Social Media

Dortmund: OB Westphal sorgt mit Facebook- und Instagram-Profil für Furore

Geht es im Facebook- und Instagram-Profil von Dortmunds OB Westphal (SPD) nicht rechtens zu?

Dortmund – Thomas Westphal, Oberbürgermeister der Stadt Dortmund*, muss sich weiter gegen der Kritik an seinen Social-Media-Kanälen auf Facebook und Instagram wehren. Die CDU im Rat der Stadt rückt dem SPD-Politiker abermals auf die Pelle. RUHR24* erklärt, worin die Christdemokraten das Problem sehen.

NameThomas Westphal
Geboren22. Februar 1967 (Alter 54 Jahre), Lübeck
ParteiSPD

Dortmund: Thomas Westphal steht wegen Facebook- und Instagram-Kanälen in der Kritik

Im Herbst 2021 machte die Partei die Öffentlichkeit erstmals auf die angeblichen Ungereimtheiten Thomas Westphals in seinen privaten Kanälen auf Facebook und Instagram aufmerksam. Die CDU vermutet, der Oberbürgermeister Dortmunds würde seine privaten Accounts mit Videos und Fotos füttern, die von der Stadt Dortmund mit öffentlichen Geldern finanziert worden sind.

In der kommenden Ratssitzung am Donnerstag (17. Februar) gibt es diesbezüglich eine konkrete Anfrage an den Dortmunder OB: Die Dortmunder CDU* will nun genau wissen, welche privaten Beiträge Westphals von der Stadt beworben worden seien und wie oft Westphal bislang städtisch produzierte Inhalte auf seinen privaten Kanälen verwendet habe.

Thomas Westphal: Dortmunds Stadtoberhaupt wird von der CDU wegen Social-Media angegangen

Als strittig sieht die CDU etwa eine Facebook-Anzeige der Stadt Dortmund an, in der das private Facebook-Profil von Thomas Westphal* verlinkt ist. Außerdem kritisiert die Partei, dass Westphal auf seinem Business-Profil auf Instagram ein potenzielles Foto der Dortmund-Agentur verwendet – die wiederum der Stadt Dortmund gehört und aus öffentlichen Geldern finanziert wird.

Bevorteilt Thomas Westphal sich selbst – und seine Partei, die SPD – also auf Kosten der Steuerzahler? Gegenüber den Ruhr Nachrichten wies Westphal bereits im Herbst 2021 jede Kritik von sich. Die Trennung zwischen städtischem und privatem Profil sei „sauber“, so das Presseamt der Stadt damals. Interessenkonflikte zwischen Amt und Privatperson gebe es nicht, da Westphal seine Social-Media-Kanäle privat betreue.

Thomas Westphal: OB von Dortmund darf auf Facebook und Instagram nicht alles

Hat Thomas Westphal auf seinem privaten Social-Media-Account also die Freiheit, zu tun, was er will? Nicht ganz, denn auch ein Amtsträger wie Westphal muss auf Social-Media vorsichtig sein. Etwa dann, wenn nicht klar ist, ob die Aussagen bei Facebook oder Instagram nicht klar zwischen Privatperson und Oberbürgermeister zu unterscheiden sind.

Dortmunds Oberbürgermeister Thomas Westphal (SPD) muss sich gegenüber der CDU rechtfertigen.

Jetzt ist die Frage zu klären, ob die Stadt Dortmund eigens für die privaten Kanäle Westphals Beiträge mit öffentlichen Geldern erstellen ließ – etwa Videos oder Fotos – oder ob Westphal diese einfach zweitverwertete, nachdem sie auf den Kanälen der Stadt Dortmund online gegangen waren. Man darf gespannt sein, ob Westphal sich dazu am Donnerstag im Rat äußert. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Daniele Giustolisi/RUHR24, Roland Gorecki/Dortmund-Agentur

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