Auch A52 betroffen

Bombe in Essen: 9000 Anwohner warteten bis tief in die Nacht auf die Entschärfung

Für die Evakuierung in Essen werden viele Krankenwagen benötigt.
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Für die Evakuierung in Essen wurden viele Krankenwagen benötigt.

In Essen-Rüttenscheid sind am Dienstag (10. August) zwei Blindgänger gefunden worden. Die Entschärfung erfolgte in der Nacht. Dazu wurde auch die A52 gesperrt.

Update, Mittwoch (11. August), 3 Uhr: Essen – Die Entschärfungen wurden erfolgreich beendet. Alle Sperrungen werden jetzt nach und nach wieder aufgehoben. Wir danken allen Einsatzkräften!

Update, Dienstag (10. August), 22.38 Uhr: Essen – Bei der Evakuierung in Essen konnte nun auch die Sperren des inneren Kreises geschlossen werden. Die Anwohner im Äußeren müssen bis zur Entschärfung in ihren Wohnungen bleiben. Im Inneren wurde geräumt.

Stadt im RuhrgebietEssen
Fläche210,3 km²
Einwohner 583.109 (2019)

Blindgänger in Essen: Evakuierung dauert an – „luftschutzmäßiges Verhalten“ an der Rüttenscheider

Update, Dienstag (10. August), 21.50 Uhr: Der erste Durchgang der Evakuierung ist abgeschlossen, twittert die Stadt Essen soeben. Demnach wird der äußere Ring nun zugezogen. Der ÖPNV kommt in der Sperrzone zum Erliegen.

Die Stadt Essen mahnt jedoch, dass insbesondere für die Gastronomie an der Rüttenscheider Straße und auch den Isenbergplatz „luftschutzmäßiges Verhalten“ gilt. Das bedeutet:

  • Haus oder Wohnung nicht verlassen.
  • Fenster und Türen geschlossen halten.
  • Auf der von den Blindgängern abgewandten Seite der Wohnung aufhalten.

Noch ist unklar, wie lange es bis zur Entschärfung der Blindgänger in Essen dauern wird. Buslinien werden bis dahin umgeleitet, Straßen- und U-Bahnen fahren verkürzt.

Bislang mussten zudem 17 Menschen mit einer Corona-Infektion unter Quarantänemaßnahmen in Sicherheit gebracht und betreut werden.

Blindgänger-Evakuierung in Essen: Corona-Fälle erschweren Räumung

Update, Dienstag (10. August), 21.10 Uhr: Die Evakuierung der Anwohner in der Sperrzone zieht sich weiter hin. Zwei der betroffenen Seniorenheime seien bereits geräumt, teilt die Stadt Essen am Abend mit. Rund 135 Krankentransporte sind nötig, viele davon aber bereits abgearbeitet. Gegen 20 Uhr waren bereits rund 340 Menschen in der Betreuungsstelle an der Messe.

Update, Dienstag (10. August), 18.40 Uhr: Nach dem Fund zweier Blindgänger in Essen hat die Evakuierung des inneren Sperrbezirks begonnen. Das teilt die Stadt Essen auf Twitter mit. Hunderte Einsatzkräfte der Feuerwehr aus Essen, Mülheim und Oberhausen sind im Einsatz.

Erschwert wird die Evakuierung, weil unter den Anwohnern teilweise Corona-Infizierte sind. „Dabei handelt es sich um Reiserückkehrer, die sich über das Bürgertelefon gemeldet haben“, schreibt die Stadt am Nachmittag. Mindestens sieben Menschen sind betroffen und müssen von der Stadt unter Quarantäne in Sicherheit gebracht werden.

A52 von Bomben-Entschärfung betroffen: Feuerwehr Essen gibt Warnung heraus

Update, Dienstag (10. August), 16.15 Uhr: Nun ist klar: Da die A52 auch im Umkreis der Bomben-Entschärfung liegt, muss sie vorübergehend gesperrt werden. Wie lange die Sperrung nötig sein wird, ist aktuell noch unklar. Allerdings kann es deshalb zu Staus kommen. Auch im öffentlichen Nahverkehr kann es zu Verspätungen und Ausfällen kommen.

Das Bürgertelefon der Stadt Essen unter der Nummer 0201/123 88 88 zur Beratung während der Evakuierung freigeschaltet. Außerdem soll über die Sirenen in dem Gebiet gewarnt werden. Ob man selber betroffen ist, kann man zudem auch auf der Evakuierungskarte der Stadt sehen. Für die betroffenen Anwohner wurde eine Betreuungsstelle in der Messe Essen in Halle 7 eingerichtet.

Zusätzlich warnt die Feuerwehr Essen davor, dass alle Fahrzeuge von den Straßen entfernt werden sollten und Gasgeräte abgesperrt werden müssen (alle News zum Ruhrgebiet auf RUHR24).

Evakuierung in Essen: Zwei Weltkriegs-Bomben in Rüttenscheid gefunden

Update, Dienstag (10. August), 15.40 Uhr: Bei den gefundenen Blindgängern sollen es sich laut der Stadt Essen um eine zehn Zentner und eine fünf Zentner schwere Bombe handeln. Aktuell wird die Entschärfung vorbereitet.

Dazu werden etwa 9.000 Menschen evakuiert. „Anwohner*innen, die im Umkreis von 500 Metern um die Bombenfundstelle wohnen, müssen ihre Häuser und Wohnungen verlassen. Alle Gebäude in dem Umkreis werden bis zum Ende der Entschärfung evakuiert“, heißt es vonseiten der Stadt Essen.

Von der Entschärfung und der damit verbundenen Evakuierung ist allerdings auch die A 52 betroffen. Erst gestern (9. August) wurde an der A 44 eine Bombe entschärft. Davon waren insgesamt 6.000 Anwohner betroffen.

Beide liegen an jeweils einer Schule: Dem Helmholtz-Gymnasium an der Rosastraße 83 und am Maria-Wächtler-Gymnasium an der Rosastraße 75. Das berichtet Radio Essen.

Essen: Bombe gefunden – 9000 Anwohner und Autobahn betroffen

Erstmeldung, Dienstag (10. August), 15.17 Uhr: Bei Sondierungsarbeiten an der Rosastraße und der Von-Einem-Straße in Essen-Rüttenscheid wurden zwei Bomben aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Diese sollen heute noch entschärft werden. Etwa 9.125 Menschen müssen dafür evakuiert werden. Wir berichten weiter.

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