niederlande setzen auf „Corona-Ticket“ für Festivals, Discos und Nachtclubs

Das Ticket muss zum Beispiel auch auf Festivals oder in Discos und Nachtclubs vorgezeigt werden. Deutsche Urlauber können ihren Impfnachweis oder einen maximal 40 Stunden alten negativen Corona-Test vorzeigen.

Für Events und Freizeit-Locations gilt seit dem 26. Juni in Holland: (Fast) alles ist erlaubt. Innen- und Außenbereiche öffnen wieder zu den regulären Zeiten. Es gibt keine maximale Personenanzahl an Tischen mehr. Doch es gelten dennoch eine ganze Reihe von Bedingungen:

  • Feste Sitzplätze, etwa in Theatern, Bars, Cafés oder Restaurants, müssen einen Abstand von 1,5 Meter haben,
  • Besucher müssen vor Ort Kontaktdaten hinterlassen.

Verlangen ein Bar- oder Restaurantbetreiber das „Corona-Ticket“, dürfen sie ihre Lokalität aber ohne die 1,5-Meter-Abstand-Regel öffnen.

Holland: Corona-Regel für Alkohol aufgehoben – doch Rabatte sind beim NRW-Nachbarn verboten

Seit dem 26. Juni ist auch das Verbot des Verkaufs von Alkohol ab 22 Uhr in den Niederlanden erloschen. Das gilt auch für den Verzehr von Alkohol im öffentlichen Raum. Dafür allerdings greift ab dem 1. Juli das neue „Alkohol-Gesetz“ in Holland, das im Wesentlichen Rabatt-Aktionen für alkoholische Getränke verbietet.

Ebenfalls weggefallen ist seit dem 26. Juni die Begrenzung der Menschen, die drinnen und draußen zusammenkommen dürfen. Anders als in anderen europäischen Ländern ist der Anteil der Delta-Variante* in den Niederlanden aktuell noch relativ gering, wie wa.de* berichtet.

In Holland – etwa hier in Amsterdam – ist in Sachen Corona fast alles wieder möglich. Aber nur fast.

Ab dem 30. Juni gehen die Niederlande bei ihren Corona-Öffnungen sogar noch einen Schritt weiter. Veranstaltungen dürfen dann mit 100 Prozent der Besucherkapazität stattfinden. Allerdings müssen Besucher dafür das besagte „Corona-Ticket“ vorweisen, also eine vollständige Impfung oder einen negativen Test. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, erlaubt die niederländische Regierung sogar den Wegfall der 1,5-Meter-Abstand-Regel (hier weitere Corona-News aus NRW bei RUHR24 lesen). *wa.de ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Martin Meissner/dpa

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