Düsseldorf und Hellerup machen es vor

Kampf gegen Hamsterkäufe in der Coronavirus-Krise: Supermarkt mit witziger Idee

Im Kampf gegen Hamsterkäufe in der Coronavirus-Krise ist ein Supermarkt in Düsseldorf (NRW) auf eine witzige Idee gekommen. Hier die Infos. 

  • Menschen kaufen in der Coronavirus-Krise die Regale leer - besonders Klopapier ist Mangelware
  • Im Kampf gegen Hamsterkäufe greifen Supermärkte zu drastischen Mitteln.
  • Dass es auch auf eine witzige Art und Weise geht, zeigen zwei Beispiele aus Düsseldorf und Dänemark. 

Düsseldorf/Hellerup - Fotos von leeren Regalen in Supermärkten während der Coronavirus-Krise versetzen die Kunden im Ruhrgebiet, NRW und in ganz Deutschland in Angst. Nudeln, Mehl, Desinfektionsmittel und Klopapier gehört anscheinend zur Mangelware. Ein Supermarkt in Düsseldorf hat nun eine witzige Idee aufgegriffen, um gegen Hamsterkäufe vorzugehen. Ein drastischeres Beispiel gibt es in Dänemark.  

Coronavirus: Supermarkt im Kampf gegen Hamsterkäufe 

In den meisten Supermarkt-Ketten haben sich die Filialleiter und Mitarbeiter mit einem mehr oder weniger pragmatischen aber humorlosen Zettel beholfen. Meistens steht sowas wie "Bitte nur noch eine Packung pro Person" auf diesen Flyern. 

Nach Informationen des Express hat sich ein Supermarkt in Düsseldorf im Stadtteil Gerresheim nun in der Coronavirus-Krise eine witzige Idee einfallen lassen, um gegen Hamsterkäufe zu agieren. Ein Paket mit acht Klopapier-Rollen kostet 2,99 Euro. Beim zweiten Paket steigt der Preis auf 3,99 Euro. 

Coronavirus: Klopapier-Krise macht Supermarkt kreativ 

Beim dritten Paket dann auf 4,99 Euro und beim vierten auf 5,99 Euro. Ein fünftes Paket kostet dann schon 7,99 Euro. Eine gute Nachricht: Laut Express gibt es noch immer zahlreiche Klopapier-Pakete in dem Supermarkt in der NRW-Landeshauptstadt (alle Infos rund um das Coronavirus in NRW im Live-Ticker). Es bleibt jedoch zu hoffen, dass die Kunden deshalb nicht auf Klopapier-Alternativen wie Feuchttücher und Küchenrolle zurückgreifen - denn das hätte dramatische Folgen für die Klärwerke in NRW.

Auch in Dortmund hat es in den Supermärkten zuletzt immer mal kein Klopapier gegeben. Dabei sorgen vor allen Dingen die Fotos leerer Regale in den Sozialen Medien für Druck bei den Menschen, sich bei der nächsten Gelegenheit, einzudecken und Hamsterkäufe zu begehen. 

Coronavirus: Gegen Hamsterkäufe - Supermarkt in Dänemark geht einen Schritt weiter

Für den Bereich rund um Dortmund (alle Infos rund um das Coronavirus im Live-Ticker) seien Hamsterkäufe laut Thomas Westphal (Wirtschaftsförderung Dortmund) gar nicht notwendig. "Es gibt kein Versorgungsproblem. Das Versorgungsproblem entsteht durch Hamsterkäufe. Denn es gibt wohl einen Engpass im Bereich der Lieferkette", sagte Thomas Westphal auf einer Pressekonferenz der Stadt Dortmund am Dienstag (24. März).

Dass es auch drastischer geht, zeigt ein Beispiel aus dem Nachbarland Dänemark. Bei Twitter kursierte ein Bild - ein Supermarkt im dänischen Hellerup hat Desinfektionsmittel für umgerechnet 5,40 Euro verkauft. Aber schon die zweite Flasche hat 135 Euro gekostet. So kann man auch gegen Hamsterkäufe vorgehen.

Rubriklistenbild: © Rene Traut/dpa ; Collage RUHR24