Fast 2000 Anwohner müssen raus

Nächste Mega-Sprengung im Ruhrgebiet: Der „Weiße Riese“ fällt schon bald

In Duisburg soll im September der nächste „Weiße Riese“ fallen. Das Hochhaus wurde 1974 errichtet und wird nun gesprengt. Rund 2000 Anwohner sind von der Evakuierung betroffen.

Duisburg – 20 Stockwerke aus Beton und Stahl sollen bald verschwinden: Ein weiteres Hochhaus in Duisburg (Ruhrgebiet) soll noch in diesem Jahr gesprengt werden. Dazu müssen jedoch rund 2.000 Anwohner sicherheitshalber ihre Häuser verlassen. Auch Straßen werden gesperrt, berichtet RUHR24*.

StadtDuisburg
VorhabenSprengung der Weißen Riesen
Datum5. September 2021

Duisburg: Sprengung des „Weißen Riesen“ betrifft rund 1.750 Anwohner in Hochheide

Mittlerweile steht auch fest, wann genau das Hochhaus an der Ottostraße im Stadtteil Duisburg-Hochheide gesprengt werden soll:

  • Sonntag, 5. September 2021, 12 Uhr

Dazu muss jedoch der Bereich um das leerstehende Hochhaus weiträumig evakuiert werden. Nach Angaben der Stadt Duisburg müssen rund 1.750 Anwohner bereits am frühen Morgen bis 8 Uhr ihre Häuser verlassen haben (alle News aus dem Ruhrgebiet* auf RUHR24).

Sprengung in Duisburg: Diese Adressen um den „Weißen Riesen“ werden evakuiert

Betroffen von der Evakuierung um den „Weißen Riesen“ in Duisburg sind die Anwohner dieser Adressen:

StraßeHausnummer
Paula-Echter-Straße11, 13, 15, 17, 19, 21, 23, 25, 27, 29
Husemannstraße7, 9, 33, 35, 37, 39, 41
Ottostraße1a bis 13b, 15 bis 52
Hanielstraße17, 19, 21, 36, 38, 40, 42
Lindenstraße23, 25, 27, 29, 31, 33, 35, 37, 39, 40, 42, 44
Moerser Straße180

Bereits vor der Sprengung werden zudem mehrere Straßen in Duisburg-Hochheide gesperrt. Ab 8 Uhr sind am 5. September die Ottostraße (zwischen Moerser Straße und Husemannstraße) und die Husemannstraße (zwischen Kirchstraße und Lauerstraße) gesperrt. Zwischen 8 und 10 Uhr wird auch der Verkehr auf der Moerser Straße angehalten.

Der Evakuiersungsradius um den „Weißen Riesen“ in Duisburg-Hochheide.

Außerdem werden rund um das Sprenggebiet einige Tage zuvor Halteverbote eingerichtet, damit die Sprengmeister alles vorbereiten können.

Evakuierung in Duisburg: Servicenummer für Hilfsbedürftige

Wer nicht gut laufen kann, blind oder bettlägerig ist, soll sich unter der Servicenummer 0203/283 2000 bei der Stadt Duisburg melden. Ein Aufenthaltsraum ist in der Gottfried-Wilhelm-Leibniz-Gesamtschule (Hamborner Straße 274 bis 278, 47166 Duisburg) eingerichtet. Dort können die Anwohner die Zeit der Evakuierung verbringen.

Sobald das Gebäude gesprengt wurde, wird mit einem langen Sirenenton Entwarnung gegeben, kündigt die Stadt Duisburg an. Dann sollen alle Anwohner wieder in ihre Häuser zurückkehren können. Alle weiteren Hinweise zur Sprengung des Hochhauses in Duisburg gibt es bei der Stadt*.

Duisburg: Sprengung wird live übertragen – Stadt rät von Anreise dringend ab

Die Sprengung der „Weißen Riesen“ wird live im WDR übertragen. Die Stadt Duisburg rät von einer Anreise vor Ort dringend ab. Da das Gebiet weiträumig abgesperrt ist, seien das Objekt und die Sprengung ohnehin nicht zu sehen.

Bereits Ende März 2019 wurde der erste „Weiße Riese“ in Duisburg-Hochheide gesprengt. Das Gebäude hatte, ähnlich dem Hannibal in Dortmund-Dorstfeld*, mit Sicherheitsmängeln zu kämpfen. Insgesamt sechs dieser Klötze wurden Mitte der 70er-Jahre auf dem Gelände einer Bergbausiedlung errichtet. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Uwe Köppen

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