Beschluss gilt ab Freitag

NRW: Großstadt verhängt Alkoholverbot in der Innenstadt und verschärft die Corona-Regeln drastisch

Die Stadt Düsseldorf reagiert mit schärferen Corona-Regeln in der Altstadt und an der Rheinuferpromenade auf die chaotischen Zustände vom Pfingstwochenende.

Düsseldorf – Wie viele andere Kreise und Städte darf sich auch Düsseldorf über eine positive Entwicklung mit Blick auf die Corona-Fallzahlen freuen. Die Sieben-Tage-Inzidenz in der Landeshauptstadt von Nordrhein-Westfalen lag am Freitagmorgen (28. Mai) bei 50,8. Schon am Samstag (29. Mai) könnte sie unter den Wert von 50 fallen. Die Erfolge will man am Rhein nicht leichtfertig verspielen.

StadtDüsseldorf
BundeslandNordrhein-Westfalen
RegierungsbezirkDüsseldorf
OberbürgermeisterStephan Keller (CDU)

Düsseldorf reagiert auf Corona-Chaos an Pfingsten mit Alkohol- und Verweilverbot

Per Allgemeinverfügung hat die Stadt deshalb in Absprache mit dem NRW-Gesundheitsministerium ein Alkohol- und Verweilverbot im öffentlichen Raum angeordnet. Es gilt ab dem 28. Mai an Freitagen, Samstagen, Sonntagen und am Tag vor Feiertagen jeweils von 20 bis 5 Uhr des Folgetages, an sonstigen Wochentagen von 20 bis 1 Uhr. Die Maßnahmen gelten zunächst für zwei Wochen, also bis zum 11. Juni.

Entlang des Rheinufers in Düsseldorf gelten jetzt strengere Corona-Regeln.

Betroffen von den neuen Verboten ist das Maskenpflichtgebiet in Düsseldorf, also die Altstadt, einschließlich der Rheinuferpromenade. Ausnahmen bestehen für Warteschlangen vor dem Einzelhandel und sonstigen geöffneten Einrichtungen. Auf Terrassen der Außengastronomie darf Alkohol konsumiert werden.

Düsseldorf: Alkoholverbot in der Altstadt und am Rheinufer – 50 Euro bei Verstößen

Der Ordnungs- und Servicedienst (OSD) wird das Alkohol- und Verweilverbot kontrollieren. Bei Verstößen werde in der Regel ein Verwarngeld von 50 Euro erhoben, teilt die Stadt mit. Zudem werde die Polizeipräsenz in den entsprechenden Bereichen erhöht. Zugangskontrollen werde es hingegen nicht geben (mehr Corona-News aus NRW auf RUHR24).

Mit den strengeren Corona-Regeln an beliebten Orten der Stadt reagiert Düsseldorf auf die teils chaotischen Zustände vom zurückliegenden Pfingstwochenende. Der OSD leitete 313 Verfahren wegen Verstößen gegen die Coronaschutzverordnung ein. Zudem sorgten Auto-Poser auf der Königsallee für Probleme. Im Nachgang wurde Kritik an der Stadtspitze laut, der zu spätes Handeln vorgeworfen wurde.

Corona in Düsseldorf: Stadt kämpfte zuletzt auch mit Auto-Posern

„Durch Alkohol wachsen leider bei einigen Besuchern Risikobereitschaft und Aggressivität. Dies hat den Krisenstab am gestrigen Mittwoch bewogen, auf Empfehlung auch von Polizei und Dehoga ein Verweil- und Alkoholkonsumverbot für die Altstadt und Rheinpromenade zu beschließen“, erklärt Ordnungsdezernent und Krisenstabsleiter Christian Zaum die neuen Maßnahmen.

Zusätzlich zum Alkohol- und Verweilverbot in der Altstadt und entlang der Rheinuferpromenade wird die Königsallee freitags, samstags und in Nächten vor Feiertagen generell und sonst anlassbezogen für den nächtlichen Autoverkehr gesperrt. Zudem wird in den Abendstunden die Zufahrt zum Mannesmann- und Rathausufer stärker kontrolliert. Damit will der Krisenstab nicht nur die Autoposer-Szene, sondern auch den touristischen Besucherverkehr eindämmen.

Rubriklistenbild: © Caroline Seidel/dpa

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