Blindgänger außer Gefecht

1000-Kilo-Bombe in Düsseldorf erfolgreich entschärft - Anwohner verzögerten Evakuierung

Gebanntes Warten: Die Entschärfung der Bombe in Düsseldorf hat sich einige Zeit verzögert.
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Gebanntes Warten: Die Entschärfung der Bombe in Düsseldorf hat sich einige Zeit verzögert.

In Düsseldorf-Derendorf wurde am Freitag bei Bauarbeiten ein Blindgänger gefunden. Die 1000-Kilo-Bombe wurde erfolgreich entschärft.

  • Ein Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Freitag (17. Januar) in Düsseldorf-Derendorf gefunden.
  • 11.600 Menschen mussten ihre Häuser verlassen, rund 31.000 Menschen waren insgesamt betroffen.
  • Die Bombe sollte ursprünglich gegen 23 Uhr entschärft werden, die Entschärfung startete jedoch gut 1,5 Stunden später. Der Grund: Einzelne Anwohner verzögerten die Evakuierung, weil sie ihre Wohnungen nicht verlassen wollten.

Update, Samstag (18. Januar), 1.17 Uhr: Wie die Feuerwehr Düsseldorf mitteilt, ist die Bombe in Derendorf erfolgreich entschärft worden. Wir beenden damit diesen Live-Tickert und bedanken uns für das Interesse. Die Straßensperrungen werden nun nach und nach zurückgenommen und alle Bewohner dürfen endlich zurück in Ihre Wohnungen.

Bombe von Düsseldorf ist kein Leichtgewicht

Update, Samstag (18. Januar), 1.09 Uhr: Die Bombe, die aktuell in Düsseldorf entschärft wird, ist kein Leichtgewicht. Zehn Zentner wiegt sie, also 1000 Kilogramm. Die Bomben, die für gewöhnlich in NRW gefunden werden, wiegen in der Regel bei 250 bis 500 Kilogramm. Die Blindgänger, die zuletzt bei der Mega-Evakuierung in Dortmund entschärft wurden, wogen zum Beispiel "nur" 250 Kilogramm. 14.000 Menschen mussten dort ihre Wohnungen verlassen.

Update, Samstag (18. Januar), 1.02 Uhr: Lange kann es nicht mehr dauern, bis die Bombe von Düsseldorf-Derendorf entschärft ist. Aber es wird nicht die Letzte sein. Experten meinen, das Ende ist lange nicht in Sicht - etwa auch in Städten wie Dortmund.

Update, Samstag (18. Januar), 00.50 Uhr: Manchmal geht es ganz schnell, manchmal dauert eine Entschärfung etwas länger. In der Regel schätzen Experten einen Zeitaufwand von 30 bis 60 Minuten. Mal sehen, wie lange es in Düsseldorf heute dauert, bis die Bombe entschärft ist.

Düsseldorf: Entschärfung der Bombe beginnt mitten in der Nacht

Update, Samstag (18. Januar), 00.28 Uhr: Die Entschärfung hat begonnen! Das Entschärfungskommando vom Kampfmittelräumdienst gibt jetzt sein Bestes, teilt die Feuerwehr in Düsseldorf mit.

Update, Freitag (17. Januar), 23.54 Uhr: Sogenannte Evakuierungsverweigerer verzögern die Entschärfung des Blindgängers an der Ulmenstraße in Düsseldorf-Derendorf. Unter Umständen kommt auf die eine Geldstrafe oder auch eine Ingewahrsamnahme zu. In den verschiedenen NRW-Städten gibt es diesbezüglich verschiedene Vorgehensweisen.

Bombe von Düsseldorf liegt auf ehemaligem JVA-Gelände 

Update, Freitag (17. Januar), 23.48 Uhr: So langsam könnte die Entschärfung losgehen. Aber es gibt scheinbar immer noch Probleme mit der Evakuierung. Hier ist übrigens ein Bild von heute Mittag vom Ort des Fundes des Blindgängers in Düsseldorf:

Hier liegt die Bombe in Düsseldorf.

Die Bombe liegt im Stadtteil Derendorf an der Ulmenstraße, also auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt. Der Fundort befindet sich ein paar Kilometer nördlich der Altstadt und südlich des Flughafens.

Update, Freitag (17. Januar), 23.34 Uhr: Seit etwa 23 Uhr halten keinen S-Bahnen mehr in Düsseldorf-Derendorf, teilt die Deutsche Bahn mit. Wer mit der S1, der S6 oder der S11 unterwegs ist, kann dort also weder ein- noch aussteigen.

