Maßnahmen gegen Covid-19

Wichtige Corona-Regel in Holland abgeschafft – „Eintrittskarten-System“ kommt

Die Niederlande lockern wieder ihre Corona-Zügel. Eine wichtige Regel fällt erstmals weg. Und es folgen weitere Lockerungen beim NRW-Nachbarn.

Dortmund/Den Haag – Mit sinkender Zahl von Corona-Fällen will Holland wieder die Regeln lockern. Das Nachbarland von NRW plant, ab dem 20. September die 1,5-Meter-Regel abzuschaffen. Bereits ab dem 30. August gilt diese Maßnahme an den Universitäten nicht mehr. Heißt: Abstand zu Mitmenschen ist nicht mehr vorgeschrieben.

LandNiederlande
Corona-Inzidenz103,3 (Stand 16. August)
Impfquote59,8 Prozent (vollständig)

Holland: Viele Corona-Regeln werden wegen sinkender Zahlen wieder abgeschafft

Grund für diese Lockerung sind die seit Tagen sinkenden Corona-Zahlen sowie die niedrige Zahl an Krankenhauseinweisungen in Holland. Zudem wurden in den Niederlanden (Stand 16. August) 21 Millionen Erst- und Zweit-Impfungen gegen das Coronavirus verabreicht. Das Land hat rund 17 Millionen Einwohner.

Aktuell, so schätzt es die niederländische Regierung, haben nur noch 1,8 Millionen Niederländer keinen Schutz vor dem Virus, weil sie entweder keine Impfung haben oder keine Krankheit durchstanden haben.

Niederlande: NRW-Nachbar will 1,5-Meter-Regel ab dem 20. September abschaffen

Neben der 1,5-Meter-Regel sollen ab dem 20. September viele weitere Corona-Regeln in den Niederlanden fallen. Welche das sind, darüber will die Regierung am 17. September entscheiden – zwei Tage, bevor die aktuellen Regeln auslaufen.

Bis dahin müssen Gäste von Restaurants, Bars und Cafés fest zugewiesene Sitzplätze einnehmen, sich vor Ort registrieren und die Lokale um 12 Uhr verlassen. Nachtclubs und ähnliche Lokale bleiben weiterhin geschlossen. Normal geöffnet bleiben weiterhin alle Supermärkte, Geschäfte sowie Kultur- und Freizeiteinrichtungen.

Masken in Holland: Pflicht nur an bestimmten Orten im NRW-Nachbarland

Die Maske ist weiterhin in öffentlichen Verkehrsmitteln und anderen Personentransporten, in Flugzeugen, auf Flughäfen und in weiterführenden Schulen Pflicht. Ansonsten gilt keine Maskenpflicht in den Niederlanden. Eigentümer von Geschäften und anderen Einrichtungen können allerdings selbst entscheiden, ob sie freiwillig in Innenräumen Maske vorschreiben (hier weitere News aus Holland bei RUHR24 lesen).

Auch in Sachen Einreise in die Niederlande hat sich für Deutsche nichts (Stand 16. August) geändert. Solange Deutschland auf der Liste der sicheren Länder ist, braucht man bei der Einreise keinerlei Nachweise – also keine Impfung und auch keinen negativen Test. Die Niederlande zeigen online in einer Karte genau an, welche Länder als sicher gelten und welche nicht. Deutschland gilt als sicher.

Einreise nach Holland: Quarantäne nicht mehr nötig – auch Test und Impfung nicht

Auch eine Quarantäne ist aktuell für Deutsche bei der Einreise nach Holland nicht nötig. Es wird jedoch sicherheitshalber empfohlen, vorab freiwillig einen Test zu machen – auch wenn man keine Symptome hat, die auf das Coronavirus schließen lassen.

1,5 Meter Corona-Abstand? Soll es in Holland ab dem 20. September nicht mehr geben.

Aber: Für die Rückreise aus Holland nach Deutschland gilt seit dem 1. August eine sogenannte Nachweispflicht. Reisende ab 12 Jahren müssen einen Impfnachweis oder einen negativen Corona-Test (72 Stunden alter PCR- oder 48 Stunden alter Antigen-Schnelltest) mitführen, sobald sie die Grenze passieren. Das gilt im Übrigen auch für die Einreise nach Deutschland aus allen anderen Ländern der Welt – unabhängig von der örtlichen Inzidenz.

Rückreise von Holland nach Deutschland: Impfung oder Test nötig

Apropos Corona-Test: Ein solcher wird in Holland ab dem 20. September enorm wichtig. Dann nämlich soll ein Coronavirus-Eintrittskartensystem in Restaurants, Cafés, Bars, Veranstaltungen (wie Festivals und Sportveranstaltungen mit Zuschauern) und kulturellen Einrichtungen (wie Kinos und Theatern) mit mehr als 75 Personen greifen.

Wer einen der oben genannten Orte besucht, muss dann seine „Eintrittskarte“ vorweisen, also einen Impfnachweis oder einen negativen Corona-Test. Das gilt dann sowohl im Innen- als auch im Außenbereich, unabhängig davon, ob Gäste einen zugewiesenen Sitzplatz haben. Dieses Eintrittskartensystem soll dann idealerweise am 1. November aufgehoben werden, sollten die Infektionszahlen dies erlauben. Schon jetzt gilt diese Regelung für Veranstaltungen.

Rubriklistenbild: © Peter Dejong/AP/dpa, Bart Maat/ANP/dpa; Collage: RUHR24

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