Spezialisten im Einsatz

Hochofen-Horror im Ruhrgebiet: Mann steckt nachts auf 45 Metern fest

Was hat er sich den dabei gedacht? Auf einem Hochofen in Hattingen im südlichen Ruhrgebiet steckte ein Mann in 45 Meter Höhe fest.

Hattingen – Der Notruf erreichte die Feuerwehr der NRW-Kleinstadt Hattingen am frühen Morgen. Am Samstag (18. Dezember) um 0.38 Uhr kam eine Meldung, dass eine Person auf dem Hochofen des westfälischen Industriemuseums Henrichshütte feststecken würde.

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NRW: Henrichshütte in Hattingen - Notruf aus 45 Meter Höhe kam mitten in der Nacht

Nach Informationen der Feuerwehr Hattingen haben Einsatzkräfte eine Person in 45 Höhe gesichtet. Sie haben sich über die Treppen auf den Hochofen begeben.

Der Mann habe mit seinem Bein zwischen Außenbrüstung und einem Rohr festgesteckt. Aus alleiniger Kraft habe er sich nicht befreien können. Dabei hatte er sich laut Feuerwehr Verletzungen zugezogen (mehr News aus dem Ruhrgebiet bei RUHR24).

NRW: Rettung vom Hochofen in Hattingen – Höhenretter der Feuerwehr Essen im Einsatz

Ein Notarzt habe ihn erstversorgt. Einsatzkräfte der Feuerwehr der NRW-Stadt Hattingen haben ihn daraufhin mit einem Schneidegerät befreien können, sodass das verletzte Bein aus der Umklammerung herausgezogen werden konnte.

Ein Mann musste aus 45 Höhe von einem Hochhofen in Hattingen gerettet werden.

Das Problem: Aus eigener Kraft habe sich der Mann nicht befreien können. So haben sich die Einsatzkräfte der Feuerwehr Hattingen dazu entschieden, Spezialisten – die Höhenretter der Feuerwehr Essen – anzufordern.

Nach Ankunft haben die Feuerwehrleute aus Essen den Mann aus 45 Meter Höhe in einem sicheren Tragekorb sichergestellt und gerettet. Der Rettungsdienst brachte den Mann in ein Krankenhaus nach Bochum.

NRW: Hochofen der Henrichshütte Hattingen – Abenteuerlust oder Lost Places-Szene?

Warum sich der Mann auf dem Hochofen aufgehalten und sich dann in eine missliche Lage gebracht hat, ist unklar. „Darüber haben wir selbst keine Informationen“, sagt Jens Herkströter von der Feuerwehr Essen. Die Polizei ermittelt.

Nach Informationen der Polizei Ennepetal habe es sich um einen 17-jährigen Jugendlichen gehandelt. Sein Begleiter habe die Rettungskräfte alarmiert, nachdem der 17-Jährige abgerutscht und sich das Bein eingeklemmt hat. „Die beiden waren auf der Suche nach einem Abenteuer“, sagt ein Sprecher der Polizei Ennepetal gegenüber RUHR24.

Ob es sich nur um eine Suche nach einem Abenteuer oder um zwei Personen, der Lost Places-Szene angehören, ist unklar. Die Vertreter der Henrichshütte wollen jetzt prüfen, welche Sicherheitsmaßnahmen man eventuell verschärfen muss.

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