Evakuierung in Düsseldorf: Renitente Anwohner verzögern Entschärfung

Update, Freitag (17. Januar), 22.45 Uhr: Wie die Rheinische Post berichtet, sollen sich einige Anwohner weigern, ihre Wohnungen zu verlassen. Die Evakuierung und die Entschärfung verzögern sich dadurch. Anvisiert war die Entschärfung für etwa 23 Uhr. Daraus wird offenbar aber nichts.

Update, Freitag (17. Januar), 22.20 Uhr: Die Feuerwehr Düsseldorf hat die Anwohner des äußeren Evakuierungskreises gebeten, jetzt ihre Wohnungen aufzusuchen. Ein Aufenthalt im Freien sei seit 22 Uhr nicht mehr gestattet. "Wir bitten Euch hierbei zu unterstützen und den Weisungen der Einsatzkräfte folge zu leisten", heißt es von den Einsatzkräften.

Düsseldorf: Entschärfung sorgt für müde Anwohner in Evakuierungsstelle 

Update, Freitag (17. Januar), 21.30 Uhr: Die Feuerwehr Düsseldorf teilt auf Twitter auch Updates aus der Unterkunft für die Menschen, die aus ihren Häusern raus mussten. So warten auch derzeit die Menschen im Max-Planck-Gymnasium in Düsseldorf-Stockum auf den Beginn der Entschärfung.

Wann genau die Entschärfung stattfindet, ist allerdings noch nicht klar. Bis 22 Uhr müssen alle Menschen in Zone A ihre Häuser verlassen haben.

Update, Freitag (17. Januar), 20.35 Uhr: Wie die Feuerwehr Düsseldorf mitteilt, sind insgesamt rund 500 Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes, der Hilfsorganisationen, des städtischen Ordnungsamtes, der Polizei, Rheinbahn, dem Amt für Verkehrsmanagement und der Infoline der Stadt Düsseldorf im Einsatz. In rund 90 Minuten muss der letzte Bewohner aus dem Sperrgebiet sein, damit die Evakuierung beginnen kann.

Evakuierung in Düsseldorf läuft planmäßig - Entschärfung nach 22 Uhr

Update, Freitag (17. Januar), 20 Uhr: Nach Angaben der Feuerwehr Düsseldorf läuft die Evakuierung planmäßig. Beide Altenheime seien erfolgreich evakuiert worden. 200 Senioren und Seniorinnen wurden in eine andere Unterkunft gebracht. Die bisher noch geöffneten Geschäfte werden jetzt um 20 Uhr geschlossen.

Update, Freitag (17. Januar), 19.45 Uhr: Zwar sind rund 30.000 Menschen von der Entschärfung betroffen, aber nicht alle müssen ihre Wohnungen verlassen. "Lediglich" diejenigen, die innerhalb des inneren Evakuierungskreises wohnen, müssen raus. Das sind bis zu 11.650 Menschen, wie es von der Feuerwehr Düsseldorf heißt. Diejenigen, die innerhalb des zweiten Ringes wohnen, sollten sich während der Zeit der Entschärfung in ihren Häusern und möglichst entfernt von Glasflächen aufhalten.

Update, Freitag (17. Januar), 19.19 Uhr: Inzwischen steht fest, dass die 10-Zentner-Bombe am späten Abend entschärft wird. Wie die Stadt Düsseldorf berichtet, müssen betroffene Bereiche bis 22 Uhr evakuiert sein.

Düsseldorf: Entschärfung der Bombe startet erst weit nach 22 Uhr

Update, Freitag (17. Januar), 19 Uhr: Wie die Polizei Düsseldorf bekannt gegeben hat, soll die gefundene Bombe entweder um 20 Uhr oder um 23 Uhr entschärft werden. Anwohner in der Gefahrenzone A sollten sich daher vorsichtshalber einen Schlafplatz für die Nacht besorgen.

Das Problem: Wenn die Bombe um 20 Uhr entschärft wird, verhängt der Flughafen Düsseldorf, der nur rund fünf Kilometer entfernt ist, ein Landeverbot. 

Derzeit laufen noch die Evakuierungen der Altenheime. Außerdem prüft derzeit die Polizei, ob in den evakuierten Wohnungen noch Licht brennt. Auch auf den Straßen rund um das gesperrte Gebiet kommt es zwischenzeitlich zu Stau. Daher sollte das Gebiet großflächig umfahren werden.

