Video aufgetaucht

RTL-Reporterin sorgt für Eklat in Hochwasser-Gebiet – Statement nach „schwerwiegendem Fehler“

Das Hochwasser in NRW hat viele Existenzen zerstört. Eine Berichterstattung von RTL sorgt für einen Skandal. Nun hat sich die betroffene Reporterin zu Wort gemeldet.

Update, Freitag (23. Juli), 7.31 Uhr: Nach dem verstörenden Video, das eine RTL-Reporterin zeigt, wie sie sich in einem Hochwasser-Gebiet in NRW mit Matsch beschmiert, meldet sich die inzwischen von ihrem Sender beurlaubte RTL-Journalistin nun selbst zu Wort.

Hochwasser-Skandal: RTL-Reporterin Susanna Ohlen meldet sich zu Wort

Via Instagram erklärt sie, warum sie sich mit Dreck beschmierte und dann für eine Schalte zur Sendung „Guten Morgen, Deutschland“ vor die Kamera trat: „Nachdem ich an den vorherigen Tagen bereits privat in der Region geholfen hatte, habe ich mich vor den anderen Hilfskräften an diesem Morgen geschämt, in sauberem Oberteil vor der Kamera zu stehen. Daraufhin habe ich mir, ohne zu überlegen, Schlamm auf meine Kleidung geschmiert.

RTL-Reporterin Susanna Ohlen bereut ihr Verhalten während einer Live-Schalte.

Susanna Ohlen, so heißt die Reporterin, gibt zu, dass ihr dieser „schwerwiegende Fehler“ niemals hätte passieren dürfen und fügt an: „Als Mensch, dem das Leid aller Betroffenen zu Herzen geht, ist es mir passiert. Ich bitte um Verzeihung.“

RTL-Reporterin schmiert sich in NRW-Hochwassergebiet mit Matsch ein

Erstmeldung, Donnerstag (22. Juli), 22.58 Uhr: Bad Münstereifel/NRW – Auf die Hochwasser-Katastrophe in NRW folgten langwierige Aufräumarbeiten in den betroffenen Regionen. Unter anderem der Fernsehsender RTL berichtete direkt aus Bad Münstereifel und kündigte „schockierende Aufnahmen“ an. Doch eine Reporterin stellte die Lage verzerrt dar.

Skandal bei Hochwasser-Bericht: NRW-Reporterin täuscht Hilfe vor

Die Journalistin Susanna Ohlen (39) aus Köln war für RTL live vor Ort und berichtete mit einem schlammverschmierten Gesicht. Hatte die Reporterin kurz vor der Aufnahme noch selbst bei den Aufräumarbeiten angepackt? Dieser Eindruck könnte bei den Bildern, die unter anderem in der Sendung „Guten Morgen Deutschland“ gezeigt wurden, entstehen.

Ohlen schilderte das Leid der Menschen vor Ort und rief die Zuschauer von RTL laut Bild sogar dazu auf, selbst tätig zu werden. Allerdings ist nun ein pikantes Privatvideo auf sozialen Medien wie Twitter und Youtube aufgetaucht.

Reporterin faked Bericht bei Hochwasser: RTL reagiert drastisch

Darauf zu sehen sind das Kamerateam und eben auch Susanna Ohlen in Bad Münstereifel. An einer Stelle des Clips bückt die Journalistin sich und greift in eine Pfütze vor ihr. Daraufhin verteilt sie das dreckige Wasser in ihrem Gesicht. Hat die Reporterin sich für die TV-Bilder absichtlich schmutzig gemacht, um betroffen zu wirken? Dieser Vorwurf steht aktuell im Raum.

RTL wolle den Vorwürfen intern weiter auf den Grund gehen. „Das Vorgehen unserer Reporterin widerspricht eindeutig journalistischen Grundsätzen und unseren eigenen Standards“, heißt es auf Nachfrage von Bild. Bis die Vorwürfe geklärt sich, greift der Sender zu einer drastischen Maßnahme. „Wir haben sie daher direkt am Montag, nachdem wir davon erfahren haben, beurlaubt“, heißt es weiter.

Rubriklistenbild: © Julia Cebella, Henning Kaiser/dpa; Collage: RUHR24