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Der Flughafen Düsseldorf scannt seit Mittwoch (14. August) die Nummernschilder der Autos in der Kiss&Fly-Zone. Der Schritt soll Staus vermeiden.

  • Wer in die Kiss&Fly-Zone fährt, muss künftig nicht unbedingt mehr ein Ticket in einen Automaten schieben.
  • Was den Datenschutz betrifft, scheint der Flughafen vorgesorgt zu haben.

Schnell seine Liebsten zum Flughafen bringen und verabschieden. Jahrelang ging das am Airport Düsseldorf auf der Abflug-Ebene ziemlich unkompliziert. Die Fahrt vors Terminal war gratis, es gab keine Schranken und in der Regel war ein Plätzchen frei.

Seit etwa einem Jahr gibt es Schranken vor der Kiss&Fly-Zone am Flughafen Düsseldorf. Foto: dpa

Doch schwarze Schafe nutzten das zu häufig aus, missbrauchten die „Kiss&Fly„-Zone als Dauerparkplatz – trotz Halteverbots. Sogar in zweiter Reihe parkte so manch ein Fahrer sein Auto, was zu Rückstaus führte. Und wenn dann auch noch Probleme bei der Gepäckabfertigung dazukamen, wie in diesem Sommer, war der Start in den Urlaub für viele versaut.

Seit einem Jahr setzt der Flughafen Düsseldorf deshalb auf die durch Schranken eingegrenzte „Kiss&Fly„-Zone. In ihr darf man zehn Minuten gratis parken und Freunde, Verwandte und Co. am Terminal rauslassen und verabschieden.

Rückstaus durch die Kiss&Fly-Zone

Doch es kommt nach wie vor zu Rückstaus. Denn um die Kiss&Fly-Zone zu verlassen, muss jeder Autofahrer ein Ticket in einen Automaten schieben. Und: Falls man die zehn Gratis-Minuten überzieht, muss man Geld zahlen – fünf Euro bis zu einer Dauer von 15 Minuten. Alle zusätzlichen fünf Minuten kosten weitere drei Euro. Die Höchsthaltedauer liegt auf der Abflugebene bei maximal 30 Minuten.

Um Staus zu vermeiden, scannt der Flughafen Düsseldorf jetzt Nummernschilder. Foto: dpa

Damit künftig alles fixer läuft, scannt der Flughafen seit Mittwoch die Nummerschilder beim Einfahren in die Kiss&Fly-Zone. Wer innerhalb von zehn Minuten den Bereich verlässt, kann ohne lästiges Ticketsuchen einfach die Schranke passieren.

Flughafen scannt Nummernschilder und löscht Daten danach

Und was ist mit dem Thema Datenschutz? Immerhin sind hinter einem Nummernschild nicht gerade unsensible Daten gespeichert. Der Flughafen Düsseldorf will hier laut eigenen Aussagen rechtlich alles mit dem zuständigen Landesbeauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen abgestimmt haben.

„So werden beispielsweise die individuellen Kennzeichendaten nach sechs Stunden automatisch aus den Systemen gelöscht“, heißt es vom Airport.