Inflation im Nachbarland

Holland-Urlaub könnte 2023 unbezahlbar werden

Ein kurzer Urlaub in den Niederlanden – für die meisten Menschen aus NRW ein Muss. Die Frage ist nur, ob man sich den 2023 überhaupt noch leisten kann.

NRW – Ob Strandurlaub, spontaner Shopping-Trip oder Kulturprogramm mit Grachtenfahrt – die Niederlande haben für jeden Geschmack etwas zu bieten. Und genau das lockt jährlich Millionen Deutsche in das Nachbarland. Mehr als die Hälfte aller deutschen Touristen stammt aus NRW. Zumindest bisher. Bei dem Blick auf das kommende Jahr hat die niederländische Tourismusbranche eher gemischte Gefühle.

Preissteigerungen – was Urlauber in den Niederlanden demnächst erwartet

Der Verbraucherpreisindex misst die Lebenshaltungskosten. In den Niederlanden lag der im Oktober dieses Jahres bei stolzen 14 Prozent und hat damit Rekordwerte erreicht. Zum Vergleich: In Deutschland waren es gerade mal 11 Prozent.

Wie teuer nun aber ein Hotelzimmer oder ein Restaurantbesuch geworden ist, lässt sich damit nicht pauschal sagen. Dass ein Urlaub in den Niederlanden im kommenden Jahr also teurer wird, ist sicher. Aber wie viel teurer, das hängt von vielen Faktoren ab. Buchungszeitraum, Lage und Ansprüche sind nur wenige von vielen (mehr News aus den Niederlanden bei RUHR24).

So teuer ist ein Bier in den Niederlanden – Urlauber müssen tief in die Tasche greifen

Die Inflation spüren Urlauber vor allem in Cafés und Restaurants. Ein halber Liter Bier kostet jetzt im Durchschnitt 5,20 Euro und ein Kaffee um die 3 Euro. Mittlerweile herrschen in Deutschland aber ähnlich hohe Preise.

Wer sparen möchte, könnte sich daher überlegen, auf den einen oder anderen Besuch im Restaurant zu verzichten und dafür lieber in den Supermarkt zu gehen. Denn Selbstversorgung ist nach wie vor die günstigere Alternative.

Auswirkungen auf den Tourismus in den Niederlanden – Urlauber aus NRW aufgepasst!

Dass die steigenden Preise nicht gerade wie ein Magnet auf die Urlauber wirken, ist klar. Das niederländische Büro für Tourismus und Convention (NBTC) äußerte sich aber RUHR24 gegenüber, wie folgt: ,,Es ist so, dass die Inflation in den Niederlanden noch etwas höher ist als in Deutschland. Dennoch befürchten wir zum gegeben Zeitpunkt für den Quellmarkt Deutschland keinen gravierenden Buchungseinbruch.‘‘

Das bestätigen auch die bisherigen Zahlen. In diesem Jahr war die Zahl der Übernachtungen wieder auf dem gleichen Niveau wie vor der Corona-Pandemie in 2019. Mit über 17 Millionen Übernachtungen (von Januar bis Ende September 2022) konnten die Hotels, nach dem Rückgang im Vorjahr, mal wieder aufatmen.

Auch die gemütlichen Einkaufsgassen in Venlo oder Maastricht waren ein beliebtes Ziel. Denn gerade die am Sonntag geöffneten Geschäfte in den Niederlanden laden die Menschen aus NRW zum Shoppen ein.

Deutsche wollen trotz steigender Preise nicht auf Urlaub verzichten

Urlaub so wichtig wie noch nie - Deutsche greifen dafür gerne tief in die Tasche

Trotz immer teurer werdenden Preise – Verreisen hat weiter einen hohen Stellenwert bei den Deutschen: Platz zwei im Ranking der wichtigsten Konsumgüter hinter Lebensmitteln. Die Lust auf Urlaub ist nach den letzten Jahren voller Einschränkungen so groß wie nie zuvor. Deshalb ist die Bereitschaft hoch, dafür auch im nächsten Jahr etwas tiefer in die Tasche zu greifen.

Rubriklistenbild: © Jürgen Augst/Imago

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