Möglichkeit für werdende Mütter

Coronavirus macht Kreißsaalführungen unmöglich - Krankenhaus in Dortmund startet originelle Aktion auf Facebook

Das St.-Johannes-Hospital in Dortmund hat sich wegen des Coronavirus eine besondere Aktion überlegt.
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Das St.-Johannes-Hospital in Dortmund hat sich wegen des Coronavirus eine besondere Aktion überlegt.

Das St.-Johannes-Hospital in Dortmund möchte Schwangeren bei der Geburtsvorbereitung helfen. Denn die aktuelle Coronavirus-Krise stellt ein Hindernis dar.

  • Aufgrund des Coronavirus können sich werdende Mütter derzeit nur schlecht auf die Geburt vorbereiten.
  • Deshalb hat sich das St.-Johannes-Hospital in Dortmund eine originelle Aktion ausgedacht.
  • Via Facebook will das Krankenhaus die Frauen unterstützen.

Dortmund - Das Coronavirus* nimmt aktuell einen großen Einfluss auf unser alltägliches Leben. Sei es die Situation auf der Arbeit oder auch privat - die Menschen werden aufgrund anhaltenden Ausbreitung des Sars-CoV-2-Erregers enorm eingeschränkt, berichtet RUHR24.de*.

Wegen Coronavirus: Schwangere in Dortmund können vor der Geburt keinen Kreißsaal besichtigen

Als besonders prekär gestaltet sich die aktuelle Lage für Schwangere. Kurse, die die Frauen sonst in einer Gruppe von mehreren werdenden Müttern auf die Geburt vorbereiten sollen, können aufgrund des herrschenden Kontaktverbots nicht stattfinden oder nur eingeschränkt durchgeführt werden. Einige Hebammen nutzen deshalb digitale Medien, um die Kurse wenigstens online fortzusetzen.

Diesen Weg, Schwangere über digitale Kommunikation mit wichtigen Informationen rund um das Thema Geburt zu versorgen, schlägt nun auch ein Krankenhaus in Dortmund ein. Wegen der Coronavirus-Krise* ist es für werdende Mütter aktuell nicht möglich, vor der Geburt eine Kreißsaalführung in der Klinik ihrer Wahl mitzumachen. Eine Maßnahme, die während einer Schwangerschaft sonst völlig normal ist. Die werdenden Eltern sollen so einen Eindruck davon bekommen, wie und vor allem wo ihr Baby zur Welt kommen wird.

St.-Johannes-Hospital in Dortmund bietet Live-Chat auf Facebook an

Das St.-Johannes-Hospital im Dortmunder Klinikviertel möchte den Schwangeren in der aktuellen Krisensituation deshalb eine besondere Hilfe anbieten. In einem Live-Chat auf Facebook gibt das Krankenhaus den Müttern die Möglichkeit, alle dringenden Fragen loszuwerden.

Der Austausch über die sozialen Medien findet am Mittwoch (1. April) in der Zeit von 16 bis 17 Uhr statt. Eine Stunde lang werden Sabine Peters, leitende Oberärztin in der Klinik für Geburtshilfe und Beate Meissner, leitende Hebamme im Kreißsaal, die Fragen rund um die Themen Schwangerschaft und Geburt beantworten. Gefragt werden kann direkt im Messenger von Facebook oder in Form einer Nachricht.

St.-Johannes-Hospital in Dortmund: Auch ein virtueller Rundgang ist möglich

Eine originelle Idee, die womöglich keine einmalige Aktion des katholischen Krankenhauses bleiben wird. "Je nachdem wie hoch die Resonanz ist, werden wir noch weitere Termine für einen Live-Chat anbieten", so Sandra Baran vom St.-Johannes-Hospital auf Nachfrage von RUHR24.de. Zunächst einmal wollen die Verantwortlichen alle häufig gestellten Fragen sammeln und in einem FAQ (Frequently Asked Questions) auch für diejenigen online zur Verfügung stellen, die an dem Termin am Mittwoch keine Zeit haben.

Das St.-Johannes-Hospital in Dortmund.

Falls die Resonanz auf den Austausch bei Facebook groß sein sollte, könne man sich auch vorstellen, noch einen Schritt weiterzugehen. "Ein virtueller Rundgang durch den Kreißsaal wäre ebenfalls denkbar", so Sandra Baran.

Wegen Coronavirus-Krise: Dürfen Männer mit in den Kreißsaal?

Eine der meist gestellten Fragen an das Dortmunder Krankenhaus zeichnet sich schon jetzt ab. Die Schwangeren möchte wissen, ob sie ihr Kind ohne ihren Partner oder einer anderen privaten Begleitperson zur Welt bringen müssen. In vielen Krankenhäusern gibt es bereits ein Verbot, das zum Beispiel den werdenden Vätern untersagt, bei der Geburt ihres Babys dabei zu sein.

Video: Coronavirus: Was Schwangere dazu wissen sollten

Auch im Johannes-Hospital steht der Schutz vor dem Coronavirus an erster Stelle. "Aktuell dürfen die Männer bei uns noch mit in den Kreißsaal. Das kann sich je nach Entwicklung der Lage nächste Woche aber auch ändern", erklärt Sandra Baran. Hierzu werden die Expertinnen im Live-Chat auf Facebook dann auch Rede und Antwort stehen. likri

*RUHR24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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