Evakuierung in Düsseldorf: Straßen werden wegen Entschärfung ab 18.30 Uhr gesperrt

Update, Freitag (17. Januar), 17.35 Uhr: Die Polizei Düsseldorf und das Ordnungsamt werden die von der Evakuierung betroffenen Straßen ab 18.30 Uhr sperren. Es wird empfohlen, die Gefahrenbereiche weiträumig zu umfahren. Wie die Feuerwehr der Rheinischen Post mitteilte, kann das Expertenteam mit der Entschärfung beginnen, sobald alle Anwohner sich aus dem evakuierten Gebiet entfernt haben.

Update, Freitag (17. Januar), 16.45 Uhr: Nun gab die Stadt Düsseldorf Auskunft über den Bahnverkehr rund um den gefundenen Blindgänger in Düsseldorf-Derendorf. So soll die Station "Derendorf" nicht mehr von der S-Bahn angefahren werden.

Der normale Zugverkehr in dem Bereich wird aber weiterhin stattfinden, Züge werden auch durch das Evakuierungsgebiet durchfahren können. So bleibt den Pendlern ein Bahnchaos in NRW erspart.

Beim Bombenfund Ende Januar nahe der B1 in Dortmund waren der Straßenverkehr sowie die Stadtbahnlinien betroffen.

Nach Fund eines Blindgängers in Düsseldorf: Diese Straßen sind von der Evakuierung betroffen

Der Straßenverkehr rund um die Ulmestraße, Johannstraße, Heinrich-Ehrhardt-Straße, Münsterstraße und Jülicher Straße werden von der Evakuierung betroffen sein. Die viel befahrene Straße Kennedydamm wird aber nicht gesperrt werden und bleibt für die Autofahrer offen.

Für die Bewohner der evakuierten Gebäude stehen ab 17 Uhr die Räume des Max-Planck-Gymnasiums im Düsseldorfer Stadtteil Stockum offen. Derzeit werden von Düsseldorfer Hilfsorganisationen Betreuungen organisiert.

Update, Freitag (17. Januar), 15.30 Uhr: Die Stadt Düsseldorf gab nun auf Twitter den Radius der Evakuierung bekannt. In einem Radius von 500 Meter (Gefahrenbereich A) rund um die ehemalige JVA in Düsseldorf-Derendorf werden 11.650 Menschen evakuiert.

Die Karte zeigt auch: Im Gefahrenbereich B im Radius von 1.000 Metern geht es um 19.225 Menschen. Sie dürfen während der Entschärfung der Bombe in ihren Wohnungen bleiben, aber sich nicht im Freien aufhalten.

Update, Freitag (17. Januar), 14.25 Uhr: Wie die Deutsche-Presse-Agentur berichtet, müssen 11.600 Menschen in dem Gebiet rund um den gefundenen Blindgänger ihre Häuser verlassen. 

Auf dem Gelände der ehemaligen JVA sollen in den kommenden Monaten neue Wohnungen entstehen. Bereits im Oktober vergangenen Jahres wurde an der Stelle eine Fliegerbombe gefunden. Diese hatte allerdings keinen Zünder, Experten gaben daher schnell die Entwarnung.

Erstmeldung, Freitag (17. Januar), 14.05 Uhr: Düsseldorf - In Düsseldorf wurde heute (17. Januar) bei Bauarbeiten eine britische Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Der Blindgänger muss noch am Freitag entschärft werden. Von der Evakuierung sind ungefähr 30.000 Menschen betroffen.

Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg in Düsseldorf muss heute noch entschärft werden

Gefunden wurde der Blindgänger auf dem Gelände der ehemaligen Justizvollzugsanstalt im Düsseldorfer Stadtteil Derendorf. Laut der Stadt Düsseldorf ist die gefundene Bombe eine Zehn-Zentner-Bombe mit einem Aufschlagzünder.

Sie muss noch am heutigen Freitag von Experten entschärft werden. Nach den ersten Auswertungen befinden sich 30.000 Menschen im Radius der Evakuierung. Darunter liegen auch zwei Altenheime, die geräumt werden müssen.

Stadt Düsseldorf berät derzeit über den Umgang mit dem Blindgänger

Das Krisenmanagement der Stadt sei alarmiert und berät derzeit über die weiteren Maßnahmen zur Bombenentschärfung. Die Stadt Düsseldorf möchte zeitnah weitere Infos zur Evakuierung bekannt geben.

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