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Der Beschwerdebrief eines Mannes über die Feuerwehr in Rommerskirchen bei Neuss und die dazugehörige Antwort der Einsatzkräfte, sorgen im Internet momentan für Aufsehen.

  • Spaziergänger beschwert sich über lautstarke Reinigung eines Einsatzwagens.
  • Die Feuerwehr Rommerskirchen antwortet via Facebook auf den Brief.
  • Die anderen User sind begeistert über die Antwort.

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Am Donnerstag (4. Juli) erhielt die Feuerwehr in Rommerskirchen den Brief eines verärgerten Bürgers. Er beschwerte sich über sonntägliche Arbeiten der Feuerwehr und die dadurch entstandene Ruhestörung.

Für Rettungsdienste sicherlich kein Einzelfall, denn sie kämpfen immer öfter mit Beschwerden.

Feuerwehr Rommerskirchen störte ihn beim Sparziergang

Am 30. Juni sei er morgens während seines morgendlichen Spaziergangs an der Feuerwache vorbeigekommen und musste „mit Erschrecken feststellen“, dass einer der Feuerwehrleute einen Einsatzwagen „mit einem Hochdruckreiniger lautstark gereinigt hat“.

Es wäre eine absolute „Unverschämtheit und eine Zumutung“ gewesen. Gleichzeitig fragt er, ob die Sonntagsruhe und Ruhezeiten allgemein etwa nicht für die Feuerwehr gelten würden.

Die Feuerwehr antwortet höflich via Facebook

Er erklärt, dass er den Brief auch noch an den Bürgermeister und das Ordnungsamt Rommerskirchen schicken wolle, wie auch an den DRK Kreisverband.

Die Feuerwehr Rommerskirchen ließ es sich nicht nehmen, ihrem Unmut Luft zu machen und dem Beschwerer via Facebook zu antworten. So tat es auch ein Friseur in Unna, nachdem er gehört hatte, dass viele seiner Kollegen sich weigerten einem Jungen mit Down-Syndrom die Haare zu schneiden.

Die Feuerwehr Rommerskirchen postete den Brief des Mannes mit der dazugehörigen Antwort.

Am Anfang bedanken sich die Feuerwehrleute bei ihm für die typisch deutsche „Untugend des „anonymen Anschwärzens““ und dass dieser Brief auch noch an die vermeintlichen Vorgesetzten der Feuerwehr Rommerskirchen ging.

Sie erklären dem Verfasser die Gründe für die Reinigung

Da er offenbar nicht verstehe, warum eine solche „Dezibel-intensive Reinigungsmaßnahme“ notwendig ist, erklären sie es ihm.

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Bei dem aktuellen Wetter würden nach Einsätzen viele Insekten die Windschutzscheibe und das Blaulicht es Einsatzfahrzeuge verdecken. Mit „Seife und Schwamm“ kriege man die nicht weg.

Dies könne allerdings ziemlich gefährlich werden. Dann bestehe die Gefahr, dass sie ihn bei einem Einsatz nicht richtig erkennen könnten, während er auf seinem „ausgedehnten Spaziergang“ unterwegs sei.

Einladung auf die Wache

Das darauf dann „berechtigte Beschwerdeschreiben“ möge man sich nicht vorstellen.

Sie laden den Schreiber des Briefs herzlich auf ihre Wache ein, um ihm zu zeigen, wie man den Wagen mit „stillen“ Mitteln reinigen könne. Diese Methoden könnten sie dann zusammen „zum Patent anmelden“.

Viel Trinken für „entsprechende Leistung des Gehirns“

Am Ende geben sie dem Verfasser noch einen gut gemeinten Tipp mit auf den Weg: Bei dem Wetter müsse man darauf achten, genug zu trinken, damit für den Kreislauf, aber auch die „entsprechende Leistung des Gehirns, insbesondere des gesunden Menschenverstandes“ gesorgt sei.

Bei den Facebook-Usern kommt die Antwort der Feuerwehr Rommerskirchen gut an. Viele schreiben Dinge wie „tolle“ oder „großartige“ Antwort. Viele bedanken sich auch gleichzeitig bei der Feuerwehr für ihre wichtige Arbeit.