Feuerwehr setzte Drohne ein

Traurige Gewissheit nach Hauseinsturz in Düsseldorf: Zweiter vermisster Bauarbeiter ebenfalls tot aufgefunden

Nach einem Hauseinsturz in Düsseldorf hat die Feuerwehr zwei Bauarbeiter tot in den Trümmern aufgefunden. Zuvor wurde lange nach den Männern gesucht.

  • Im Zentrum von Düsseldorf ist ein Hinterhaus eingestürzt.
  • Der Einsturz geschah am Montag während Sanierungsarbeiten.
  • Die Feuerwehr entdeckte zwei Bauarbeiter tot in den Trümmern.

Update, Mittwoch (29. Juli), 18.15 Uhr: Zwei Tage nach dem Hauseinsturz in Düsseldorf haben Rettungskräfte den zweiten vermissten Arbeiter tot in den Trümmern entdeckt. Das teilte die Feuerwehr am Mittwoch mit.

Nach Hauseinsturz in Düsseldorf: Beide vermissten Bauarbeiter tot aufgefunden

Das Haus war bei Sanierungsarbeiten am Montag (27. Juli) aus bislang unbekannten Gründen plötzlich zusammengestürzt. Ein erstes Todesopfer des Unglücks - ein 35-jähriger Arbeiter aus Wuppertal - war bereits am Dienstag (28. Juli) gefunden worden. Wegen der tonnenschweren Trümmer und der instabilen Lage am Unfallort konnten beide Opfer bisher nicht geborgen werden.

Update, Dienstag (28. Juli), 16.30 Uhr: Nachdem die Feuerwehr Düsseldorf am Morgen einen der zwei vermissten Bauarbeiter tot unter den Trümmern des Wohnhauses gefunden hatte, geht die Suche nach dem anderen Arbeiter weiter.

Hauseinsturz in Düsseldorf: Feuerwehr findet toten Bauarbeiter in den Trümmern

Der Mann wird im Keller vermutet, wo er wohl zum Zeitpunkt des Einsturzes arbeitete. Dort sucht die Feuerwehr jetzt mit einer Drohne nach ihm. "Priorität hat die Suche nach der zweiten Person, das ist der Einsatzschwerpunkt", so ein Feuerwehrsprecher gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa). Um den Toten zu identifizieren sei außerdem eine DNA-Probe genommen worden.

Update, Dienstag (28. Juli), 10.35 Uhr: Düsseldorf - Wie die Feuerwehr Düsseldorf mitteilt, wurde einer der vermissten Bauarbeiter im Verlauf des Morgens unter den Trümmern des eingestürzten Hinterhauses tot aufgefunden. 

Nach Hauseinsturz in Düsseldorf: Bergung der Leiche zunächst nicht möglich

"Eine direkte Bergung des Leichnams ist derzeit nicht möglich, da weiter Einsturzgefahr besteht und die Einsatzleitung zum Schutz des noch weiteren Vermissten äußerst umsichtig vorgehen möchte", berichtet die Feuerwehr. Notfallseelsorger und der Notfallpsychologen des Gesundheitsamtes stehen den Angehörigen der Verschütteten in der Nähe zur Einsatzstelle zur Seite. Die Suche nach dem zweiten Vermissten dauert nun weiter an.

Erstmeldung, Dienstag (28. Juli), 8.53 Uhr: In Düsseldorf, im Stadtteil Friedrichstadt, läuft seit Montagnachmittag (27. Juli) eine große Suchaktion nach zwei vermissten Bauarbeitern. Im hinteren Teil eines Wohnhauses in der Luisenstraße war es während Sanierungsarbeiten zu einem Einsturz gekommen.

Stadt

Düsseldorf

Fläche

217,4 km²

Bevölkerung

645,923 (2020)

Oberbürgermeister

Thomas Geisel

Hauseinsturz in Düsseldorf: Gebäude kracht über drei Etagen zusammen

Der Notruf aus der Düsseldorfer Innenstadt erreichte die Feuerwehr am Mittag gegen 13.30 Uhr. Nachdem die Einsatzkräfte kurz darauf eine erste Lageerkundung durchgeführt hatten, war schnell klar: Das leer stehende Gebäude war während der Bauarbeiten über dreieinhalb Geschosse eingestürzt.

Zunächst ging man von einer vermissten Person, einem 39-jährigen Bauarbeiter, aus. Das berichtet die Feuerwehr Düsseldorf in einer aktuellen Pressemitteilung. Er wird demnach unter einem riesigen Schuttberg vermutet. Am Abend kam die Befürchtung dazu, dass ein weiterer, 35 Jahre alter Bauarbeiter verschüttet sein könnte. Mithilfe eines Arbeitskollegen konnte laut Feuerwehr die wahrscheinliche Position des zweiten Mannes eingegrenzt werden.

Nach dem Hauseinsturz in Düsseldorf sind seit vielen Stunden zahlreiche Einsatzkräfte der Feuerwehr vor Ort.

Düsseldorf: Zwei Bauarbeiter nach Hauseinsturz vermisst – schwierige Suchaktion

Da für den Rest des Gebäudes eine akute Einsturzgefahr besteht, müssen die Einsatzkräfte bei der Suche äußerst vorsichtig vorgehen. Es standen zunächst Sicherungsarbeiten an, um die Einsatzkräfte und die mutmaßlich Verschütteten nicht zusätzlich zu gefährden.

Die ganze Nacht über sei nach Zugangsmöglichkeiten gesucht worden, heißt es vonseiten der Feuerwehr, die mit rund 80 Kräften am Unglücksort im Einsatz ist. Hierfür wurden Teile des Baugerüstes sowie Trümmer- und Gebäudeteile "in mühevoller Kleinarbeit entfernt."

Hauseinsturz in Düsseldorf: Ein weiterer Bauarbeiter zur Behandlung im Krankenhaus

Neben den beiden Vermissten sollen zehn weitere Männer auf der Baustelle gearbeitet haben. Einer sei wegen eines internistischen Notfalls in ein Krankenhaus gebracht worden, neun wurden zunächst vor Ort von den Einsatzkräften betreut. Von ihnen wurde keiner körperlich verletzt.

Warum ein Teil des Hinterhauses des Wohngebäudes – das nur einige Gehminuten von der Königsallee entfernt ist – einstürzte, ist aktuell nicht klar. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen dazu bereits aufgenommen. Die Fassade des Vorderhauses war zumindest äußerlich nicht beschädigt. Durch das Tor zum Hinterhof waren am Montag Trümmerteile und ein eingestürztes Baugerüst zu sehen.

Grund für Hauseinsturz in Düsseldorf unklar – Kriminalpolizei ermittelt 

Seit Montagnachmittag ist eine Rettungshundestaffel mit elf Tieren vor Ort, um bei Bedarf die Feuerwehrkräfte zu unterstützen. Drei angrenzende Gebäude ließ die Feuerwehr Düsseldorf außerdem vorsichtshalber räumen. Von der Räumung waren zunächst 40 Menschen betroffen, von denen 31 von der Stadt in anderen Wohnungen untergebracht wurden.

Rubriklistenbild: © Henning Kaiser/dpa

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