Herdenschutz

Hier wurden in NRW schon Wölfe gesichtet – Dortmund ist auch dabei

Der Wolf erobert die Wälder bundesweit zurück. Mittlerweile sind fast 40 Prozent der Fläche in NRW offizielle Wolfsgebiete.

Dortmund – Der Wolf steht mittlerweile unter Naturschutz, denn er ist ein wichtiger Teil unseres Ökosystems. Beinahe 100 Jahre war er fast ganz von der Bildfläche verschwunden. Der Grund dafür: Die Menschen jagten ihn aus Angst, dass er ihnen oder ihrem Nutzvieh etwas antun könnte. Doch das Land NRW investiert mehrere Millionen Euro in den Herdenschutz, um der „Angst vor dem bösen Wolf“ entgegenzuwirken.

Der Wolf ist zurück: Das sind die offiziellen Wolfsgebiete in NRW

Seit 2016 wurden immer mehr Wölfe in NRW gesichtet. Mittlerweile haben sich mehrere dauerhaft in den sogenannten „Wolfsgebieten“ niedergelassen. Dort werden besondere Maßnahmen zum Herdenschutz veranlasst.

Zu den Wolfsgebieten in NRW gehören laut dem Naturschutzbund (Nabu) NRW folgende Regionen: Schermbeck, Senne-Eggegebirge, Eifel-Hohes Venn und das Oberbergische Land.

Keine Angst mehr vor dem „bösen“ Wolf: NRW setzt über 4 Millionen Euro zum Herdenschutz ein

Fast 40 Prozent der Landesfläche in NRW sollen schon als Wolfsgebiete ausgewiesen sein. Dort können Tierhalter und Landwirte Fördermittel bekommen. Denn sie „sollen nicht allein die Lasten tragen, die der gesetzlich garantierte Artenschutz für den Wolf mit sich bringt“, erklärt der Nabu NRW.

Zum einen werden durch den Wolf bedingte Nutztierrisse von dem Geld entschädigt. Aber auch präventive Maßnahmen, wie zum Beispiel Elektrozäune zum Schutz der Herden, werden davon finanziert (mehr News aus NRW bei RUHR24).

„Seit 2018 wurden rund 4,5 Millionen Euro an Fördermitteln für den Herdenschutz vor Wölfen ausgegeben. Das geht aus einer Vorlage von NRW-Umweltminister Oliver Krischer (Grüne) für die Sitzung des parlamentarischen Naturschutzausschusses am Mittwoch hervor“, heißt es bei der WAZ.

Sich intensiv für den Schutz der Weidetiere einzusetzen ist laut Nabu die sinnvollste Maßnahme, damit Wölfe gar nicht erst lernen, Weidetiere als Beute zu sehen. Dennoch gibt es weiterhin Wolfsgegner, die auch schon vor ein paar Jahren einen der ersten Wölfe in NRW lieber tot sehen wollten.

Wolfsnachwuchs in NRW wurde bestätigt. Ein Wolfspaar aus Schermbeck hat mindestens 4 Welpen bekommen. (Symbolfoto)

Wölfe streifen in NRW umher – Auch in Dortmund wurden Raubtiere gesichtet

Vor knapp einem Jahr wurde in Dortmund ein Wolf gesichtet. Ein Video zeigt, wie er entspannt mitten über die Straße im Dortmunder Stadtbezirk Eving läuft. Auch auf der Seite des Nabu findet man diesen Vorfall unter den Wolfsnachweisen.

Die letzte Sichtung eines Wolfes in NRW war am 22. Dezember 2022. Im Kreis Coesfeld wurde ein totes Schaf gefunden, was von einem jungen Wolf gerissen wurde. Das verriet ein DNA-Test.

Auch Mitte Januar kam es im Wolfsgebiet Schermbeck zu einer eher traurigen, aber auch ganz besonderen Sichtung. Das territoriale Wolfspaar dort hat nämlich Nachwuchs. Mindestens vier Welpen sollen es sein. Einer der Welpen ist jedoch auf der Autobahn A31 tödlich verunglückt.

Rubriklistenbild: © imageBROKER/Michael Weber / Imago

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