Studie zum Städteranking

Polizei über Kriminalität in Dortmund: „Es wird nicht alles schlimmer“

Die Polizei in Dortmund rechnet auch 2020 mit weniger Straftaten.
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Die Polizei in Dortmund rechnet auch 2020 mit weniger Straftaten.

Die Zahl der Straftaten in Dortmund zeigt einen positiven Trend. Dabei erfreut die Polizei besonders eine Entwicklung.

Dortmund – Jedes Jahr informiert die Polizei in Dortmund über die Zahl der Straftaten. Die ist nun im sechsten Jahr in Folge gesunken. Besonders eine Entwicklung erfreut die Beamten dabei, berichtet RUHR24.de*.

Kriminalität in Dortmund: Polizei erfreut über sinkende Zahl an Straftaten

Rund 56.600 Straftaten hat es in Dortmund (alle News auf RUHR24.de)* von Januar bis November 2020 gegeben. Das klingt zunächst nach recht viel. Zum Vergleich: Vor sechs Jahren zählte die Polizei im gleichen Zeitraum noch mehr als 80.000 Straftaten. Über diesen Rückgang von rund 30 Prozent freut sich die Polizei Dortmund.

Gregor Lange, Polizeipräsident von Dortmund, spricht bei dem Rückgang der Kriminalitätsentwicklung von einem „nachhaltigen Erfolg“ bei der Verbesserung der Lebensqualität in der Stadt.

Bereits in den Vorjahren war die Zahl der Straftaten in Dortmund kontinuierlich gesunken – wenn auch manchmal nur leicht. „Für 2020 ist bereits jetzt erkennbar, dass sich dieser Trend fortsetzt“, kommentiert Lange in einer Pressemitteilung die Zahlen. Dieser Trend zeigte sich in den vergangenen Jahren etwas schwächer auch in ganz NRW.

Dortmund bei Entwicklung der Straftaten unter den Top 3 der Städte

Anlass für die Pressemitteilung der Polizei ist eine neue Studie zu Großstädten. Jedes Jahr bringt die IW Consult aus Köln das Städteranking heraus. Darin vergleicht das Unternehmen wichtige Kennzahlen der 71 größten deutschen Städte und Kreise mit mehr als 100.000 Einwohnern.

Dortmund belegt in der neuen Studie den drittbesten Platz im Bereich „Entwicklung Kriminalität“. Das bedeutet jedoch logischerweise nur, dass die Zahl der Straftaten insgesamt deutlich gesunken ist, lässt aber zunächst keinen Schluss darauf zu, wie viele Straftaten es insgesamt in einer Stadt gegeben hat und welcher Art und Schwere diese waren.

Polizeipräsident Lange: „Dortmund für rechtsextremes Milieu nicht attraktiv“

Insbesondere in einem Bereich zeigt sich die Polizei Dortmund recht erfreut: Die Neonazi-Szene zeige mit dem Abgang von „Die Rechte“-Kopf Michael Brück* „Auflösungserscheinungen“. Als Grund dafür sieht Lange auch die schwachen Ergebnisse der Kleinstpartei bei der jüngsten Kommunalwahl.

Zudem sitzen derzeit zahlreiche Neonazis aus Dortmund im Gefängnis*. Das sei auch Ergebnis der Arbeit der „Soko Rechts“ und dem generell hohen Druck auf die rechte Szene*, auch durch gesellschaftliches Engagement. „Dieses Umfeld ist für ein rechtsextremes Milieu nicht gerade attraktiv“, kommentiert der Polizeipräsident.

Polizei Dortmund: Rechte Szene nach wie vor gefährlich

Doch dass der Umbruch auch zur Auflösung der rechten Szene in Dortmund und der Region führen wird, darf nicht angenommen werden. Auch die Polizei Dortmund kündigt an, künftige Entwicklungen weiter genau beobachten zu wollen: „Diese Szene ist und bleibt gefährlich.“

Ausruhen will sich die Polizei auf den guten Zahlen indes nicht. Dennoch erneuert der Dortmunder Polizeipräsident sein Mantra* zu abstrakter Gefahr und dem subjektiven Sicherheitsgefühl der Menschen: „Für Dortmund können wir nach wie vor sagen: Es wird nicht alles schlimmer.“ *RUHR24.de ist Teil des Ippen-Digital-Netzwerks

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