Fahndung nach Täter eingestellt

Köln: Vergewaltigung am Decksteiner Weiher – jetzt wird gegen Joggerin ermittelt

Spaziergänger sind am Decksteiner Weiher im Grüngürtel in Köln-Sülz unterwegs
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Spaziergänger sind am Decksteiner Weiher in Köln unterwegs. (Symbolbild)

Es war eine Tat, die Köln schockierte: Ende Februar gab eine Frau an, kurz vor 9 Uhr an einer beliebten Joggingstrecke vergewaltigt worden zu sein. Doch schon wenige Tage später kamen der Polizei erste Zweifel an den Schilderungen der Joggerin – gegen die nun selbst ermittelt wird.

Köln – Diese Nachricht erschütterte Köln: Am 24. Februar 2021 meldete sich eine Joggerin bei der Polizei.  Sie schilderte, um kurz vor 9 Uhr an der bekannten Laufstrecke um den Decksteiner Weiher* in Köln von einem Mann angesprochen, ins Gebüsch gezerrt und brutal vergewaltigt worden zu sein. Mit einem Großaufgebot durchkämmten Beamtinnen und Beamten daraufhin ein angrenzendes Waldstück, um mögliche Beweise zu sichern. Der Vorfall sollte sich unweit des „Haus am See“, einem beliebten Ausflugslokal ereignet haben. Am Tag darauf warnte die Polizei die Bevölkerung in Köln* sogar davor, dass es zu einer „Wiederholungstat“ kommen könnte. Grund dafür sei das „atypische Vorgehen des Täters“.

Doch schon eine Woche später kamen den Ermittlern erste Zweifel, ob sich die Tat wirklich so zugetragen hat, wie von der Joggerin geschildert. Es wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des Anfangsverdachts des Vortäuschens einer Straftat aufgenommen, aber weiter in alle Richtungen ermittelt.

Jetzt, knapp einen Monat nach der vermeintlichen Tat, wurde die Suche nach einem Tatverdächtigen eingestellt – die Ermittlungen gegen die Frau wegen des Vortäuschens einer Straftat dauern jedoch weiter an. 24RHEIN* hat die Entwicklungen begleitet und berichtet, wie die Staatsanwaltschaft Köln diesen Schritt im Fall der vermeintlichen Vergewaltigung am Decksteiner Weiher begründet* (red). *24RHEIN ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.