Aktivisten bieten Menschenfleisch auf Markt an: Das steckt hinter der makaberen Aktion

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Auf einem MArkt in Gütersloh bei Bielefeld haben Aktivisten fiktives Menschenfleisch angeboten. Foto: Bündnis gegen die Tönnies-Erweiterung

Aktivisten haben auf dem Schinkenmarkt in Gütersloh fiktives Menschenfleisch angeboten. Doch was steckt hinter der makaberen Aktion? Hier die Infos.

Ein Bündnis aus Natur- und Tierschützern hat auf dem Schinkenmarkt in Gütersloh bei Bielefeld fiktives Menschenfleisch angeboten. Einige Marktbesucher fühlten sich offenbar gestört.

  • Aktivisten haben auf dem Schinkenmarkt in Gütersloh fiktives Menschenfleisch angeboten.
  • Damit wollten sie auf Massentierhaltung und die Großschlachterei Tönnies aufmerksam machen.

Gütersloh: Aktivisten bieten fiktives Menschenfleisch auf Markt an

Auf den ersten Blick sieht es aus, als liege ein Mensch unter Frischhaltefolie. Darauf klebt ein Zettel: "Bio-Mensch, Angebot: 2,99 Euro pro Kilo". Auf den zweiten Blick wird klar: Es handelt sich nur um eine Attrappe. Und das ausgerechnet auf dem Schinkenmarkt in Gütersloh.

Diese Aktion des "Bündnisses gegen die Tönnies-Erweiterung" sorgte am Wochenende für Aufsehen – und nach eigenen Angaben auch für einige kontroverse Diskussionen.

Kritik an Tönnies und der Massentierhaltung

Hintergrund der makaberen Aktion des "Bündnisses gegen die Tönnies-Erweiterung" ist Kritik an der Massentierhaltung. In dem Zusammenschluss engagieren sich unter anderem Grüne, Linke sowie Nabu und Tierschützer aus Gütersloh.

Sie setzen sich seit Jahren gegen die Kapazitätserweiterung beim Schlachtbetrieb Tönnies in Gütersloh ein. Dort sollen demnach künftig 30.000 statt bislang 26.000 Tiere geschlachtet werden – am Tag. Clemens Tönnies, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens, ist gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzender beim Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04.

Das Bündnis befürchtet dadurch mehr Verkehr, höheren Wasserverbrauch und Gestank sowie schlechtere Arbeitsbedingungen für Mitarbeiter.

Polizei Gütersloh kann Notrufe nicht bestätigen

Die Aktion auf dem Schinkenmarkt hat nach Angaben der Aktivisten jedoch nicht nur für Zuspruch gesorgt. Einige Marktbesucher fühlten sich von der krassen Aktion offenbar gestört. Es habe kontroverse Gespräche gegeben.

Dass sie deshalb den Notruf gewählt hätten, wurde RUHR24 von der Kreispolizei Gütersloh jedoch nicht bestätigt. Damit brüsten sich die Linken jedoch auf ihrer Internetseite.

Dennoch habe der Besuch der Aktivisten auf dem Schinkenmarkt in Gütersloh offenbar für "Unsicherheit und Unbehagen" gesorgt. Damit scheint das Bündnis sein Ziel dann doch erreicht zu haben.