Bild: dpa

Am Donnerstagnachmittag (12. September) konnten viele Menschen aus NRW und Niedersachsen einen spektakulären Feuerball am Himmel beobachten. Die europäische Weltraumbehörde ESA bestätigte das Phänomen.

  • Der Asteroid verglühte beim Eintritt in die Erdatmosphäre.
  • Beobachter riefen nach lautem Knall die Polizei.
  • Es ist nicht der erste Feuerball am Himmel über Deutschland.

Feuerball: Asteroid verglühte beim Eintritt in die Atmosphäre

ESA-Experte Rüdiger Jehn äußerte sich im NDR zum Feuerball: „Dabei handelt es sich um ein natürliches Objekt, das in die Erdatmosphäre eintrat und am Himmel verglühte.“ Bei dem Feuerball handelt es sich wohl um einen Asteroiden.

„Es könnte natürlich auch Weltraummüll sein, der verglüht ist. Aber ich vermute, dass es ein Asteroid war, der in die Atmosphäre eingetreten und verglüht ist“, so der Experte.

Experten sind vom Feuerball überrascht worden

„Es haben so viele Leute gesehen – auch von ziemlich weit weg – es könnte zwischen einem halben und einem Meter groß gewesen sein“, so Jehn weiter. Vermutlich ist der Feuerball über der Nordsee verglüht. Eine Gefahr bestand allerdings zu keiner Zeit, da Objekte dieser Größe keine Schäden anrichten.

Den eintretenden Feuerball vorher bekannt geben, konnten die Experten aber nicht. Teleskope können derart kleine Objekte nicht früh genug wahrnehmen, weshalb selbst Experten der ESA häufig von Phänomen wie diesem überrascht sind.

Beobachter rufen aus Angst die Polizei

„Ich war leicht geschockt, weil ich tagsüber so etwas noch nie sah“, so eine Beobachterin aus Marl. „Es sah aus wie ein Energiestrahl aus einer anderen Galaxie“, wunderte sich ein weiterer Augenzeuge von dem Feuerball.

Viele berichten auch von einem lauten Knall. Aus Angst riefen daher einige Menschen die Polizei.

Dabei ist dieses Phänomen gar nicht so ungewöhnlich. Am 10. August flog ein Asteroid in der Größe des Empire State Buildings nur knapp an der Erde vorbei.

Bis zu 10.000 Tonnen Meteore fliegen pro Tag auf die Erde

Die NASA gibt an, dass jeden Tag zwischen 1.000 und 10.000 Tonnen Gesteinsbrocken von Asteroiden, so genannte Meteore, auf die Erde fallen. Am Himmel zu sehen sind sie als großer Feuerball oder auch, wenn es nur kleine Gesteinsbrocken sind, als Sternschnuppe. Diese kann man am besten während den warmen Sommermonaten beobachten.

Oft fallen diese kosmischen Gesteinsstücke ins Meer oder auf unbewohnte Gebiete, sodass ein Meteorbrocken häufig unentdeckt bleibt.

Astronomin Susanne Hüttemeister vom Planetarium in Bochum erklärt gegenüber Focus, dass durchschnittlich nur etwa fünfmal im Jahr Meteoriten gefunden werden.