Ergebnisse vom Landesumweltamt

Nach Explosion in Leverkusen raten Experten NRW-Bevölkerung zu mehreren Maßnahmen

Rauchwolke über Chempark Leverkusen
+
Die Rauchwolke über dem Chempark in Leverkusen.

Die Explosion in Leverkusen war katastrophal. Und sie hätte noch weitreichende Folgen haben können. Das Landesumweltamt gibt zwar Entwarnung, aber auch Hinweise.

Leverkusen – Der verheerende Brand in einer Sondermüllverbrennungsanlage in Leverkusen hat mindestens sechs Leben gefordert, zahlreiche Menschen wurden verletzt, eine Person wird noch vermisst. Neben den schlimmen Verlusten rechneten Experten auch mit einer wahren Umweltkatastrophe in Leverkusen. Das Landesumweltamt kann zwar Entwarnung geben, hat aber dennoch wichtige Ratschläge.

Nach der Explosion in Leverkusen: Umweltamt hat wichtige Hinweise

Die Analysen von Böden und Pflanzen „ergaben keine relevanten Konzentrationen und keinerlei Grenzwertüberschreitungen“, teilte das Landesumweltamt (Lanuv) am Donnerstag (5. August) in Recklinghausen mit. Somit könnten die zuständigen Behörden die aktuellen gesundheitlichen Vorsorgemaßnahmen weitgehend aufheben.

Dennoch hat das Landesumweltamt wichtige Empfehlungen für Bewohner:

  • Obst und Gemüse ist wieder zum Verzehr freigegeben, sollte aber vor dem Verzehr gewaschen oder geschält werden.
  • Wasser aus Regentonnen sollte vorsorglich in der Kanalisation entsorgt werden.
  • Swimmingpool-Wasser solle ausgetauscht oder komplett gefiltert werden.

Leverkusen: Experten haben Proben auf über 450 kritische Bestandteile untersucht

Sind alle Säuberungsmaßnahmen abgeschlossen, könnten demnach auch Spielplätze wieder freigegeben werden. Auch die Nutzung von Futterflächen durch Weidetiere sei wieder möglich.

Nach der Explosion in Leverkusen hatten Fachleute des Landesumweltamtes aus der näheren Umgebung Pflanzen- und Bodenproben auf über 450 verschiedene Bestandteile von Agrarchemikalien untersucht. mit dpa-Material