Öffnung der Geschäfte in NRW

Öffnung der Geschäfte: Sogar Karl Lauterbach hält Öffnung der Geschäfte für möglich

Je näher der Corona-Gipfel am 3. März rückt, desto lauter wird die Diskussion um Lockerungen. Selbst Karl Lauterbach hat Ideen für eine Öffnung des Einzelhandels.

NRW - Die Hilferufe aus dem Handel reißen nicht ab: Einbrechende Einnahmen und drohende Insolvenzen zermürben viele Händler. Im Lockdown werden aus der Not heraus mehr Einkäufe denn je online getätigt, anstatt vor Ort. Doch bald könnte für den Einzelhandel ein kleiner Hoffnungsschimmer aufleuchten. Denn auf dem nächsten Bund-Länder-Treffen soll es auch um eine Lockerungen in der Corona-Pandemie für Geschäfte gehen.

Corona-Gipfel\tBund-Länder-Konferenz
Wann\t3. März 2021
Teilnehmer\tMinisterpräsidenten, Bundeskanzlerin

Lockerungen für den Einzelhandel: Wie dürfen Geschäfte nach dem Corona-Gipfel wieder öffenen?

Schon vor dem eigentlichen Gipfel am 3. März zeigte sich unter anderem NRW-Ministerpräsident Armin Laschet nach einer Konferenz mit elf großen Handelsunternehmen offen für ein neues Shopping-Konzept. „Klick and Meet“ heißt es. Was es bedeutet? Einkaufen in Geschäften nach Terminvergabe – ohne vorab Ware bestellen zu müssen.

Das Laschet offen für neue Öffnungskonzepte ist, machte der CDU-Chef auch an anderer Stelle deutlich. Zuletzt gab er zu erkennen, dass er von einer Öffnungsstrategie, die eng an Inzidenzen gekoppelt ist, wenig hält. Stattdessen plädiert der NRW-Politiker, Öffnungsschritte von bestimmten Schutzmechanismen abhängig zu machen: mehr Impfungen, eine neue Corona-App und mehr Tests (mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de)

Lauterbach vor Corona-Gipfel: Nur wer negativ getestet ist, darf einkaufen

Überraschend ist allerdings: Auch Gesundheits-Experte Karl Lauterbach (SPS), der sich seit Beginn der Pandemie als beständiger Warner vor vorschnellen Öffnungen einen Namen gemacht hat, erteilt dem Szenario erster Öffnungsschritte keine vollständige Absage.

Doch Lauterbach wird auch hier deutlich: Mit Blick auf den anstehenden Corona-Gipfel warnt er laut WDR, dass Corona-Maßnahmen nur gelockert werden dürften, wenn sich Bund und Länder auf eine neue Test- und Impf-Strategie verständigten (mehr News zur Corona-Pandemie in NRW im Live-Ticker auf RUHR24.de).

Das gelte auch für Geschäfte, die nach dem Lockdown wieder öffnen dürfen. Um größtmögliche Sicherheit vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu erreichen, plädiert Lauterbach dafür, dass nur diejenigen in den Geschäften einkaufen dürften, die am selben Tag getestet wurden. Zudem müsste der Corona-Test in einem Testzentrum oder einem Betrieb durchgeführt werden, damit er auch dokumentiert werden könne. Mit negativem Testergebnis könnte bald also wieder geshoppt werden, wenn es nach Karl Lauterbach geht.

Rubriklistenbild: © Florian Gaertner/Imago

Mehr zum Thema