Angespannte Lage im Kreis Heinsberg

Damm in NRW gebrochen: Ganzer Ort teilweise geflutet – hunderte Menschen evakuiert

Unwetter in Nordrhein-Westfalen
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In NRW ist ein Damm der Rur gebrochen. Hunderte Menschen mussten evakuiert werden.

Die Hochwasser-Lage in NRW ist vielerorts noch immer dramatisch. Im Kreis Heinsberg ist ein Damm der Rur gebrochen. Ein Ortsteil wurde evakuiert.

Kreis Heinsberg – Der starke Regen und das damit verbundene Unwetter in NRW sind weiter gezogen. Doch in weiten Teilen des Landes sorgt Hochwasser noch immer für Verwüstung. Am Freitag (16. Juli) konnte der Damm eines Flusses, der durch Nordrhein-Westfalen fließt, den Wassermassen nicht mehr Stand halten.

Damm im Kreis Heinsberg (NRW) gebrochen: Hunderte Anwohner evakuiert

Wie die Bezirksregierung Köln am späten Freitagabend mitteilte, ist der Rur-Damm im Kreis Heinsberg aufgrund des anhaltenden Hochwassers gebrochen. Der Damm verlief durch Ophoven, einem kleinen Ortsteil der Stadt Wassenberg in NRW. Die Folge: Der Stadtteil mit seinen rund 700 Einwohnern musste umgehend evakuiert werden.

Für zwei weitere Stadtteile – Effeld und Steinkirchen – gab es in der Nacht weiter eine Vorwarnung, dass es auch dort zur Evakuierung kommen könnte. „Insgesamt stagnieren die dortigen Wasserpegel derzeit“, teilte die Stadt Wassenberg am Samstagmorgen (17. Juli) mit.

Die Lage sei nach dem Dammbruch der Rur in Wassenberg aber nach wie vor angespannt. Wie groß die entstandenen Schäden durch die Überflutung sind, sei derzeit noch unklar. Laut den Angaben der Feuerwehr stehe der Stadtteil Ophoven jedoch teilweise unter Wasser. Für Bürger sei es nach wie vor gefährlich, sich den dem Gebiet aufzuhalten.

Rur-Damm in NRW gebrochen: Noch keine Entwarnung – Fehler in den Niederlanden?

Die Rur hat ihre Quelle in der Eifel (Rheinland-Pfalz) und mündet bei Roermond in den Niederlanden in die Maas. Laut einem Bericht des WDR sieht Wassenbergs Bürgermeister Marcel Maurer (CDU) einen möglichen Grund für den Dammbruch auf niederländischer Seite.

Dort seien Schleusenklappen geschlossen worden, sodass es zum Rückstau der Wassermassen gekommen sei. Maurer wolle nun Kontakt zu den Verantwortlichen in Holland aufnehmen.