Kommunen können nun entscheiden

Land NRW trifft Entscheidung für Pop-up-Freizeitparks – auch "FunDomio" in Dortmund betroffen

Das Land NRW hat das generelle Alkoholverbot für Pop-up-Freizeitparks gekippt.
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Das Land NRW hat das generelle Alkoholverbot für Pop-up-Freizeitparks gekippt.

Im Zuge der Corona-Krise haben in NRW mehrere sogenannte Pop-up-Freizeitparks eröffnet. Alkohol war dort zunächst verboten - das ändert sich jetzt.

  • In Nordrhein-Westfalen haben seit einigen Wochen temporäre Freizeitparks geöffnet.
  • Der Verzehr von Alkohol war dort wegen der geltenden Corona-Regeln untersagt.
  • Das Verbot galt auch für den Pop-up-Freizeitpark "FunDomio" in Dortmund

NRW/Dortmund - Die anhaltende Coronavirus-Pandemie hat in den vergangenen Wochen und Monaten viele Menschen umdenken und neue Wege einschlagen lassen. So auch die Schausteller in NRW: Aufgrund der Kontaktbeschränkungen und weiterer Corona-Regeln wurden Kirmessen und Jahrmärkte wie die Cranger Kirmes abgesagt.

Freizeitpark

FunDomio

Ort

Parkplatz der Westfalenhallen Dortmund

Zeitraum

25. Juni 2020 bis 11. August 2020

Öffnungszeiten

Täglich von 11 bis 21 Uhr

Pop-up-Freizeitparks in NRW entstehen während Corona-Krise

Aus der Not heraus entstanden neue Ideen und Ende Juni eröffnete unter anderem an den Westfalenhallen in Dortmund ein temporärer Freizeitpark - "FunDomio". Unter strengen Auflagen gingen außerdem das "Düsselland" in Düsseldorf und der Pop-up-Freizeitpark "Ibbiland" in Ibbenbüren an den Start.

Gute Nachrichten also sowohl für die Schausteller in NRW als auch für Kirmes-Liebhaber, die die Vergnügungsparks auf Zeit seit einigen Wochen besuchen können. Dabei ist wichtig zu wissen, dass das Land NRW hierfür einige Vorschriften festgelegt hat. So müssen die temporären Freizeitparks abgezäunt und die Abstands- sowie Hygienemaßnahmen sichergestellt sein. Auf vielen Fahrgeschäften gilt außerdem Maskenpflicht.

Eine der größten Karussell-Schaukeln der Welt, die "Konga" ist auch im Freizeitpark "FunDomio" in Dortmund am Start.

Pop-up-Freizeitparks in NRW: Alkoholverbot in Dortmund, Düsseldorf und Ibbenbüren

Im "FunDomio" in Dortmund gibt es ansonsten alles, was man so von einer großen Kirmes kennt: Achterbahnen, Autoscooter, Riesenrad sowie Bratwurst und Zuckerwatte. Eines fehlte jedoch bislang - und das auch in Düsseldorf und Ibbenbüren. Der Ausschank von alkoholischen Getränken war bisher in den temporären Freizeitparks verboten.

Das ändert sich nun jedoch. Wie das Land NRW am Dienstag (14. Juli) mitteilte, werde das Alkoholverbot für die Pop-up-Freizeitparks aufgehoben. In den Hygiene-Standards, die ab Mittwoch (15. Juli) gelten, wurde das entsprechende Verbot gestrichen. Nun könnten die Kommunen allein entscheiden, teilte das Gesundheitsministerium auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit.

Unmut über Alkoholverbot in Pop-up-Freizeitparks: Bier und Co. ab Mittwoch wieder erlaubt

Unter anderem bei den Schaustellern im "Düsselland" hatte es Unmut über das Verbot gegeben. Nachdem das Düsseldorfer Ordnungsamt bereits sein grünes Licht gegeben hatte, soll es dort nun ab Mittwoch wieder Bier geben, heißt es vonseiten der Veranstalter.

Nun ist davon auszugehen, dass auch im "Ibbiland" und im "FunDomio" schon bald Alkohol ausgeschenkt wird. Diese Entscheidung liegt ab jetzt wieder bei den Kommunen.

Land NRW kippt Alkoholverbot – weitere Änderung im "FunDomio" in Dortmund

"Im Zuge der regelmäßigen Revision der Corona-Regelungen hat sich gezeigt, dass wir keinen Anlass haben, am verantwortungsvollen Umgang der Kommunen mit diesem Thema zu zweifeln", so ein Sprecher des Gesundheitsministeriums. Daher habe man die Alkohol-Frage wieder der Zuständigkeit der Behörden vor Ort übergeben.

Eine Änderung im Pop-up-Freizeitpark in Dortmund gab es bereits. Nachdem viele Besucher zuletzt die Höhe der Eintrittspreise kritisiert hatten, reagierte der Veranstalter und passte die Preise an. So gibt es neben einem Tagesticket (34 Euro) nun auch ein Flanierticket (5 Euro) für die Besucher, die im "FunDomio" kein Karussell fahren wollen.