Internationale "Fridays for Future"-Demo in Aachen gestartet - YouTube-Star ist mit dabei

Die Fridays for Future-Bewegung möchte in Köln eine Woche lang protestieren. Foto: Marcel Kusch/dpa
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Die Fridays for Future-Bewegung möchte in Köln eine Woche lang protestieren. Foto: Marcel Kusch/dpa

Es ist die erste internationale "Fridays for Future"-Demo: Am Freitag (21. Juni) demonstrieren Schüler aus vielen Ländern in Aachen für mehr Klimaschutz.

Es ist die erste internationale "Fridays for Future"-Demo: Am Freitag (21. Juni) demonstrieren Schüler aus vielen Ländern in Aachen für mehr Klimaschutz.

  • 20.000 Teilnehmer aus 16 Ländern erwartet.
  • Auch am Samstag protestieren sie gegen dem Braunkohletagebau Garzweiler.
  • YouTube-Star ist dabei

Update, Samstag (22. Juni), 16.42 Uhr: Bei Klima-Demo von "Ende Gelände" hat die Polizei scheinbar die Kontrolle verloren. Hunderte Demonstranten drangen in das Tagebaugelände Garzweiler ein.

Update, Samstag (22. Juni), 15 Uhr: Inzwischen hat sich Angela Merkel zur umweltbewussten Jugendbewegung geäußert und sagte bei einer Rede in Dortmund, es sei gut, "dass die Jugend uns aus unserem aktuellen Tempo herausgerissen hat."

Update, Freitag (21. Juni) 16.11 Uhr: Der YouTuber Rezo hat sich unter die Demonstranten gemischt. In seiner Instagram-Story verlinkte er die Klimaschutzaktivistin Luisa Neubauer und postete Videos von der Demo. In einem Video hält ein Demonstrant ein Plakat mit einer Zeichung des YouTubers vor die Kamera. Unter der Zeichnung steht: "Wir haben alle kein Bock mehr auf eure Politik!" Rezo scheint das besonders gefreut haben. "Alter, wie cool, ich bin sogar auf Plakaten drauf", sagt er in dem Video.

Ursprungsmeldung, Freitag, 21. Juni, 12.30 Uhr: Klimaschutz hört nicht an Ländergrenzen auf - dieses Zeichen setzen die demonstrierenden Jugendlichen am Freitag in Aachen. 20.000 Demonstranten aus 16 Ländern versammeln sich dort, um gegen die Braunkohle und für mehr Anstrengungen beim Klimaschutz zu demonstrieren.

Obwohl die offizielle Demonstration erst gegen Mittag beginnt, versammelten sich schon hunderte Teenager am Freitagmorgen in Aachen. Sie hielten Plakate hoch, auf denen stand: "Warum lernen, wenn wir keine Zukunft haben!" und "Wenn die Erde eine Bank wäre, hättet ihr sie schon lange gerettet".

Samstags-Demo bei Tagebau

Die Polizei ist mit einem Großaufgebot vor Ort. Beamte nahmen bereits Schüler, die mit einem Sonderzug aus Basel einreisten, auf dem Bahnsteig in Empfang.

Um 12 Uhr begann die Demonstration mit einem Sternmarsch. Anschließend soll es eine Kundgebung vor dem Fußballstadion Aachener Tivoli geben. Beides, die Demonstration und die Kundgebung, finden unter dem Motto "Klimagerechtigkeit ohne Grenzen - geeint für eine Zukunft" statt.

Aachen als Ort für den Protest wurde gewiss nicht zufällig ausgewählt. Bei der Demonstration wollen die Jugendlichen auf das Rheinische Braunkohlerevier als große CO2-Quelle hinweisen. Zusammen mit anderen Organisationen wollen die "Fridays For Future" Demonstranten außerdem am Samstag (22. Juni) vor dem Braunkohletagebau Garzweiler demonstrieren.

Experten bereiten Klimagipfel in Chile vor

Schon seit Anfang dieses Jahres demonstrieren Schüler weltweit Freitags für mehr Klimaschutz. Auch in Dortmund gehen Jugendliche auf die Straße, manchmal sogar mit ihren Eltern. Eine Dortmunder Schule ging daraufhin einen großen Schritt auf die Demonstranten und ihre Forderungen zu.

Während den Protesten bereiten 3000 Experten bei der UN-Klimakonferenz in Bonn den nächsten Weltklimagipfel in Santiago de Chile vor. Mit dpa-Material.