Viele Urlaubsorte sind Risikogebiet

Herbstferien 2020 in NRW: Immer mehr Corona-Risikogebiete in beliebten Urlaubsregionen

Bald starten in NRW die Herbstferien. Aber immer mehr Regionen werden zu Risikogebieten erklärt – wo Urlaub trotz Corona noch möglich ist.

Update, Mittwoch (23. September), 21.15 Uhr: Die Bundesregierung hat heute weitere Regionen in Europa zu Corona-Risikogebieten erklärt. Darunter auch beliebte Ferienregionen in Dänemark, Frankreich und den Niederlanden.

Herbstferien 2020: Weitere Urlaubsregionen der EU wegen Corona zu Risikogebieten erklärt

Betroffen von der Warnung der Bundesregierung sind diese Regionen in Europa:

  • Dänemark: Hovedstaden
  • Frankreich: Bretagne, Centre-Val de Loire, Normandie
  • Irland: Dublin
  • Kroatien: Lika-Senj
  • Niederlande: Utrecht
  • Österreich: Vorarlberg 
  • Portugal: Lissabon
  • Rumänien: Covasna
  • Slowenien: Primorsko-notranjska
  • Tschechien: gesamtes Land – Ausnahme: Region Aussiger und Mährisch-Schlesien
  • Ungarn: Györ-Moson-Sopron

Coronavirus und Herbstferien in NRW: Wo der Urlaub 2020 jetzt noch möglich ist 

Erstmeldung, Dienstag (22. September): Die Herbstferien in NRW stehen vor der Tür. Nur noch knapp drei Wochen, dann wollen viele Menschen zwischen Rhein und Weser in den Urlaub fahren – eigentlich. Wenn nicht plötzlich viele beliebte Urlaubsregionen zu Risikogebieten erklärt worden wären. Und wieder einmal könnten die steigenden Coronavirus-Fallzahlen Urlaubshungrigen einen Strich durch die Rechnung machen.

RisikogebietEinstufung durch die Bundesregierung
Kriteriummehr als 50 Neuinfizierte pro 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen
Vorgaben für ReisendeRückkehrer unterliegen den Quarantäneverordnungen der Bundesländer

Coronavirus macht Urlaub in den Herbstferien in NRW schwierig

Einige erwischte es bereits in den vergangenen Tagen hart: Wer Urlaub in Holland oder Wien machte, fand sich plötzlich in einem Corona-Risikogebiet wieder. Grund dafür ist eine besorgniserregende Entwicklung, die derzeit viele Nachbarländer Deutschlands erfasst: Ob in Frankreich, Spanien, Österreich oder Holland - überall steigen zumindest in einzelnen Regionen die Corona-Infektionszahlen wieder stark an.

Auch manche Städte und Regionen in Deutschland sind von der Entwicklung nicht ausgenommen. Zuletzt meldete Hamm dramatisch steigende Infektionszahlen. Doch noch wird von einem erneuten Lockdown in Deutschland abgesehen (mehr Nachrichten aus NRW auf RUHR24.de). 

Corona: Reisen ins Ausland in den Herbstferien in NRW nicht überall möglich

Wer jedoch aus einem Risikogebiet zurückkehrt, den ereilt ein Schicksal, welches einem Lockdown nahe kommt: Nach der Rückkehr aus einem Risikogebiet müssen Reisende in Quarantäne. Zumindest, bis sie ein negatives Testergebnis vorweisen können. Auch, wenn der Urlaubsort erst während des Aufenthalts vor Ort zum Risikogebiet erklärt wurde, wie auch der WA berichtet. 

Spanien wurde komplett zum Risikogebiet erklärt. Auch ein Urlaub auf Mallorca ist nicht mehr drin.

Herbstferien in NRW: Diese Corona-Risikogebiete bestehen bereits

Aktuell stuft das Robert-Koch-Institut (RKI) folgende Länder oder Regionen rund um Deutschland als Risikogebiet ein:

  • Spanien wurde komplett zum Risikogebiet erklärt, auch die Kanarischen Inseln.
  • Die Türkei ist in Gänze zum Risikogebiet erklärt worden.
  • Frankreich: Viele Regionen, von der Region Hauts-de-France im Norden des Landes über die Region Île-de-France zu der auch Paris gehört, sowie die Côte d'Azur, Provence-Alpes-Côte d’Azur, Occitanie, Nouvelle-Aquitaine, Auvergne-Rhone-Alpes und die Insel Korsika sind als Risikogebiet eingestuft.
  • Kroatien: Brod-Posavina und Virovitica-Podravina, Šibenik-Knin, Split-Dalmatien, Zadar, Dubrovnik-Neretva, Požega-Slawonien, Brod-Posavina und Virovitica-Podravina sind zur Zeit Risikogebiete.
  • Niederlande: Nordholland (Noord-Holland) und Südholland (Zuid-Holland) und St. Maarten sind Risikogebiete.
  • Belgien: Die Hauptstadt Brüssel ist derzeit Risikogebiet.
  • Österreich: Wien
  • Schweiz: Freiburg (Fribourg), Genf und Waadt.
  • Tschechien: Středočeský und Prag.
  • Ungarn: Die Hauptstadt Budapest gilt als Risikogebiet.
  • Bulgarien: Blagoevgrad ist Risikogebiet.

Die Liste umfasst nur Länder in der weiteren Nachbarschaft zu Deutschland. Insbesondere weltweit listet das RKI viele weitere Länder als erklärte Risikogebiete auf. 

Herbstferien NRW: Hier könnt ihr trotz Corona noch Urlaub machen

Doch in welche Regionen der europäischen Nachbarstaaten von Deutschland können wir überhaupt noch reisen? Die gute Nachricht, wer Sonne, Strand und Meer sucht, hat noch genügend Auswahl: Italien, Portugal und auch Griechenland gelten (noch) nicht als Risikogebiete

Auch Großbritannien, Irland, Dänemark, Norwegen, Finnland oder sogar Schweden dürfen bereist werden. Im Osten warten Polen, die Slowakei oder Slowenien, Lettland, Litauen oder Estland mit großartigen Landschaften und vielen Küstenkilometern an der Ostsee auf Urlauber.

Dennoch gilt wie auch schon vor den Oster- und Sommerferien: Welches Land Risikogebiet ist, hängt von den sich täglich ändernden Corona-Infektionszahlen ab. Urlauber sollten sich daher immer direkt vor Abreise beim Auswärtigen Amt oder beim RKI über die aktuelle Situation an ihrem Reiseziel informieren.

Rubriklistenbild: © Philipp von Ditfurth/dpa

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