Es geht um viel Geld

Flughafen Düsseldorf: Urlauber schießt bei Ankunft Eigentor

Der Flughafen Düsseldorf in Zeiten des Coronavirus.
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Am Flughafen Düsseldorf ist es nie langweilig.

Bei der Ankunft am Flughafen Düsseldorf hat ein Urlauber aus Dubai für Ärger gesorgt. Es geht um Waren im Wert von 110.000 Euro.

Düsseldorf – Dubai gilt nicht nur als beliebtes Reiseziel für Sonnen- und Strandhungrige, sondern auch für Urlauber, die gerne Luxusprodukte shoppen wollen. Doch genau das ist nun einem Mann aus Baden-Württemberg zum Verhängnis geworden.

Flughafen Düsseldorf: Mann reist aus Dubai ein und sorgt für Eklat beim Zoll

Der 42-Jährige war mit zwei Luxus-Uhren aus den Vereinigten Arabischen Emiraten zurückgekehrt und in Düsseldorf gelandet. Durch den „grünen Ausgang“, also jenem für Reisende, die nichts zu versteuern haben, wollte er den Flughafen verlassen.

Doch eine auffällige Uhr an seinem Handgelenk machte die Beamten des Hauptzolls in Düsseldorf stutzig. Die stoppten den Mann in der Folge, was sich als gutes Gespür herausstellen sollte.

Düsseldorf: NRW-Zoll stoppt Reisenden aus Dubai mit Luxus-Uhren

Denn der Reisende hatte gleich zwei Luxusuhren im Gepäck: eine Damenarmbanduhr im Wert von 48.000 Euro im Koffer und an seinem Handgelenk eine weitere Uhr im Wert von 62.000 Euro, wie der Zoll berichtet.

Diese Uhr der Marke „Audamars Piguet“ wollte ein Mann am Flughafen Düsseldorf am Zoll vorbeischmuggeln.
Diese Rolex wollte ein Mann am Flughafen Düsseldorf am Zoll vorbeischmuggeln.

Die Uhren der Firmen „Rolex“ und „Audemars Piguet“ hätte der Mann beim Zoll anmelden und für die Einfuhr Steuern zahlen müssen – was er aber nicht tat. Schlimmer noch: Zoll-Beamte entdeckten in dem Koffer des Mannes Dokumente des Zolls aus Dubai. Auch dort hatte der Mann demnach Uhren nicht deklariert und dafür eine Strafe kassiert.

Mann aus Baden-Württemberg will Luxus-Uhren am Zoll in Düsseldorf vorbeischmuggeln

Unklar ist, ob es sich dabei um dieselben Uhren handelt, die der Reisende aus dem Kreis Freudenstadt auch in Düsseldorf nicht anmeldete.

Der Urlauber versuchte sich in der Folge, mit einer Ausrede herauszureden. Er gab an, keinen deutschen Wohnsitz zu haben und demnach in Deutschland nicht steuerpflichtig zu sein. Bei einem Abgleich des Melderegisters konnte der Zoll diese Aussage aber als falsch herausstellen.

Die Zöllner leiteten gegen den Reisenden ein Strafverfahren wegen versuchter Steuerhinterziehung ein und stellten die Uhren sicher. Der Steuerschaden beläuft sich auf über 20.000 Euro.