Teilweise Sperrungen von Hotspots

Fronleichnam: Polizei hat mahnenden Appell – Kontrollen in mehreren NRW-Städten

Wegen des Feiertags am Donnerstag erwartet die Polizei in NRW große Menschenansammlungen. In einigen Städten wird es an Fronleichnam und am kommenden Wochenenden zu schärferen Maßnahmen kommen.

NRW – Am Donnerstag (3. Juni) ist Fronleichnam – das bedeutet für NRW Feiertag und somit frei. Seit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen in der vergangenen Woche, plus dem schönen Wetter, gab es in den letzten Tagen immer wieder Menschenmassen an den Freizeit-Hotspots. Die Polizei in NRW rechnet daher auch an Fronleichnam mit großen Menschenansammlungen – und das, trotz der eher schlechten Wetterprognosen.

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Fronleichnam in NRW: Scharfe Kontrollen und Sperrungen wegen Corona-Schutzmaßnahmen

Aufgrund des Feiertags haben die Beamten in Nordrhein-Westfalen schon in mehreren Städten verstärkte Kontrollen angekündigt. Denn weiterhin gelten Kontaktbeschränkungen, die auch draußen eingehalten werden müssen. Je nach Inzidenz-Wert darf man sich mit bis zu fünf Haushalten ohne Personenbeschränkung treffen (alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im NRW-Ticker auf RUHR24).

Auch NRW-Innenminister Herbert Reul äußert sich gegenüber der Rheinischen Post: „Auch ich freue mich darüber, dass wir vieles endlich wieder lockerer angehen können, die Corona-Regeln aber gelten weiter. Denn wir befinden uns noch immer in einer Pandemie, auch wenn es sich vielleicht nicht mehr so anfühlt. Halten Sie sich weiterhin daran: Meiden Sie Menschenmassen, tragen Sie eine Maske.“

Mehrere Städte in NRW mit schärferen Kontrollen: Teilweise Sperrungen von Hotspots

In Dortmund planen die Stadt und die Polizei verstärkte Kontrollen. Aber nicht jeder muss mit einer Überprüfung am Feiertags-Donnerstag und am Wochenende rechnen: „Wir vertrauen auch – denn die meisten Dortmunder halten sich an die Maßnahmen“, sagt Christian Schön, Pressesprecher der Stadt Dortmund (alle Corona-News aus Dortmund auf RUHR24).

Doch nicht jede Stadt gibt den Bürgern solch einen Vertrauensvorschuss. So gehen andere NRW-Städte und die jeweiligen Polizeistellen mit dem bevorstehenden Feiertag um:

  • Bochum: Polizei und Ordnungsdienste führen weiter die allgemeinen Kontrollen durch.
  • Essen: Allgemeine Kontrollen werden weiterhin durchgeführt – beispielsweise am Baldeneysee, in Parks und auf Spielplätzen.
  • Duisburg: Laut einem Sprecher setzt die Stadt auf die Vernunft der Bürger.
  • Düsseldorf: Die Polizei will ab Mittwochabend und das gesamte Wochenende starke Präsenz zeigen.
  • Köln: Die Polizei sperrt einige Hotspots, wie zum Beispiel den Rheinboulevard in Deutz.
  • Mönchengladbach: Verschärfte Kontrollen der Hotspots, wie beliebte Parks, Grünanlagen, Plätze in der Innenstadt und Altstadt.

Polizei in NRW: Gut vorbereitet für Feiertag – Kontrollen wegen Corona-Maßnahmen

Michael Maatz, Vize-Chef der Gewerkschaft Polizei in NRW weiß auch, dass besonders bei dem schönen Wetter und den Lockerungen es viele nach draußen zieht: „Solange alles im Rahmen bleibt, ist das alles völlig in Ordnung. Leider ist es häufig so, dass eine sehr kleine Minderheit über die Stränge schlägt. Wir wollen auf jeden Fall verhindern, dass es hier in NRW solche Ausschreitungen gibt wie zuletzt in anderen Bundesländern, wo massiv gegen die Auflagen verstoßen wurde und Polizisten angegriffen wurden.“

Auch in Holland rechnen die grenznahen Städte und Outlet-Center mit einem großen Ansturm an Fronleichnam. Der Grund: Dort haben die Geschäfte auf. Allerdings sollte man auf einen Shopping-Besuch am Donnerstag verzichten.

Rubriklistenbild: © Fabian Strauch/dpa