Weltkonzern aus Bielefeld

NRW: Corona setzt Dr. Oetker zu – Konzern ändert jetzt die Strategie

Der NRW-Konzern Dr. Oetker ist von der Corona-Krise getroffen. Jetzt hat das Unternehmen aus Bielefeld reagiert.

Bielefeld – Die Corona-Krise setzt zahlreichen Unternehmen mächtig zu. Auch Dr. Oetker, ein großer und weltweit bekannter Konzern aus NRW*, reagiert jetzt und schließt sogar ein Werk, wie RUHR24* berichtet.

UnternehmenDr. Oetker
SitzBielefeld (NRW)
EreignisUmstrukturierung des Konzerns

Corona in NRW: Dr. Oetker schließt Werk wegen der Pandemie – Arbeitsplätze betroffen.

Wie aus einer Mitteilung des Unternehmens aus Bielefeld hervorgeht, hat man sich dazu entschlossen, ein Werk in Baden-Württemberg zu schließen. Es handelt sich um das Werk in Ettlingen bei Karlsruhe.

„Die Produktion am Standort Ettlingen soll schrittweise eingestellt werden“, heißt es in einer Mitteilung von Dr. Oetker. Betroffen sind rund 190 Arbeitsplätze. Etwa 50 Arbeitsplätze im Bereich Marketing, Vertrieb und Verwaltung sollen allerdings langfristig erhalten bleiben (mehr News zu Corona in NRW bei RUHR24).

Im Werk in Baden-Württemberg, so der NRW-Konzern, werden vor allem Saucen und Suppen hergestellt. Die Nachfrage nach diesen Nahrungsmitteln sei in den letzten Jahren aber zurückgegangen. Das Werk in Ettlingen beliefert besonders Großverbraucher wie Kantinen und Groß-Gastronomen.

Corona in NRW: Dr. Oetker verkauft weniger Suppen für Kantinen – aber mehr Pizzen für zu Hause

Doch nicht erst seit der Corona-Krise* sei es laut Dr. Oetker zu einem Rückgang in diesem Sektor gekommen. Schon seit 2016 kämpft das Werk in Baden-Württemberg mit Verlusten. Andere Werke sollen die Produktion jetzt übernehmen.

Allerdings ist auch zu beobachten, wie die Märkte für Desserts, Backen und Pizza in den vergangenen Jahren gestiegen sind – vor allen Dingen im Außer-Haus-Geschäft. Denn in der Corona-Krise lassen sich Menschen ihre Produkte häufiger nach Hause liefern. Vor allem: Pizza. Erst 2021 hatte Dr. Oetker den Lieferdienst „Flaschenpost“ übernommen*.

Alex Zinke, Mitglied der Geschäftsleitung von Dr. Oetker Deutschland, sagt, dass es schmerzhaft sei, Umstrukturierungen vornehmen zu müssen. Allerdings seien diese aufgrund der veränderten Marktlage unumgänglich. Pizza zu Hause statt Suppe in der Kantine heißt also das neue Motto des Konzerns aus Bielefeld. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Bernd Thissen/dpa

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