Verbraucherschutz in NRW

Gratis-Tool des Landes NRW entlarvt ab sofort Fake-Shops im Internet

Das Shoppen im Internet ist heutzutage in der Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. Das Land NRW geht jetzt mit einem Gratis-Tool gegen Fake-Shops vor.

NRW – Beim Online-Shoppen sollte man stets aufpassen, denn oft stecken hinter unscheinbaren Anbietern fiese Fake-Shops. Es ist schwierig, betrügerische von normalen Online-Shops zu unterscheiden, da diese häufig eine professionelle Aufmachung vorweisen. Schnell wird das bestellte Produkt dann gar nicht geliefert oder im schlimmsten Fall auch noch die Bankdaten missbraucht.

ProjektFakeshop-Finder
InstitutionVerbraucherzentrale NRW
Förderung des Landesministeriums für Verbraucherschutz in NRWim Jahr 2022 mit 249.467 Euro

Fake-Shops im Internet lassen sich mit Gratis-Tool des Landes NRW erkennen

Beispielsweise ist das Problem an Fake-Shop-Listen, dass diese aufgrund der raschen Automatisierungsprozesse schnell veralten. Deshalb macht das Land NRW Online-Shopping jetzt mit einer Internetseite sicherer. Außerdem hat das Land NRW vor Kurzem schon eine Tarn-App gegen häusliche Gewalt herausgebracht. Doch wie funktioniert das Gratis-Tool der Verbraucherzentrale NRW?

Mit dem Gratis-Tool der Verbraucherzentrale werden Internetseiten mit Blick auf ihre Vertrauenswürdigkeit überprüft. Die Internetseite ist einfach zu benutzen. Vor einer Bestellung soll man die Internetadresse des Online-Shops unter www.fakeshop-finder.nrw eingeben. Dann wird in Echtzeit kontrolliert, wie seriös dieser ist.

Die Verbraucherinnen und Verbraucher sehen dann innerhalb weniger Sekunden eine Ampel, die die Einschätzung des Fake-Shop-Finders anzeigt. Rot bedeutet, dass es sich um eine eindeutige Warnung handelt und Gelb bedeutet, dass es Sinn ergibt noch einmal genauer hinzuschauen, bevor man etwas bestellt. Grün wird angezeigt, wenn keine Anzeichen eines möglichen Betrugs erkennbar sind (mehr News aus NRW bei RUHR24).

Verbraucherzentrale NRW entwickelt Fake-Shop-Finder als Gratis-Tool

Die Idee hinter dem Fake-Shop-Finder ist, dass die Datenbank wächst, indem Verbraucherinnen und Verbraucher nach und nach verschiedene Internetadressen eingeben. Wenn diese dann noch nicht gespeichert sind, werden sie direkt nach Merkmalen überprüft, die nicht mit bloßem Auge erkennbar sind. Unter anderem wird erfasst, ob es sich bei den angegebene Seiten dann um welche mit existierendem Impressum oder zum Beispiel mit seriösen Umsatzsteuer-IDs handelt.

Das Landesministerium NRW setzt sich für den Verbraucherschutz im Internet ein.

Wolfgang Schuldzinski, Vorstand der Verbraucherzentrale NRW, erklärt: „Im Jahr 2020 wurden in den Verbraucherzentralen rund 1000 Verbraucherbeschwerden über Fake-Shops erfasst, in 2021 hat sich die Zahl auf knapp 3000 verdreifacht. Mit dem Fake-Shop-Finder bieten wir eine schnelle Orientierung beim Online-Einkauf, damit künftig weniger Menschen in die Falle unseriöser Anbieter tappen.“

Rubriklistenbild: © Olaf Döring/Westend61/Imago; Collage: RUHR24

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