Junge Kriminelle

Ruhrgebiet: Schüler (13, 16) begehen Raubüberfall mit Schusswaffe – unfassbar, was sie erbeuten

Schüler im Alter von 13 und 16 Jahren haben im Ruhrgebiet einen Raubüberfall begangen und dabei eine Schusswaffe genutzt.

Essen – Das Leben als Kriminelle scheint für diese beiden Jungs aus dem Ruhrgebiet fast vorgezeichnet: Am Samstag haben zwei Schüler eine Trinkhalle in Essen überfallen.

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OberbürgermeisterThomas Kufen (CDU)

Essen / NRW: Schüler starten Überfall – Polizei fast Mini-Banditen

Wie die Polizei Essen aktuell berichtet, hätten die beiden 13 und 16 Jahre alten Kinder die Verkaufsstelle an der Essener Straße im Stadtteil Stoppenberg am Samstag (26. Juni) gegen 4.40 Uhr betreten und eine Schusswaffe gezückt.

Von der 53 Jahre alten Verkäuferin verlangten die kriminellen Minderjährigen Bargeld. Doch dazu kam es nicht. Die Mitarbeiterin der Trinkhalle ergriff in einem günstigen Moment die Flucht. Auch das Duo suchte das Weite, ließ es sich aber nicht nehmen, etwas aus der Trinkhalle zu ergaunern: zwei Schachteln Zigaretten.

Junge Räuber von der Polizei Essen nach Raubüberfall festgenommen

Inzwischen wurde die Polizei alarmiert und war so schnell zur Stelle, dass die beiden Räuber nach kurzer Verfolgung vorläufig festgenommen werden konnten.

Die Polizei suchte in der Folge den Fluchtweg nach Beweismitteln ab und fand eine Sturmhaube, die zwei Zigarettenschachteln sowie eine durchgeladene PTB-Waffe.

Jugendliche in Essen nutzten Schreckschusspistole für Überfall

Dabei handelt es sich um eine Waffe, die mit dem kleinen Waffenschein geführt werden darf, also Signal-, Reizstoff- oder Schreckschusswaffen. Diese Waffen bedürfen zu ihrer Zulassung ein PTB-Prüfsiegel, also von der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB).

Dass die beiden 13- und 16-Jährigen eine Berechtigung zum Führen dieser Waffe hatten, ist ausgeschlossen: Dafür muss man 18 Jahre alt sein. Das Raubkommissariat der Polizei Essen setzt die Ermittlungen fort.

Rubriklistenbild: © Friso Grentsch/dpa, Bundespolizei Sankt Augustin; Collage: RUHR24

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