Verkehrschaos ausgelöst

Dortmund: Lkw-Fahrer blockieren A2 – Protest sorgt für Unfälle

Lkw-Fahrer haben auf Autobahnen in NRW protestiert. Auf der A2 bei Dortmund sorgte das laut Polizei für mehrere Unfälle.

Update, Mittwoch (16. März), 20.00 Uhr: NRW/Dortmund – Die Dortmunder Polizei musste gleich mehrfach wegen der Protestaktionen der Lkw-Fahrer gegen die hohen Spritpreise eingreifen. Betroffen war dabei unter anderem die A2 Richtung Hannover in Höhe der Ausfahrt Dortmund-Nordost. Dort blockierten drei Lastwagen die Fahrbahnen fünf Minuten lang, bevor sie im Schritttempo weiterfuhren.

Dortmund: Lkw-Protest sorgt für Unfälle – Polizei hält Aktion für „lebensgefährlich“

Es kam zu einem Rückstau, der zu Unfällen mit einem Schaden von 16.000 Euro führte. Einer der Lkw-Fahrer konnte angehalten werden. Führerschein und Fahrzeug wurden beschlagnahmt. Ihm droht nun ein Strafverfahren. Auch auf der A1 bei Hagen wurden fünf LKWs angehalten. Ermittlungen finden aktuell noch statt.

NRW: Protest gegen Spritpreise geplant – LKW-Fahrer wollen Autobahnen blockieren

Zudem gab es seitens der Polizei Dortmund den Aufruf, Autobahnen nicht für Proteste zu nutzen: „So sehr man auch die Hintergründe der Aktion verstehen kann, Verkehr auf einer Autobahn abzubremsen, ist schlichtweg lebensgefährlich“, hieß es in einer Pressemeldung.

NRW: Protest von Lkw-Fahrern soll Autobahn blockieren – notfalls über mehrere Tage

Erstmeldung, Mittwoch (16. März), 6.12 Uhr: Wer am Mittwoch (16. März) über eine Autobahn in Nordrhein-Westfalen fahren muss, könnte Schwierigkeiten bekommen. Lkw-Fahrer haben einen Protest geplant und wollen um 14 Uhr einfach stehenbleiben. Laut Ankündigung sind die A3, die A4 im Sauerland, die A61 und die A1 bei Dortmund betroffen.

„Das reicht, um ein Riesenchaos zu schaffen“, erklärte Gerd Fischer, ein Spediteur aus Bergisch Gladbach gegenüber dem WDR. Er habe den Protest über Whatsapp und über Funk mit seinen Kollegen geplant. Die Preise „bedrohen Existenzen, zerstören Familien“, verriet er weiter (mehr News aus NRW bei RUHR24 lesen).

Lkw-Fahrer protestieren auf Autobahnen in NRW: Grund sind hohe Spritpreise

Die Aktion soll über einen Zeitraum von vier bis fünf Stunden stattfinden und für zahlreiche Staus sorgen. Eine Forderung steht auch im Raum. Da die hohen Preise dafür sorgen, dass Spediteure vor dem Ruin stehen, soll der Dieselpreis auf 1,30 Euro gesenkt werden. Auch die CO2-Steuer sei zu hoch.

Sollte der Protest keine Früchte tragen, soll bereits am Samstag (19. März) der nächste folgen. Bleibt auch der ohne Erfolg, so habe man vor, ab Montag (21. März) ganze drei Tage lang die Autobahnen zu blockieren. Auch der Branchenverband Güterkraftverkehr Logistik und Entsorgung hat sich geäußert und Entlastungen und Unterstützung von der Politik gefordert.

Rubriklistenbild: © Rolf Vennenbernd/DPA

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