Starfverfahren eingeleitet

Junge (2) erstickt in Kita im Ruhrgebiet – Polizei ermittelt jetzt wegen fahrlässiger Tötung

Kind und Elternteil vor einer Tür
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Im Ruhrgebiet ist ein Kind in einer Kita verstorben.

In einer Kita im Ruhrgebiet ist ein zweijähriger Junge verstorben. Laut einer Obduktion ist er erstickt. Jetzt ermittelt die Polizei.

Update, Mittwoch (1. September), 15.10 Uhr: Gelsenkirchen – Eine durch die Staatsanwaltschaft Essen angeordnete Obduktion hatte bereits am Dienstag (31. August) ergeben, dass der Tod des zweijährigen Jungen in der Kita in Gelsenkirchen durch Ersticken eingetreten ist.

StadtGelsenkirchen
Einwohner260.654 (2019)
Fläche104,8 km²

Kind (2) in Kita in Gelsenkirchen erstickt – Polizei ermittel wegen fahrlässiger Tötung

Der Fall ist damit jedoch nicht abgeschlossen. Am Mittwoch hat die Polizei ein Strafverfahren wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen zwei 24 und 36 Jahre alte Erzieherinnen eingeleitet. Sie hatten das Kind am Montag (30. August) zum Mittagsschlaf in ein Gitter-Hochbett gelegt, worin der Junge später leblos aufgefunden wurde.

Update, Dienstag (31. August), 17.50 Uhr: Inzwischen ist klar, wie der zweijährige Junge gestorben ist. Nachdem der Junge von den Erziehern zum Mittagsschlaf in das untere Gitter-Hochbett gelegt worden war, ereignete sich das Unglück. Wie die WAZ berichtet, soll das Kind, das elf Kilogramm schwere Brett, auf dem die Matratze des Bettes über ihm lag, hochgedrückt haben. Der Junge habe dann seinen Kopf durch die Öffnung gesteckt und wurde in der Position eingeklemmt. Laut Stadt Gelsenkirchen sei der Junge in dieser Position erstickt.

Erstmeldung, Dienstag (31. August), 17.30 Uhr: Am Montagnachmittag (30. August) ist es in der städtischen Mini-Kita im Stadtteil Gelsenkirchen-Schalke zu einem tödlichen Unglücksfall gekommen: Ein Junge (2) ist dabei verstorben.

Gelsenkirchen: Kind in Kita verstorben – Polizei ermittelt

Zunächst sei die Rede von einem „Unfall“ gewesen, dessen Tathergang die Polizei noch ermitteln müsse, berichtet unter anderem die Westdeutsche Allgemeine Zeitung. Am Dienstagmorgen (31. August) erklärte die Polizei Gelsenkirchen, dass die Erzieher der Kita den Jungen (2) gegen 13.45 Uhr nach dem Mittagsschlaf leblos aufgefunden hätten.

Nach Reanimationsmaßnahmen vor Ort soll die Feuerwehr den Jungen in ein Krankenhaus gebracht haben, wo das Kind letztendlich verstarb. Die Ermittlungen zu den genauen Umständen dauern an. Wie die Stadt mitteilt, sollen sich zwei Erzieherinnen und vier Kinder in der Mini-Kita befunden haben, als das Unglück geschah (mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24 lesen).

In den altersgerecht ausgestatteten Räumen der Mini-Kita können insgesamt neun Kinder im Alter von unter drei Jahren von zwei Tagespflegepersonen betreut und dem eigenen Entwicklungsstand entsprechen gefördert werden. In den Einrichtungen arbeiten selbstständige Erzieherinnen und Erzieher im Auftrag von GeKita.

Nach Tod von Kind in Kita: Bürgermeisterin von Gelsenkirchen bestürzt

„Ich bin zutiefst erschüttert über diesen tragischen Vorfall“, so Oberbürgermeisterin Karin Welge (SPD). „Meine Gedanken sind bei den Eltern und der Familie des Kindes. Ihr Schmerz ist kaum zu ermessen. Wir werden alles tun, um Hilfe und Unterstützung zu organisieren.“

Die weitere Untersuchung des Vorfalls liegt nun bei der Polizei. „Die Stadt Gelsenkirchen wird eng mit den Ermittlungsbehörden zusammenarbeiten und alles Notwendige tun, um den Vorfall vorbehaltlos aufzuklären“, so Bildungsdezernentin Anne Heselhaus.

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