Mehrere Milliarden Euro

Hartz IV: Ansprüche von Ausländern haben sich fast verdoppelt

Hartz IV
+
Die Ansprüche von Hartz-IV-Empfängern ohne deutschen Pass haben sich seit 2007 fast verdoppelt, aber insgesamt sind sie rückläufig.

Die Anzahl von Hartz-IV-Empfängern ohne deutschen Pass nimmt immer weiter zu. Aktuell liegen die Zahlungsansprüche bei fast 13 Milliarden Euro.

Berlin/NRW - Seit 2007 haben sich die Ansprüche für Hartz-IV-Empfänger ohne deutschen Pass beinahe verdoppelt. Lagen sie damals noch bei 6,6 Milliarden Euro, sind es aktuell fast 13 Milliarden.  Das geht aus einer Antwort des Bundesarbeitsministeriums auf eine Anfrage des AfD-Abgeordneten René Springer hervor, wie die Neue Osnabrücker Zeitung berichtet.

Hartz-IV-Empfänger ohne deutschen Pass kommen meist aus Syrien, Afghanistan oder Irak

Von den insgesamt 13 Milliarden gehen 2,6 Milliarden Euro an Bürger aus Nicht-EU-Ländern und sechs Milliarden Euro an Menschen aus den acht wichtigsten Asyl-Herkunftsländern - darunter Syrien (3,4 Milliarden), Afghanistan (870 Millionen Euro) und Irak (825 Millionen Euro).

Die Ansprüche von deutschen Haushalten haben sich in derselben Zeit verringert und sind von knapp 30 Milliarden Euro auf 22,3 Milliarden Euro gesunken. Auch die Gesamtsumme der Hartz-IV-Leistungen ist seit 2007 gesunken - von damals 36,5 Milliarden Euro auf aktuell 35,4 Milliarden Euro (2020).

Der Großteil der Hartz-IV-Empfänger ohne deutschen Pass kommt aus Syrien.

Zahl der ausländischen Hartz-IV-Empfänger hat sich in den vergangenen Jahren kaum verändert

Laut Bundesarbeitsministerium kommt derzeit etwa jeder zehnte Hartz-IV-Berechtigte aus Syrien.  Mit 62,9 Prozent machen deutsche Haushalte zwar mit Abstand den noch immer größten Anteil der Hartz-IV-Empfänger aus, allerdings ist ihr relativer Anteil zwischen 2007 und 2020 von knapp 82 Prozent auf 62,9 Prozent gesunken.

Laut Tagesspiegel und Neue Osnabrücker Zeitung hätte die AfD dieselbe Anfrage im Jahr 2019 schon einmal gestellt. Infolge kam es zwar weiterhin zu einem Anstieg, die Verschiebungen wurden aber geringer: Im Jahr 2018 beliefen sich die Ansprüche für Hartz-IV-Bezieher ohne deutschen Pass auf 12,9 Milliarden Euro, von September 2018 bis August 2019 waren es 12,62 Milliarden.