Brutale Tat im Ruhrgebiet

Hamm: Ex-Freund (24) soll Schwangere mit 76 Stichen getötet haben

Der Mordprozess findet am Landgericht Dortmund statt.
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Der Mordprozess findet am Landgericht Dortmund statt.

Mit zahlreichen Messerstichen und Schnitten soll ein Mann (24) aus Hamm seine schwangere Ex-Freundin getötet haben. Jetzt steht er in Dortmund wegen Totschlags vor Gericht.

Hamm/Dortmund – Zuerst soll er seine Lebensgefährtin vergewaltigt haben, dann bezahlte sie die Beziehung mit dem Leben: In Dortmund steht jetzt ein 24-Jähriger aus Bergkamen (Kreis Unna) wegen Totschlags vor Gericht. Seine Taten soll er extrem brutal ausgeführt haben.

Hamm: Mann (24) tötet Ex-Freundin auf Parkplatz – Prozess in Dortmund startet

Die Polizei Dortmund berichtete nach der Tat am 14. Januar 2021 (Donnerstag) nur knapp über die Tat: In Hamm habe es eine Tötung gegeben, kurz darauf sei ein Tatverdächtiger festgenommen worden.

Nur einen Tag später erließ ein Richter Haftbefehl wegen Totschlags. Auszüge der Anklageschrift geben jetzt einen ersten Einblick, was sich an dem Donnerstag im Januar abgespielt haben muss.

In Hamm wurde die Leiche einer Frau gefunden.

Tötung in Hamm ging Vergewaltigung in Bergkamen voraus

Der Angeklagte Alim K. soll das spätere Opfer bereits länger gekannt haben, schreibt das Landgericht Dortmund zu dem Prozess. Während der Beziehung zu der Frau (22) soll er sie mindestens zweimal in seiner Wohnung in Bergkamen vergewaltigt haben.

Die Frau beendete daraufhin die Beziehung, steht in der Anklageschrift. Während der Angeklagte bereits eine weitere Beziehung führte, traf er am 14. Januar auf dem Parkplatz in Hamm erneut auf seine Ex-Freundin.

Hamm: Mann sticht 76-mal auf Ex-Freundin ein – Frau stirbt auf Parkplatz

Dort soll sich die grausame Tat abgespielt haben. Alim K. soll die schwangere Frau mit einem Messer attackiert haben. Insgesamt fügte er ihr 76 Stich- und Schnittwunden zu, darunter auch am Hals. Am Ende verblutete die Frau auf dem Parkplatz.

Wie WA.de berichtet, fanden Polizisten das Opfer später in einem Laubhaufen. Die Tatwaffe tauchte nicht auf. Alim K. ließ sich ohne Widerstand festnehmen und sitzt bis heute in Haft. Er soll die Tat in einer ersten Vernehmung gestanden haben. Eine Beziehungstat gilt als wahrscheinlich.

Prozess am Landgericht Dortmund startet: lebenslange Haftstrafe möglich

Jetzt muss sich der Angeklagte wegen Totschlags und Vergewaltigung vor dem Landgericht in Dortmund verantworten. Ihm drohen alleine für den Totschlag mindestens 5 Jahre Haft. In besonders schweren Fällen ist auch eine lebenslange Haftstrafe möglich.

Der Prozess vor dem Schwurgericht beginnt am Dienstag (6. Juli) in Saal 130. Bis September sind acht weitere Sitzungstermine in Dortmund anberaumt.