Schock in Düsseldorf

Schreckliche Durchsage am S-Bahnhof: "Ihr werdet alle vergast"

Eine Durchsage hat in Düsseldorf Pendler schockiert.
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Eine Durchsage hat in Düsseldorf Pendler schockiert.

Schock am S-Bahnhof Düsseldorf-Friedrichstadt. Dort erklang am Donnerstag die Durchsage "Es grüßt Sie Ihr Führer". Und es wurde noch schlimmer.

  • Eine Durchsage aus einem Lautsprecher hat am Donnerstag (12. Dezember) in Düsseldorf für Entsetzen gesorgt.
  • Am S-Bahnhof Friedrichstadt waren gegen 7 Uhr rechte Parolen zu hören.
  • Nun hat der Staatsschutz die Ermittlungen aufgenommen.

Düsseldorf - "Verspätung auf der Linie S8" oder "Achten Sie auf Ihr Gepäck": So klingen die Durchsagen am S-Bahnhof Friedrichstadt in Düsseldorf im Normalfall. Was Reisende dort am Donnerstag (12. Dezember) zu hören bekamen, dürfte aber viele von ihnen schockiert haben.

Durchsage in Düsseldorf: "Es grüßt Sie Ihr Führer"

"Es grüßt Sie Ihr Führer" lautete eine der erschreckenden Durchsagen, die auf den Bahnsteigen am Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr zu hören war. Das berichtet die Rheinische Post. Zuvor hatten Zeugen eine Tonaufnahme der unangebrachten Durchsage in die Facebook-Gruppe "Nett-Werk Düsseldorf" hochgeladen. Mittlerweile ist diese aber wieder gelöscht.

"Ihr werdet alle vergast, man müsste die Gaskammern wieder aufbauen", lautete der Text einer weiteren Durchsage. Woher diese kam, ist bisher noch nicht geklärt. Fest steht jedoch: Lautsprecher der Bahn oder ein Zug können mittlerweile als Quelle der unangebrachten Aussagen ausgeschlossen werden. Das berichtet die Rheinische Post.

Mehrere Zeugen meldeten die Durchsage in Düsseldorf der Polizei

Laut Polizei hätten mehrere Zeugen den Vorfall gemeldet. Auch der Fahrer einer S-Bahn, die gerade im Bahnhof stand, habe die Beamten alarmiert. Den oder die Urheber der Durchsag e hätte aber niemand gesehen, berichtet die Zeitung weiter.

Aus Polizeikreisen will diese zudem erfahren haben, dass die Durchsage womöglich aus einem Wohnhaus gekommen sei. Auch ein Megafon als mögliche Quelle für die rechten Parolen sei denkbar. Derzeit würden die Ermittlungen noch andauern. Der Staatsschutz habe diese Übernommen.

Bahn will die Durchsage in Düsseldorf nicht tolerieren

Gegenüber der Bild hat sich auch die Bahn zu dem Vorfall geäußert. "Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zum laufenden Ermittlungsverfahren nicht äußern", sagte ein Sprecher des Unternehmens. "Grundsätzlich widersprechen rassistische Äußerungen unseren Unternehmenswerten. Daher werden Aussagen wie diese in keiner Weise toleriert."

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