Änderungen zum Frühjahr

Wie Unternehmen und Kommunen im Lockdown an das Corona-Geld kommen

Die Corona-Soforthilfe war dazu gedacht, in der Corona-Krise die wirtschaftliche Existenz der Firmen und Selbstständigen zu sichern.
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Die Corona-Soforthilfe war dazu gedacht, in der Corona-Krise die wirtschaftliche Existenz der Firmen und Selbstständigen zu sichern. Foto: Robert Michael/dpa-Zentralbild/dpa

Wegen der Krise rund um das Coronavirus steht die nächste Soforthilfe von Bund und Ländern an. Allerdings gibt es wieder einiges zu beachten.

Deutschland - Das Coronavirus hat längst Einfluss auf die Wirtschaft genommen. Viele Selbstständige können auch im derzeitigen „Lockdown Light“ nicht den erhofften oder gar keinen Umsatz generieren. Jetzt steht die nächste Soforthilfe an. Doch was gibt es zu beachten?

NameCovid-19, Coronavirus
SymptomeFieber, trockener Husten, Müdigkeit
Prävention u.a.Hände waschen, Abstand halten, Maske tragen

Coronavirus: die nächste Soforthilfe - diese Fristen gelten

Das Antragsverfahren für die Soforthilfe soll noch in der letzten Novemberwoche starten. Wie das Land NRW mitteilt, könnten Anspruchsberechtigte demnach sogar noch in diesem Monat die ersten Zahlungen erhalten. Dazu zählen etwa Selbstständige und Unternehmen, die wegen des „Lockdown Light“ von einer Schließung betroffen sind.

Beantragen kann man die Soforthilfe dann wieder per Online-Formular. Diese Methode habe sich laut NRW-Wirtschaftsminister Prof. Dr. Andreas Pinkwart (FDP) bewährt, weil es relativ „unbürokratisch“ sei. Dennoch gibt es Unterschiede zu der ersten finanziellen Hilfe aus dem Frühjahr (alle aktuellen Entwicklungen zum Coronavirus in NRW auf RUHR24.de).

Soforthilfe wegen Coronavirus: Land duldet längere Rückzahlungsfristen

Diese betreffen vor allem eventuelle Rückzahlungen. „Da sich die wirtschaftliche Lage vieler Soforthilfe-Empfänger erneut eingetrübt hat, wird das Land die Betroffenen entlasten und sie erst im kommenden Jahr zur Abrechnung und eventuell erforderlichen Rückzahlung auffordern“, heißt es hierzu vom Land NRW.

Die entsprechenden Abrechnungen sollen erst im Frühjahr 2021 erfolgen, die Rückzahlungen sollen sogar erst um Herbst des kommenden Jahres anfallen. Alle Fristen, die bisher im Raum standen, seien damit hinfällig. Aber welche Summe steht Unternehmen und Selbstständigen diesmal zu?

Coronavirus: Diese Soforthilfe steht Selbstständigen zu

Wie viel bei der Soforthilfe beantragt werden kann, hat das Bundeswirtschaftsministerium im Vorfeld mit den Bundesländern festgelegt.

  • Soloselbstständige erhalten Förderungen von bis zu 5.000 Euro
  • Andere Unternehmen erhalten eine Abschlagszahlung von bis zu 10.000 Euro

Die Antragstellung und Auszahlung erfolgt über www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Um Missbrauch vorzubeugen, sind Maßnahmen zur Sicherstellung der Identität des Antragstellers geplant.

Soforthilfe wegen Coronavirus auch für Kommunen in NRW

Doch nicht nur Unternehmen und Selbstständige im einzelnen werden diesmal bei der Soforthilfe bedacht. Auch ganze Kommunen sollen finanzielle Unterstützung erhalten. Das passiert laut dem Land NRW im Rahmen des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren“.

Hintergrund ist ein einmaliges Landesprogramm, das dabei helfen soll, corona-bedingte Veränderungen in den Innenstädten entgegenzusetzen. Hierbei lässt das Land NRW den Städten Spielraum bei der Einsetzung: möglich sind etwa die Anmietung von Ladenlokalen, der Erwerb von Gebäuden oder Verhandlungen mit Grundstückseigentümern von Einzelhandelsgroßimmobilien.

„129 Kommunen in Nordrhein-Westfalen erhalten noch in diesem Jahr rund 40 Millionen Euro. Jetzt gilt es: Gemeinsam anpacken, um die Marktplätze des 21. Jahrhunderts zu gestalten“, erläutert Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung. Während der Schließungen im Zusammenhang mit dem Coronavirus hätten vor allem Einzelhandel und Gastronomie in den Innenstädten erhebliche Umsatzeinbußen erlitten.

Coronavirus: Im Ruhrgebiet landet der höchste Betrag von der Soforthilfe

Die höchste Förderung wird im Rahmen des Programms mit rund 1,8 Millionen Euro für die Innenstadt von Bochum zur Verfügung gestellt. Hier soll das Geld vor allem für Anmietungen leerstehender Ladenlokale sowie Nutzungskonzepte größerer Einzelhandelsimmobilien benutzt werden.

In Solingen und Warendorf sehen die Pläne ähnlich aus. Auch hier sollen 1,3 Millionen Euro dabei helfen, leerstehende Ladenlokale wieder attraktiver zu machen.