Erste Bilanz

Kurioses November-Phänomen im Verkehr bleibt in diesem Jahr aus - das steckt dahinter

Das Coronavirus wirkt sich auch auf den Straßenverkehr aus.
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Das Coronavirus wirkt sich auch auf den Straßenverkehr aus.

Das Coronavirus nimmt längst Einfluss auf verschiedene Bereiche des Alltags. Doch wie sieht es im Straßenverkehr aus? Eine erste Bilanz.

NRW - Weniger Freizeitaktivitäten, viel Zeit im Homeoffice: Das Coronavirus wirkt sich auch darauf aus, wie oft und womit man sich von zu Hause fortbewegt. Der Einfluss auf den Straßenverkehr ist deutlich spürbar.

NameCovid-19, Coronavirus
SymptomeFieber, trockener Husten, Müdigkeit
Prävention (unter anderem)Hände waschen, Abstand halten, Maske tragen

Straßenverkehr und Corona: Werte schwanken deutlich

So soll die Verkehrsbelastung auf den Autobahnen vor den Herbstferien in NRW fast das Niveau des Vorjahres erreicht haben. Wie Straßen.NRW mitteilt, sei mit dem erneuten Anstieg der Infektionszahlen eine deutliche Veränderung spürbar gewesen: der Verkehr ging deutlich zurück.

Seit dem zweiten Lockdown, der sogenannten „Light“-Version, herrscht bis zu 30 Prozent weniger Verkehr als im Vorjahr. Die Zahlen sind allerdings noch nicht so gravierend, wie im ersten Lockdown zu Anfang des Jahres (mehr News zum Coronavirus in NRW auf RUHR24).

Coronavirus: Einfluss auf den Straßenverkehr nicht so gravierend wie im März

„Im Vergleich zur Entwicklung Ende März, als der Verkehrsrückgang auf den betrachteten Strecken bis zu 80 Prozent betragen hat, haben wir es derzeit nur mit einer leichten Delle zu tun“, erklärt Christopher Laux, von der Straßen.NRW-Verkehrszentrale. Er verfolgt die Entwicklungen des Straßenverkehrs seit Beginn der Corona-Krise.

Laut seinen Erkenntnissen sei die Verkehrsbelastung über den Sommer wieder angestiegen, zu Christi Himmelfahrt warnte der ADAC sogar vor einem Stau-Chaos. Generell hätten wieder mehr Störungen auf hoch belasteten Strecken zu Stau geführt. Allerdings wirken sich Störungen wie Unfälle oder Baustellen tatsächlich erst ab einer bestimmten Verkehrsdichte aus.

Stau während Corona: Straßenverkehr nach den Herbstferien schon reduziert

Der typische „Novemberstau“, der eigentlich nach den Herbstferien beginnt, sei in diesem Jahr ausgeblieben. „Zu dieser Zeit waren die Verkehrsstärken schon so weit reduziert, dass die üblichen Effekte kaum Auswirkungen hatten.“ Hinzu kommt, dass es bisher vergleichsweise wenige Tage mit sehr schlechtem Wetter gegeben hat. „Regen bremst zusätzlich zur Dunkelheit den Berufsverkehr aus, die Stauwahrscheinlichkeit steigt“, so Dr. Jan Lohoff, Leiter der Straßen.NRW-Mobilitätszentrale.

Allerdings kann sich der Straßenverkehr wieder zügig verändern. „In der dunklen Jahreszeit kommen größere Abstände, eine vorsichtigere Fahrweise aber leider auch mehr Unfälle als Stauverursacher hinzu“, weiß Lohoff.

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