Rückkehr zum Präsenzunterricht

Schulen in Dortmund öffnen: Bus und Bahn reagieren auf Ansturm

Trotz Corona ist zunehmend mehr Normalität möglich. In Dortmund öffnen die Schulen endlich wieder. Das hat Auswirkungen auf den Bus- und Bahnverkehr.

Dortmund – Noch befinden sich die Schulen in Dortmund im Wechselunterricht*. Am Montag (31. Mai) ist damit Schluss. Dann kehren die Schulen in der BVB-Stadt gemäß der aktuellen Coronabetreuungsverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen zum Präsenzunterricht zurück, berichtet RUHR24*.

StadtDortmund
BundeslandNordrhein-Westfalen
RegierungsbezirkArnsberg
OberbürgermeisterThomas Westphal (SPD)

Schulen in Dortmund öffnen am Montag (31. Mai) – DSW21 bietet 481 zusätzliche Fahrten an

In Dortmund* reagiert man auf die neue Situation. Der Verkehrsbetrieb DSW21 ergänzt den momentanen Fahrplan um hunderte Fahrten. Ziel sei es, alle Schüler auf dem Weg zur Schule und zurück nach Hause bestmöglich zu verteilen. „Deshalb rollt bei uns an Schultagen immer noch alles, was wir und die in unserem Auftrag fahrenden Unternehmen fahren können“, sagt Lars Hirschfeld, Leiter der DSW21-Verkehrsplanung.

Insgesamt werde es im Schulverkehr morgens und mittags 481 zusätzliche Fahrten geben. Die Zusatzfahrten erhöhen entweder den Takt auf den bestehenden Linien oder steuern gezielt große Schulen und Schulzentren in Dortmund an. Um die U44 zu entlasten, verkehrt zwischen 7 und 8 Uhr morgens ein zusätzlicher Pendelbus zwischen Borsigplatz und Reinoldikirche. DSW21 informiert über alle Fahrten online in der Fahrplanauskunft.

Schul-Rückkehr in Dortmund: DSW21 bereitet sich vor – Maskenpflicht gilt unverändert

Sollte es dennoch zu Problemen bei der Verteilung der Schüler kommen, werde man notfalls auch kurzfristig nachsteuern. Grundsätzlich ist DSW21 aber optimistisch. Die größeren Schulen hätten nach den Erfahrungen aus dem vergangenen Jahr die Anfangszeiten größtenteils entzerrt. „Das entlastet den Verkehr an Schultagen merklich“, so Hirschfeld (mehr Corona-News aus Dortmund* auf RUHR24).

Bezüglich der Maskenpflicht in Bus und Bahn auf dem Weg zur Schule gelten in Dortmund die Vorgaben der landesweiten Coronaschutzverordnung. Die aktualisierte Fassung (gilt seit 28. Mai) sieht zwar einige Lockerungen der Corona-Regeln in NRW vor*, nicht jedoch hinsichtlich der Mund-Nasen-Bedeckung in öffentlichen Verkehrsmitteln.

Die Klassenräume an den Schulen in Dortmund – wie hier am Phoenix-Gymnasium in Hörde – füllen sich wieder.

In Bus und Bahn und an den Haltestellen sind weiterhin Masken der Standards FFP2 oder KN95/N95 vorgeschrieben. Kinder bis einschließlich 13 Jahren dürfen auch einen OP-Schutz tragen. Von der Maskenpflicht ausgenommen sind Kinder im Vorschulalter und Menschen, die aus medizinischen Gründen keine Maske tragen können. Letztere benötigen ein Attest und müssen sich ausweisen können.

Schule in Dortmund: NRW-Ministerium hofft auf Präsenzunterricht bis zu den Sommerferien

Das Robert Koch-Institut (RKI) wies die Sieben-Tage-Inzidenz für Dortmund am Sonntagmorgen (30. Mai) mit 54,7 aus. Im Vergleich zum Samstag ist das ein leichter Anstieg um 1,4. Grundsätzlich sinkt der Inzidenzwert aber auch in Dortmund – ähnlich wie in den meisten NRW-Kreisen – seit Tagen stetig.

Das NRW-Schulministerium ist deshalb optimistisch, dass die Regeln der Bundesnotbremse bis zum Beginn der Sommerferien am 5. Juli nicht mehr zum Einsatz kommen. Neben den gesunkenen Infektionszahlen setzt man in Düsseldorf auf den „erheblichen Impffortschritt“ und die zwei verpflichtenden Corona-Tests an den Schulen pro Woche.

„Zu einer vollständigen Information gehört allerdings auch, darüber zu unterrichten, dass aufgrund eines denkbaren Wiederanstiegs der Sieben-Tage-Inzidenz in einzelnen Kreisen oder kreisfreien Städten über 100 (oder gar über 165) eine erneute Rückkehr in den Wechsel- (oder gar Distanz-) Unterricht nicht gänzlich ausgeschlossen werden kann“, heißt es vom Schulministerium. *RUHR24 ist Teil des Redaktionsnetzwerks von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Ina Fassbender/AFP