Mordfall Walter Pauli

Hagen: Polizei veröffentlicht nach Skelett-Fund letzte SMS an den Toten

Im Mordfall Klaus Walter Pauli veröffentlichen die Ermittler jetzt weitere Informationen. Die Knochen des gewaltsam getöteten Mannes waren hinter dem Hauptbahnhof in Hagen gefunden worden.

Hagen – Teilweise hing noch die Kleidung daran, mehrere persönliche Gegenstände wurden daneben gefunden: Die vor Jahren hinter dem Hauptbahnhof Hagen gefundenen Knochen konnte die Polizei dem Vermissten Klaus Walter Pauli zuordnen. Nach dem Durchbruch im Sommer 2021 laufen die Ermittlungen in dem Mordfall jetzt schleppend. Die Polizei hofft auf Hinweise von Bekannten des Toten – und zeigt weitere Gegenstände sowie eine SMS von einem „Frank“.

StadtHagen, NRW
VorfallMord an Klaus Walter Pauli
ErmittlerPolizei Hagen

Mord an Klaus Walter Pauli in Hagen (NRW): Polizei hofft auf Hinweise und veröffentlicht letzte SMS

Knochen, die 2016 und 2019 hinter dem Hauptbahnhof Hagen gefunden wurden, waren der Auslöser für einen der gruseligsten Mordfälle in NRW. Im Sommer 2021 gelang den Ermittlern ein erster Durchbruch: DNA-Analysen ergaben, dass die Teile des Skeletts zu dem seit Oktober 2003 vermissten Klaus Walter Pauli aus Menden (Sauerland) gehören. Er war damals 46 Jahre alt.

Bei der aufwändigen Suche wurden neben Kleidungsfetzen auch persönliche Gegenstände des Toten gefunden. Mittlerweile ist klar, dass es sich dabei unter anderem um das Handy des Toten handelt. Darauf sicherten die Ermittler der Mordkommission in Hagen auch die letzte SMS an den Verstorbenen:

Vielleicht melde ich mich später noch. Kuss. Frank

Die letzte SMS an Klaus Walter Pauli

Knochen-Fund in Hagen: Polizei veröffentlicht letzte SMS und Foto von Klaus Walter Paulis Handy

Wie die Kripo jetzt bei Bild-TV bekannt gab, sei Pauli homosexuell gewesen. Er soll häufiger auf Inserate geantwortet haben und auf der Suche nach Dates gewesen sein. Jetzt suchen die Ermittler nach dem Absender der Nachricht, einem „Frank“. 16 Jahre nach dem Verschwinden von Klaus Walter Pauli ließ sich die Nachricht auf seinem Handy nicht mehr zurückverfolgen.

Pauli lebte 2003 in einer Männer-WG in Menden und soll damals nach Angaben seiner Mitbewohner das Haus verlassen haben, um eine Schallplatte zu kaufen. Doch er kehrte nie zurück (alle News zu Kriminalität in NRW auf RUHR24).

Klaus Walter Pauli galt seit 2003 als vermisst.

Mordfall Klaus Walter Pauli: Polizei Hagen hofft auf Hinweise – „Aktenzeichen XY“ berichtet noch 2021

Mittlerweile gehen den Ermittlern jedoch die Ansatzpunkte aus. Sein damaliger Mitbewohner Sven H. war bereits verstorben, als die Ermittlungen 2016 begannen. Viele soziale Kontakte pflegte Pauli nicht, eine gute Beziehung zu seinen fünf Geschwistern soll er nicht gehabt haben.

Als neuen Hinweis veröffentlicht die „Mordkommission Hang“ jetzt Fotos von Paulis Handy, das die Ermittler am Fundort seiner Leiche entdeckt hatten. Dabei handelt es sich um ein gelbes Handy der Marke „Philips“. Es steckte in einer Schutzhülle mit Plastikfolie.

Das Handy, das Klaus Walter Pauli dabei hatte, als er getötet wurde.

Alle Asservate im Fall Pauli seien mittlerweile untersucht worden, sagt ein Sprecher der Polizei Hagen gegenüber RUHR24. „Jetzt sind wir auf Zeugenhinweise angewiesen.“ Ende des Jahres soll der Fall aus dem Ruhrgebiet zudem bei „Aktenzeichen XY“ im ZDF zu sehen sein.

Die Ermittler in Hagen hoffen auf weitere Informationen von Personen, die Klaus Walter Pauli, seine Gewohnheiten oder sein Umfeld noch von früher kennen oder wissen, wo er sich vor seinem Tod aufgehalten haben könnte. Hinweise nehmen die Ermittler unter 02331/986 2066 entgegen.

Rubriklistenbild: © Patrik Stollarz/AFP, Polizei Hagen; Collage: RUHR24

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