Zu Gast bei Maischberger

Ist Helge Schneider ein Querdenker? NRW-Komiker überrascht mit Aussagen in ARD-Talk

Helge Schneider hat mit einem Konzert-Abbruch im Juli für Aufsehen gesorgt. Lehnt die Entertainer-Legende aus dem Ruhrgebiet Corona-Maßnahmen ab und ist womöglich sogar ein Querdenker?

Dortmund – „Let‘s lach“ war eigentlich das Motto eines Konzerts von Helge Schneider in Augsburg Ende Juli. Doch der Name war nicht Programm. Der Komiker aus dem Ruhrgebiet war auf der Bühne sichtlich frustriert über das Veranstaltungskonzept. Das Publikum saß in voneinander abgetrennten Strandkörben und zwischen den Reihen liefen Kellner umher. Der Entertainer zog die Reißleine.

KomikerHelge Schneider
Geboren30. August 1955 (Alter 66 Jahre), Mülheim an der Ruhr
DurchbruchLive-Performance von Katzeklo bei Wetten, dass..? (1994)

Helge Schneider bricht Konzert ab – Komiker-Legende aus NRW schimpft über „dummes System“

Kurzerhand brach Helge Schneider das Konzert ab. Das System bezeichnete er als „fadenscheinig und dumm“. In einem später veröffentlichtem Video zu dem Vorfall sagte der gebürtige Mülheimer, dass er bei dem Auftritt keinerlei Kontakt zum Publikum habe herstellen können.

Auch die Gastronomie hätte den Abend „massiv gestört“. Während des Konzerts habe er lange gar nicht begriffen, dass es sich bei den vor seiner Bühne laufenden Menschen um Kellner handelte. Die Komiker-Legende aus Nordrhein-Westfalen dachte zunächst an lauter Zuspätkommende.

Helge Schneider ein Querdenker? Entertainer distanziert sich von der Szene

Der Abbruch sorgte für Aufsehen. In den sozialen Netzwerken wurde schnell spekuliert, ob Helge Schneider ein grundsätzliches Problem mit den Corona-Maßnahmen habe. Immerhin wäre er nicht der erste Prominente, der dahingehend aufgefallen wäre. Popsängerin Nena hat ebenfalls bereits für Corona-Eklats gesorgt. Reiht sich Helge Schneider neben der Hagenerin ein?

Nein, wie der Komiker jetzt in der ARD-Talkshow Maischberger deutlich machte. Mit Querdenkern stehe Helge Schneider ohnehin nicht in Kontakt, weil er das Internet generell meide. „Das ist ja voll von irgendeinem Mist, da gucke ich doch gar nicht rein. Vor allem, was die (Querdenker-Szene, Anm. d. Red.) angeht, das interessiert mich doch gar nicht.“

Helge Schneider macht Querdenkern Ansage: „Bemüht euch nicht um mich“

Mit dem „fadenscheinigen und dummen System“, welches der Entertainer bei dem Auftritt in Augsburg kritisierte, habe er nicht die Corona-Maßnahmen als solche, sondern das Veranstaltungskonzept gemeint. Bei einer sechs Meter hohen Bühne und abgetrennten Strandkörben sei es schlicht unmöglich gewesen, Kontakt mit dem Publikum herzustellen (mehr News zu Promis aus NRW bei RUHR24).

Helge Schneider will mit Querdenkern nichts zu tun haben.

Mehr noch: Dass Helge Schneider nach dem Konzert-Abbruch Zuspruch aus Reihen der Querdenker erhielt, habe ihm sehr missfallen. Seinen Agenten hätte er deshalb gebeten, eine Klarstellung zu veröffentlichen. „Die brauchen sich nicht um mich zu bemühen. Ich schließe mich keiner Organisation dieser Art an“, so Schneider bei Maischberger.

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/dpa

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