Safariland Stukenbrock

Coronavirus im Kreis Gütersloh: Tierpark geöffnet – Was müssen Besucher wissen?

Trotz des Coronavirus empfängt das Safariland Stukenbrock im Kreis Gütersloh wieder Besucher. Was Besucher im Tierpark beachten müssen, erfahren Sie hier.

  • Wegen des Coronavirus mussten viele Tierparks und Zoos in NRW schließen. 
  • Das "Safariland Stukenbrock" im Kreis Gütersloh empfängt wieder Besucher. 
  • Bei einem Besuch müssen jedoch einige Regeln befolgt werden. 

Update: 10. Juli. Ein Freizeitpark in NRW hat sich eine nie da gewesene Rabatt-Aktion überlegt: Das Safariland Stukenbrock in Schloß Holte-Stukenbrock (Kreis Gütersloh) bedankt sich bei den Corona-Helfern mit einer großzügigen Aktion und lädt einige Berufsgruppen kostenlos in den Wildlife-Zoo ein.

Update: 6. Mai, 11.57 Uhr. Nachdem das Safariland Stukenbrock im Kreis Gütersloh bereits im April wieder eröffnet wurde, folgen nun weitere Zoos und Tierparks in Ostwestfalen-Lippe und ganz NRW. Seit ein paar Tagen können Besucher trotz des Coronavirus wieder in den Herforder Tierpark gehen. 

Auch in der größten Stadt in OWL sind nun Lockerungen zu erwarten. Der Tierpark Olderdissen in Bielefeld soll in der kommenden Woche wieder geöffnet werden. Im Safariland Stukenbrock sowie in allen anderen Parks herrschen jedoch Regeln, an die sich die Besucher halten müssen. Außerdem hat im Kreis Gütersloh das Freibad in Verl unter strengen Corona-Regeln wieder geöffnet aber Besucher müssen mit Einschränkungen rechnen.

Update: 24. April. Kilometerlange Autoschlangen ziehen sich von den Toren des Safarilands Stukenbrock bis zur Autobahnabfahrt. Laut dem WDR sind Besucher aus ganz Deutschland in den Kreis Gütersloh gereist, um sich in Zeiten des Coronavirus die Zeit mit wilden Tieren zu vertreiben. Um dem Andrang Herr zu werden, mussten einige Änderungen in der Ticketvergabe vorgenommen werden. Wie der Besuch im Tierpark nun abläuft erfahren Sie auf der Website des Safarilands Stukenbrock.

Erstmeldung. NRW/Gütersloh – Lange mussten nicht nur Besucher abwarten, bis die Tierparks und Zoos wieder eröffnen. Auch die Betreiber mussten trotz der durch die Corona-Krise bedingten Schließungen weiter ihre Pfleger und Futter für die Tiere bezahlen. Bei fehlenden Einnahmen keine leichte Situation. Doch nun hat die Bundesregierung bekannt gegeben, dass es ab Montag (20. April) zu schrittweisen Öffnungen in bestimmten Branchen kommen wird. Darunter auch Zoos und Tierparks. Doch wie owl24.de* berichtet, darf eine Anlage bereits eher öffnen als alle anderen.

Tierpark im Kreis Gütersloh öffnet als erster in Europa

Eine Sonderregelung erlaubt dem Safariland Stukenbrock* im Kreis Gütersloh, in der Corona-Krise bereits am Freitag (17. April) wieder zu öffnen. Damit ist der Park, in dem Gäste mit dem Auto durch die Gehege von Löwen, Tigern, Giraffen und anderen fahren können, der erste in Europa, der seine Pforten wieder öffnet. Gegenüber RTL.de erklärt Tierpfleger Markus Köchling das so: 

"In Abstimmung mit den Ordnungsbehörden, der Landesregierung und dem Bürgermeister haben wir eine Corona-Ausnahmeregelung beantragt. Damit wir unseren Park wieder öffnen können, haben wir den Zoo-Teil so ausgebaut, dass Besucher mit dem Auto dort lang fahren können. Bisher war das nur in manchen Teilen des Tierparks möglich."

Gütersloh: Safariland Stukenbrock öffnet unter strengen Auflagen

Damit das Safariland Stukenbrock wieder Gäste begrüßen darf, müssen sich die Betreiber an strenge Hygiene-Vorschriften halten. Diese beinhalten:

  • Tickets können online und elektronisch (EC und Kreditkarte) vor Ort erworben werden.
  • Tickets müssen ausgedruckt und am Eingang in einen Briefkasten gesteckt werden. Diese werden dann von Mitarbeitern eingescannt.
  • Bis zu zwei Erwachsene mit eigenen Kindern oder Personen des eigenen Haushalts im privaten PKW sind erlaubt. Die Mitarbeiter sind verpflichtet, stichprobenartig Kontrollen von Personalausweisen durchzuführen!
  • Die Fenster und Türen des Fahrzeugs müssen während der gesamten Tour geschlossen bleiben.
  • Vor und nach der Tour kann die Toilette aufgesucht werden, diese werden regelmäßig gereinigt und desinfiziert. Nach Möglichkeit sollte auch dies vermieden werden, um Infektionen zu vermeiden. Ansonsten ist das Aussteigen oder gar ein Aufenthalt auf dem Parkplatz oder im Park verboten.
  • Cabrios, Autos mit Faltdächern und Busse sind von den Touren ausgeschlossen.

Die Öffnungen von Zoos und Tierparks ist Teil einer Maßnahme, die die Wirtschaft nach und nach wieder beleben soll. Die Bundesregierung gab in diesem Zuge schrittweise Lockerungen bekannt*. Doch nicht alle Zoos haben das Glück, in Zeiten des Coronavirus ab dem 20. April wieder öffnen zu können. Der Allwetterzoo in Münster etwa weiß noch nicht, wann und wie es mit dem Betrieb weitergeht, wie msl24.de berichtet. Fest steht jedoch: Es wird keine Notschlachtungen geben. 

Die Reisewarnung wurde nun von der Bundesregierung verlängert: In Paderborn wollen die Betreiber von Reisebüros nun demonstrieren, um während der Corona-Krise auf ihre Situation aufmerksam zu machen. 

Die Corona-Krise hat sich verschärft: Der Kreis Gütersloh hat inzwischen die zweithöchste Coronavirus-Infektionsrate in Deutschland, nachdem sich mehrere Tönnies-Mitarbeiter mit dem Erreger infiziert hatten und die Zahl der Neuinfektionen stark angestiegen war.

Im Kreis Gütersloh spitzt sich die Lage zu: Nachdem bei Tönnies in Rheda-Wiedenbrück 730 Angestellte postiv auf das Coronavirus getestet wurden, stellte die Bundestagsabgeordnete Britta Haßelmann aus Bielefeld Strafanzeige gegen Clemens Tönnies und sein Neffe fordert sogar seinen Rücktritt.

Am vergangenen Wochenende (27./28. Juni) wurden zwei Personen aus einem Corona-Hotspot beleidigt und bedroht: Eine Mutter und ihre Tochter aus Gütersloh wurden in ihrem Wagen mit GT-Kennzeichen in Münster angefeindet und mussten von der Polizei sicher aus der Stadt gebracht werden.

Die Skandal-Aufnahmen bei Deutschlands größten Fleischkonzern werfen weiterhin fragen auf: Die Urheberin des Tönnies-Videos im Kreis Gütersloh wurde gekündigt, doch die Frau wehrt sich nun gegen ihre Entlassung und zieht vor das Arbeitsgericht in Bielefeld.

*Msl24.de und owl24.de sind Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerkes.

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